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Forschung
 
Die Arbeitsgruppe Palaeogenetik befasst sich schwerpunktmäßig mit der Bearbeitung anthropologischer, paläontologischer und archäologischer Fragestellungen, die mit Hilfe molekulargenetischer Techniken bearbeitet werden. Dabei richtet sich der Fokus vor allem auf die Gewinnung und Analysierung von DNA aus bereits lang verstorbenen Lebewesen. Diese sog. alte DNA (ancient DNA = aDNA) kann aus Jahrtausende alten Überresten extrahiert und bearbeitet werden. Für die Untersuchungen werden meist organische Überreste wie Knochen und Zähne, sowohl tierischen als auch humanen Ursprungs verwendet, da diese Bestandteile auch nach Jahrtausenden noch DNA enthalten können.

aDNA ermöglicht die Bearbeitung vieler Fragen, die mit Hilfe von rezenter DNA nicht oder nur unzureichend beantwortet werden können. Während Analysen an rezenten Materialien immer nur indirekte Hinweise liefern, ermöglichen aDNA-Analysen direkte Einblicke in die genetische Zusammensetzung (prä-) historischer Proben und erleichtern somit die Interpretation phylogenetischer, archäologischer und anthropologischer Fragestellungen.
 
 
Folgende Forschungsbereiche sind derzeit Gegenstand der aktuellen Forschung:
 

 Die frühen Europäer. Jäger-Sammler und Ackerbauern-Viehzüchter. Die Neolithisierung

 Laktasepersistenz
 
 Migration in der Steppe
 
 Domestikation des Rindes
 
 Domestikation des Schweines
 
 Domestikation des Schafes
 
 Domestikation der Ziege
 
 Domestikation des Pferdes
 
 Löwen
 
 Diagenese
 
 aDNA Analyse der Infektionsanfälligkeit
   Die Pest
 
 SYNTHESYS
 
Da der DNA-Gehalt aufgrund biochemischer Prozesse mit der Zeit immer geringer wird und somit das Risiko von Kontaminationen mit moderner DNA steigt, ist die Bearbeitung von aDNA mit vielen Besonderheiten im Vergleich zu DNA-Analysen an Rezentmaterial verbunden. Die Bearbeitung unter Reinraumbedingungen ist nur eine von vielen notwendigen Vorraussetzungen um Kontaminationen vorzubeugen. Das Spurenlabor stellt daher einen wesentlichen Bestandteil bei der erfolgreichen Analyse alter DNA dar.

Weitere Informationen über das Mainzer Spurenlabor finden Sie HIER!






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