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Geographie-Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bei den Aufbauarbeiten des Windfangs (Link zur Bildergalerie)
Lupe Foto/©: Geographisches Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz


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Prof. Dr. Hans-Joachim Fuchs
Geographisches Institut
Johannes Gutenberg-Universität
D 55099 Mainz
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Der Film zum Projekt: Test-Windfang am Rhône-Gletscher

Geographie-Studierende der Uni Mainz stellen ihren Dokumentationsfilm vor

08.02.2009

Studentinnen und Studenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hatten im August 2008 auf dem Rhône-Gletscher im schweizerischen Wallis einen Windfang errichtet, um zu untersuchen, ob sich der Gletscher dadurch kühlen lässt und die Abschmelzrate des Gletschereises vielleicht verlangsamt wird. Nachdem sie ihre Ergebnisse im Dezember präsentiert haben, stellen die 27 Studierenden um Prof. Dr. Hans-Joachim Fuchs nun am Sonntag, 8. Februar ihren Film über das Projekt im Frankfurter Hof in Mainz der Öffentlichkeit vor. Im Anschluss daran stehen die studentischen Filmemacher für Fragen und Diskussionen zur Verfügung - und wer will, kann das Ganze mit einem rustikalen Alpen-Vesper oder einem besonderen Gletscher-Cocktail beschließen.

"Die Abschmelzung der Alpengletscher schreitet mit ungebremstem Tempo voran, und falls der globale Temperaturanstieg anhält, wird es wahrscheinlich in 90 Jahren keine Gletscher mehr geben", erklärt Fuchs zur aktuellen Lage. Der Professor am Geographischen Institut der Universität Mainz hatte vor diesem Hintergrund mit seinen Studentinnen und Studenten eine Projektstudie gestartet, um die Auswirkungen eines Test-Windfangs auf die Eisoberfläche zu untersuchen. Nach monatelangen Vorarbeiten machte sich die Gruppe dann im Sommer letzten Jahres auf den Weg in die Schweiz und baute am Rhône-Gletscher den Testwindfang auf. Zahlreiche Sponsoren aus der Wirtschaft unterstützten das Projekt. Während sechs Tagen wurden rund um diesen Windfang insgesamt 95.000 Messwerte aufgezeichnet, um etwaige Temperaturveränderungen zu ermitteln. Tatsächlich, so zeigten die Auswertungen, staute sich kältere Luft in unmittelbarer Umgebung der Installation. Am größten war der Kühleffekt bei wolkenfreiem Himmel und den dann vorherrschenden Fallwinden, wobei nachts ein Kühleffekt von durchschnittlich 1,5 bis 2 Grad festzustellen war. Der maximale Temperaturunterschied betrug sogar 3 Grad Celsius. "Je näher die Messstationen beim Windfang lagen, desto niedriger war die aufgezeichnete Temperatur", teilte Fuchs zu den Auswertungen mit. "Das ist ein ganz klarer, markanter und vor allem durchgehender Trend, der zeigt, dass das Windfang-Experiment funktioniert hat."

Was genau von den Vorbereitungen über die Durchführung bis zu den Nacharbeiten die 27 beteiligten Studentinnen und Studenten getan, erlebt und erfahren haben, ist nun in einem Dokumentarfilm zu sehen. Die Film-Gruppe der Projektstudie geht darin auf die Problematik des Klimawandels ein und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten vor Ort auf, etwa die Einrichtung eines Gletscher-Lehrpfads "Gletscher sehen und verstehen". Im Anschluss an die Premiere im Frankfurter Hof wollen die Studierenden ihren unterhaltsamen Dokumentationsfilm auch an Schulen zeigen und mit den Schülerinnen und Schülern über die Problematik des Klimawandels diskutieren. "Damit können die Studentinnen und Studenten als Lernende für Lernende agieren und dabei auch wichtige Erfahrungen für später sammeln", so Fuchs. "Denn die meisten werden nach ihrem Studium in den Schuldienst gehen."

 
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 12.04.2009
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