Konvektionen entstehen sowohl im Erdmantel als auch in Glasschmelzwannen durch Unterschiede in der Temperatur, der Dichte und der Konzentration. Über numerische Modellierungen soll das Verständnis für derartige Vorgänge im Erdmantel verbessert werden. Für die Verifizierung der so gewonnenen Erkenntnisse sind Untersuchungen im Labor unerlässlich.
Die Laborexperimente werden in einem Makrolonbecken durchgeführt, in dem sich ein viskoses Gemisch aus Wasser und Polyethylenglykol befindet. Durch Heizen von unten bilden sich Konvektionszellen im Becken aus. Da mit zunehmender Temperatur auch die spezifische elektrische Leitfähigkeit zunimmt, ist es möglich, über geoelektrische Messungen Aussagen über die Temperatur zu treffen. Der Zusammenhang zwischen diesen beiden physikalischen Größen wird über die Formel von Vogel, Fulcher und Tammann definiert. Über die dreidimensionale Leitfähigkeitsverteilung im Becken, die mittels gleichstromgeoelektrischer 3D-Tomographie bestimmt wurde, ist somit eine Berechnung der dreidimensionalen Temperaturverteilung möglich.