Mainzer Archäologen
Übung WS 1995/96 (Ltg.: PD Dr. Ronald Heynowski)
Ludwig Lindenschmitt d.Ä.
Paul Reinecke
Karl Schumacher
Friedrich Behn
Gustav Behrens
Hans-Jürgen Hundt
Thea-Elisabeth Haevernick
Ernst Sprockhoff
Raphael von Uslar
Kurt Böhner
Ludwig Lindenschmitt d.Ä.
1809 geboren in Mainz (4.9.); Vater: Münzgraveur Johann L.
1825-31 Studium in München: Kunstakademie (Peter v. Cornelius-Universität
(Philosophie und Geschichte) ab 1827)
1831 Zeichenlehrer in Mainz am Gymnasium und Sonntagsunterricht an der
Gewerbeschule
1834 Mitarbeit an den Frescogemälden im Schloß Hohenschwangau
1843 Gründungsmitglied der Gesellschaft zur Erforschung der rheinischen
Geschichte und Alterthümer
L. wird Konservator des Vereins
1845 Ausgrabung in Selzen
1848 Veröffentlichung zusammen mit Wilhelm L.: Das germanische
Totenlager von Selzen
1853 Gründung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums; L.
wird Konservator
1855 erster Ruf an das Germanische Nationalmuseum Nürnberg
1856 nach dem Rücktritt von G. Habel (Direktor) leitet L. das RGZM
1858 Besuch des Dänischen Nationalmuseums in Kopenhagen (Thomsen)
ab 1858 Alterthümer unserer heidnischen Vorzeit in jährl.
4 Lieferungen
1860 Veröffentlichung: Die vaterländischen Alterthümer
der Fürstlich Hohenzollernschen Sammlung in Sigmaringen; L. erhält
für diese Arbeit die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich
1861 durch Napoleon III. nach Paris gerufen
Ehrung durch den Hessischen Kurfürsten und Napoleon III.
ab 1865 Herausgabe der Zeitschrift: Archiv für Anthropologie
1866/67 zweiter Ruf an das Germanische Nationalmuseum Nürnberg
ab 1867 Besoldung L.'s durch das RGZM
1872/75 Ende des Lehrerberuf es
1881 Schlaganfall
1893 Tod in Mainz (14.2.), bestattet auf dem Mainzer Hauptfriedhof
Wichtige Schriften:
-
Das Germanische Totenlager bei Selzen in der Provinz Rheinhessen (Mainz
1848).
-
Vaterländische Alterthümer der Fürstlich Hohenzollerschen
Sammlung in Sigmaringen (Mainz 1860).
-
Alterthümer unserer heidnischen Vorzeit [AuhV) Bd. 1 (Mainz 1862).
-
Alterthümer unserer heidnischen Vorzeit Bd. 2 (Mainz 1869)
-
Zur Beurtheilung der alten Bronzefunde diesseits und jenseits der Alpen
und der Annahme einer nordischen Bronzekultur. Archiv für Anthropologie
7, 1875.
Handbuch der deutschen Alterthumskunde T. 1, Die Alterthümer der merovingischen
Zeit (Mainz 1880-1889)
-
Alterthümer unserer heidnischen Vorzeit Bd. 3 (Mainz 1881).
-
Alterthümer unserer heidnischen Vorzeit Bd. 4, H. 1-8 (Mainz 1883-92).
WS 1995/96 Mainzer Archäologen
Paul Reinecke
1872 geboren in Berlin-Charlottenburg (25.9.)
Studium in München; zunächst Medizin, dann Archäologie
(A. Furtwängler)
Reisen in Süddeutschland und Österreich-Ungarn
1897 Dissertation ,,Beschreibung einiger Rassenske1ette aus Afrika"
(in Anthropologie, da Vorgeschichte nicht als Prüfungsfach zugelassen)
1897-1908 Assistent am RGZM, Mainz; Reisen und Materialstudien
Entwicklung und Veröffentlichung der Chronologie der vorrömischen
Metallzeiten (AuhV 5)
ab 1908 Hauptkonservator am neu gegründeten Generalkonservatorium
der Kunstdenkmale und Altertümer Bayerns (Denkmalpflege)
um 1920 Ruf an die Universität München, den R. ablehnt
1926 Ruf an das RGZM, Mainz (Nachfolge K. Schumacher)
1937 Pensionierung
1958 verstirbt R. in Herrsching am Ammersee (12.5.)
