Wir fahren nach Cadaques, die östlichst gelegene Stadt Spaniens.
Hier endet ein Gebirge, die Pyrenäen, im Mittelmeer. Die Gegend ist
bekannt unter Spanischen (und Deutschen) Touristen als ein malerisches
Ort, aber auch die Geologen machen hier ihre Stiche.
Das Gebiet bei Cadaques - viele Steine, viel Meer und viele Berge.
Da das Wetter hier im Winter ziemlich übel ist, mit sehr starkem Wind, wachsen keine Bäume und wenig Anderes auf den Felsen. Gerade dies macht die Sache interessant für Geologen, die Gesteine studieren wollen. Wir können nicht viel Geld ausgeben, also fahren wir mit Kleinbüssen aus Mainz hierher und übernachten auf dem Zeltplatz von Cadaques, wo wir kleine "Häuschen " mieten. Am nächsten Tag geht es dann los!
Unser Zeltplatz. Wir wohnen rechts unten in den "Häuschen" (siehe
unten) - Salvador Dalis Haus (Museum) ist links in der Ecke.
Unser "Häuschen" - wer hat den Stein vor meiner Tür
gelegt??
Überall Steine, aber wo anzufangen ? Wir fahren zum Arbeitsgebiet. Erst mal folgendes:
Geologen graben im Allgemeinen nicht nach Steinen. Geologen holen sich das Material, welches sie für ihre Arbeit brauchen, meistens von der Erdoberfläche, von sogenannten "Aufschlüssen". Sie nehmen (oder hämmern) Steine von Felswänden an einer Strasse, von Küsten oder von Gebirgsgipfeln. Es sind die Archäologen, die während ihrer Arbeit Sachen ausgraben (z. B. alte römische Theater, griechische Säulen, Geräte von Steinzeitmenschen etc.). Sie untersuchen die Geschichte der Menschheit, nicht die der Gesteine und der Erde (wie die Geologen). Geologen machen vielfach geologische Karten, und Zweck unserer Cadaques- Geländeübung ist auch das Machen von geologische Karten zu erlernen (siehe Endergebnis).
Weiter zum Arbeitsgebiet
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MAINZ
Februar 2000 bons@mail.uni-mainz.de |
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