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Probenvorbereitung
 
Nachdem das Probenmaterial im UV-Raum bestrahlt wurde, erfolgt in der Probenvorbereitung die Begutachtung, Photodokumentation, Beprobung und Lagerung des Materials.

Die eigentliche Probenentnahme - das Heraussägen eines Knochenstücks aus einem Langknochen oder das Entfernen eines Zahnes aus einem Kiefer - erfolgt im Sägeraum, einem separatem Raum innerhalb der Probenvorbereitung. Die entnommenen Knochen- und Zahnproben werden im Anschluss von der Oberfläche befreit. Die Entfernung der Oberfläche nimmt einen wesentlichen Punkt bei der Kontaminationsvermeidung ein, da das Probenmaterial vor der Bearbeitung im aDNA-Labor, häufig mit einer Vielzahl von Personen wie Archäologen, Anthropologen oder Museumsangestellten in Kontakt gekommen ist. Für diesen Bearbeitungsschritt steht eine Sandstrahlanlage zur Verfügung, die es ermöglicht mit Hilfe verschiedener Sandstrahlmittel die Behandlung der Oberfläche an das Probenmaterial und den Erhaltungszustand anzupassen.

Nach der Oberflächenentfernung erfolgt eine grobe Zerkleinerung des Materials und eine weitere Bestrahlung von 30 Minuten pro Seite im UV-Raum, bevor die Proben im Extraktionslabor weiter bearbeitet werden.
 


 


 Raumansicht




 



           



           


 


 

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