Wichtige Schriften:
-
Zur Chronologie der jüngeren Bronzezeit und der älteren Abschnitte
der Hallstattzeit in Süd- und Norddeutschland. Korrbl. Dt. Ges. Anthropol.,
Ethnol. u. Urgesch. 31, 1900, 25-29.
-
Beiträge zur Kenntnis der frühen Bronzezeit Mitte1europ~s. Mittl.
Anthropol. Ges. Wien 32, 1902, 104-129.
-
Zur Kenntnis der La Tène-Denkmäler der Zone nordwärts
der Alpen. Festschr. RGZM (Mainz 1902) 53-97.
-
Funde der Späthallstattzeit aus Süddeutschland. AuhV 5 (Mainz
1911) 144-150.
-
Kleinfunde aus Brandgräbern der frühen Hallstattzeit Süddeutschlands.
AuhV 5 (Mainz 1911) 231-234.
-
Tongefäße aus Brandgräbern der frühen Hallstattzeit
Süddeutschlands. AuhV 5 (Mainz 1911) 235-247.
-
Grabfunde der ersten La Tènestufe aus Nordostbayern. AuhV 5 (Mainz
1911) 281-287.
-
Grabfunde der dritten La Tènestufe aus dem bayerischen Donautal.
AuhV 5 (Mainz 1911) 288-294.
-
Grabfunde der zweiten Hallstattstufe aus Süddeutschland. AuhV 5 (Mainz
1911) 315-323.
-
Grabfunde der zweiten La Tènestufe aus der Zone nordwärts der
Alpen. AuhV 5 (Mainz 1911> 330-337.
-
Jüngerbronzezeitliche Grabfunde aus Nord- und Süddeutschland.
AuhV 5 (Mainz 1911) 359-363.
-
Funde vom Ende der La Tènezeit aus Wohnstätten bei Karlstein
unweit Reichenhall, Oberbayern. AuhV 5 (1911) 364-369.
-
Grabfunde der dritten Hallstattstufe aus Süddeutschland. AuhV 5 (Mainz
1911) 399-408.
WS 1995/96 Mainzer Archäologen
Karl Schumacher
1860 S. wird in Dühren bei Sinsheim geboren (14.10.)
ab 1872 Gymnasium in Heidelberg
Studium an den Universitäten von Heidelberg, Freiburg und Bonn
(klassische Philologie, Archäologie)
1885 Lehrertätigkeit an den Gymnasien von Heidelberg, Bruchsal,
Konstanz und Karlsruhe
1886 Dissertation: De republica Rhodiorum commentatio
1887 Assistent am Landesmuseum Karlsruhe
1892 Streckenkommissar für Baden bei der Reichslimeskommission
Veröffentlichung aller Kastelle dieses Streckenabschnitts Reisen nach
Frankreich, Italien, Griechenland, Südrußland, Kleinasien und
Nordafrika
ab 1901 1. Direktor der RGZM, Mainz
Umbauarbeiten des Museum, Belebung der Sammlung durch Karten und Modelle
ab 1906 Mitbegründer und -herausgeber der Mainzer Zeitschrift (ab
1906), der Prähistorischen Zeitschrift (ab 1909) und der Germania
(ab 1917)
1926 Pensionierung
1934 verstirbt S. in Bad Mergentheim (17.4.)
Wichtige Schriften:
-
Verzeichnis der Abgüsse und wichtigeren Photographien mit Germanendarstellungen.
Kataloge RGZM 1 (Mainz 1909) [2. Aufl. 1910, 3.Aufl. 1912].
-
Materialien zur Besiedlungsgeschichte Deutschlands, Karten, Pläne,
photographische und zeichnerische Aufnahmen, Modelle etc. von den ältesten
Zeiten bis ins Mittelalter. Kataloge RGZM 5 (Mainz 1913).
Beiträge zur Siedlungs- und Kulturgeschichte des Westerwaldes und
Taunus in der Hallstatt- und Frühlatènezeit. Nass. Ann. 44,
1916/17, 175 ff.
-
Siedelungs- und Kulturgeschichte des Rheinlandes von der Urzeit bis in
das Mittelalter. Band 1 Die vorrömische Zeit. Handbücher des
RGZM 1 (Mainz 1921).
-
Band 2 Die römische Periode. Handbücher RGZM 2 (Mainz 1923).
Band 3 Die merowingische und karolingische Zeit, Teil 1 Siedelungsgeschichte.
Handbücher RGZM 3 (Mainz 1925).
WS 1995/96 Mainzer Archäologen
Friedrich Behn
1883 geboren in Neustrelitz/Mecklenburg (14.2.)
1895 Umzug der Familie nach Hamburg
Humanistisches Gymnasium
Studium in Rostock und Heidelberg (Theologie, Musik, Klassische Archäologie)
1906 Dissertation ,,Die ficoronische Cista" (Rostock) Hauslehrer in
Hamburg
ab 1909 zunächst Volontär am RGZM, später wissenschaftl.
Hilfsarbeiter, Direktorialassistent und Kustos
1914 Habilitation an der Technischen Hochschule Darmstadt für das
Fach Altertumskunde und Bodendenkma1pflege
1914/18 Dienst bei einer Vermessungsabteilung
nach Kriegsende: Ausweisung aus dem französisch besetzten Rheinland
1920 apl. Professor in Darmstadt
seit 1922 Denkmalpflege in Starkenburg; ab 1928 auch zuständig
für Rheinhessen
1948 Pensionierung
seit 1948 Vorlesungen an der Universität Leipzig
1950 Ordentlicher Professor der Universität Leipzig
Aufbau des Leipziger Institutes
1960 Emeritierung
1963 Rückkehr nach Mainz
1970 verstirbt Behn in Mainz
Literatur:
-
Römische Keramik mit Einschluß der hellenistischen Vorstufen.
Kataloge RGZM 2 (Mainz 1910).
-
Die Musik bei den Kulturvölkern des Altertums (Mainz 1912).
-
Vorhellenistische Altertümer der östlichen Mittelmeerländer.
Kataloge RGZM 4 (Mainz 1913).
-
Urgeschichte der Menschheit. 5. Aufl. (Berlin 1921).
-
Hausurnen. Vorgeschichtl. Forsch. 1,1 (Berlin 1924).
-
Urgeschichte von Starkenburg (Mainz 1925).
-
Altgermanische Kunst (München l927).
-
Die karolingische Klosterkirche von Lorsch an der Bergstraße nach
den Ausgrabungen von 1927-1928 und 1932-1933 (Berlin 1934).
-
Römertum und Völkerwanderung (Stuttgart 1963).
WS 1995/96 Mainzer Archäologen
Gustav Behrens
1884 in Birkenfeld geboren (18.10.)
Besuch des humanistischen Gymnasiums
Mitglied des Birkenfelder Altertumsvereins
Studium in Marburg, Bonn, Berlin und Göttingen (Philologie, Klassische
Archäologie)
1909 Dissertation ,,Quaestiones metrica"
1910 Volontär am RGZM
1911 Assistent
ab 1922 Bodendenkmalpflege für Rheinhessen
seit 1927 1.Direktor des RGZM
1952 Ausrichtung der 100-Jahr-Feier des RGZM
Pensionierung
1955 in Mainz verstorben (20.8.)
Literatur:
-
Birkenfeld. Kataloge West- u. Süddt. Altertumsslg. 3 (Birkenfeld 1914)
[zus. m. H. Baldes].
-
Bronzezeit Süddeutschlands. Kat. RGZM 6 (Mainz 1916).
-
Bingen, Städtische Altertumssammlungen. Kataloge West- u. Süddt.
Altertumsslg. 4 (Mainz Teil 1 - 1918; Teil 2 - 1920).
-
Denkmäler des Wangionengebietes. Germ. Denkmäler d. Frühzeit
1 (Mainz 1923).
-
Römische Gläser aus Deutschland. Kulturgeschichtlicher Wegweiser
8 (1925).
-
Bodenurkunden aus Rheinhessen 1. Die vorrömische Zeit (Mainz 1927).
-
Die Bad Nauheimer Gegend in Urzeit und Frühgeschichte (Mainz 1939).
-
(Hrsg.> Festschrift RGZM (Mainz 1952>.
WS 1995/96 Mainzer Archäologen
Hans-Jürgen Hundt
1909 geboren in Potsdam (25.7.)
Gymnasialbesuch
Studium in Berlin, Prag und Marburg
1939 Dissertation 1'Die jüngere Bronzezeit in Mecklenburg"
Volontär am RGZM
1939/45 Militärdienst1 Gefangenschaft (bis 1947)
1947 Staatl. Kunstgut-Lager in Celle
1950 Landesamt für Denkmalpflege in Straubing
1952 Direktor am Museum für Vor- und Frühgeschichte Frankfurt
1954 RGZM, zuletzt Direktor der vorgeschichtlichen Abteilung (bis 1974)
1962 Honorarprofessor der JoGu Mainz
1990 verstirbt H. in Wiesbaden (12.11.)
Literatur
-
Versuch zur Deutung der Depotfunde der nordischen jüngeren Bronzezeit
unter besonderer Berücksichtigung Mecklenburgs. Jahrb. RGZM 2, 1955,
95-140.
-
Röntgenphotographie im Dienste der Archäologie. Die Umschau 60,
1960, 239-241.
-
Die Textilien in den Gräbern1 in: R. Christlein, Das alamannische
Gräberfeld von Marktoberdorf im Allgäu. Matenalh. Bayer. Vorgesch.
21 (Kallmünz 1966) 93-102.
-
Die Textilfunde, in: P. Paulsen, Alamannische Adelsgräber von Niederstotzingen.
Veröff. Staatl. Amt Denkmalpfl., Reihe A 12/2 (Stuttgart 1967)
7-20.
-
Bericht über die Konservierung von Enkomi-Funden aus Ton und Bronze,
in: Alasia 1. Mission arch~o1ogique d'Alasia (Paris 1971> 367-380.
-
Spurensicherung vergangener Kulturen. Bild der Wissenschaft 8, 1971, 803-809.
Thea Elisabeth Haevernick
1899 Geboren in Rostock (31.7.)
Studium der Vor- und Frühgeschichte in München und Marburg
1939 Dissertation ,,Die Glasarmringe und Ringperlen" (G. von Merhart)
Assistentin an der Prähistorischen Staatsammlung in München
Landesamt für Denkmalpflege in Posen /Posnan
1939/45 Oberschwester, Gefangenschaft bis 1945
1945 Forschungsinstitut für Kunstgeschichte in Marburg
ab 1948 Museum der Stadt Regensburg
Landesamt für Denkmalpflege in Marburg
ab 1950 Römisch-Germanische Kommission Frankfurt
ab 1956 RGZM (bis 1964)
danach Forschungsprojekte an der Universität Marburg
1981 verstirbt H.
Literatur
-
Die Glasarmringe und Ringperlen der Mittel- und Spät1at~nezeit auf
dem europäischen Festland (Bonn 1960).
-
Beiträge zur Glasforschung (Mainz 1981)
WS 1995/96 Mainzer Archäologen
Ernst Sprockhoff
1892 S. wird in Berlin geboren (6.8.)
Gymnasialbesuch, Lehrerausbildung
1912-14 Lehrer im märkischen Mehlsdorf, Kr. Jüterbog
1914/18 während des Krieges Artillerist
anschließend in französischer Kriegsgefangenschaft, dort
legt S. sein Abitur ab
1920-26 neben dem Schuldienst (Berlin-Johannisthal) Studium der Vorgeschichte,
mittelalterlichen Geschichte und Geologie an den Universitäten von
Berlin (G. Kossinna) und Königsberg (M. Ebert) enge Kontakte zum Märkischen
Museum (A. Kiekebusch)
1926 Diss. ,,Die Kulturen der jüngeren Steinzeit in der Mark Brandenburg"
1924-26 Hilfsassistent am Märkischen Museum
Mitarbeit an M. Eberts Reallexikon der Vorgeschichte
l926-28 Leitung der Provinzialstelle für Urgeschichte am Landesmuseum
Hannover (Organisation der Bodendenkmalpflege)
Beginn des Corpus der Megalithgräber
1928-1935 zunächst Direktorialassistent, später 2. Direktor
des RGZM
zahlreiche Publikationen, insbesondere Materialeditionen
1930 Habilitation an der Universität Marburg (G. von Merhart)
ab 1936 a.o. Professor in Marburg
ab 1935 Direktor der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt
(Nachfolge G. Bersu)
1939/45 während des Krieges Regimentskommandeur u.a. in Norwegen
anschließend Kriegsgefangenschaft
1947-58 Ordinarius der Vor- und Frühgeschichte an der Universität
Kiel (Nachfolge G. Schwantes)
1967 verstirbt S. in Kiel
Literatur
-
Zur Handelsgeschichte der germanischen Bronzezeit. Vorgesch. Forsch. 7
(Berlin, Leipzig 1930)
-
Die germanischen Griffzungenschwerter. Röm. -Germ. Forsch. 5 (Berlin1
Leipzig 1931).
-
Niedersächsische Depotfunde der jüngeren Bronzezeit. Veröff.
urgesch. Slg. Prov.-Mus. Hannover (Hildesheim, Leipzig 1932).
-
Die germanischen Vollgriffschwerter der jüngeren Bronzezeit. Röm.-Germ.
Forsch. 9 (Berlin1 Leipzig 1934).
-
Jungbronzezeitliche Hortfunde Norddeutschlands (Periode IV). Kataloge RGZM
12 (Mainz 1937).
-
Die nordische Megalithkultur. Handbuch der Urgeschichte Deutschlands 3
(Berlin, Leipzig 1938).
-
Jungbronzezeitliche Hortfunde der Südzone des nordischen Kreises (Periode
V) Kataloge RGZM 16 (Mainz 1956):
-
Atlas der Megalithgräber Deutschlands 1, Schleswig-Holstein (Bonn
1966) 2, Mecklenburg, Brandenburg, Pommern (Bonn 1967) 3, Niedersachsen,
Westfalen (Bonn 1975).
-
Die gegossenen Bronzebecken der jüngeren nordischen Bronzezeit. Kataloge
RGZM 19 (Mainz 1979) [zus. mit 0. Höckmann]
WS 1995/96 Mainzer Archäologen
Rafael von Uslar
1908 geboren in Kyritz/ Ostprignitz (15.11.)
Gymnasialbesuch in Kassel und Warburg/Westf.
1926-1932 Studium der Rechtswissenschaften, später der Vor- und
Frühgeschichte, Geologie, Kunst - und Kulturgeschichte in Marburg,
München und Wien
1932 Diss.: Die germanische Keramik in Mittel- und Westdeutschland (G.
von Merhart)
1932 wiss. Hilfskraft in der Röm.-Germ. Kommission, Ffm.
1932-1960 Rheinisches Landesmuseum Bonn (Fundarchiv), zuletzt, Abteilungsdirektor
1941-45 Kriegsdienst
1960-1975 Ordinarius am Institut für Vor- und Frühgeschichte
Mainz lebt in Mainz
Literatur
-
Westgermanische Bodenfunde des ersten bis dritten Jahrhunderts nach Christus
aus Mittel- und Westdeutschland. Germ. Denkm. Frühzeit 3 (Berlin 1938).
-
Die vor- und frühgeschichtliche Besiedlung des Bergischen Landes (
1954) [zus. mit A. Marschall u. K. J. Narr).
-
Über den Nutzen spekulativer Betrachtungen vorgeschichtlicher Funde.
Jahrb. RGZM 2, 1955, 1-20.
-
Studien zu frühgeschichtlichen Befestigungen zwischen Nordsee und
Alpen. Bonner Jahrb. Beih. 11 (Köln 1904)
-
Germanische Sachkultur in den ersten Jahrhunderten nach Christus (1975).
-
Vorgeschichtliche Fundkarten der Alpen. Röm.-Germ. Forsch. 48 (Mainz
1991).
Kurt Böhner
1914 geboren in Halberstadt (29.11.)
1933-1939 Studium in Erlangen und München
1942 Diss.: Die fränkischen Altertümer des Trierer Landes
(H. Zeiß)
1943-1955 Direktorialassisten am Rheinischen Landesmuseum Bonn
1955-1958 Direktor des Rh. LM Bonn
1958-1981 geschäftsführender Direktor des RGZM
lebt in Ehingen
Literatur:
-
Die Frage der Kontinuität zwischen Altertum und Mittelalter im Spiegel
der fränkischen Funde des Rheinlandes. Trierer Zeitschr. 19, 1950,
82-106.
-
Die fränkischen Altertümer des Trierer Landes. Germ. Denkm. Völkerw,
Serie B (Berlin 1958).
-
Das Grab eines fränkischen Herrn aus Morken im Rheinland (Köln
1959).
-
Das frühe Mittelalter. Führer RGZM 1 (Mainz 1970).
zurück