Andreas Lutsch M.A.

Dienstzimmer:  Philosophicum, EG 627
Sprechstunde: im WS 2011/12: Mo, 15.00-16.00
Telefon:  06131 39 20698
Fax:   06131 39 27115
E-mail:  lutsch@uni-mainz.de

 

Andreas Lutsch, geboren 1984 in Landstuhl, studierte von Oktober 2004 bis Oktober 2009 als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes Mittlere und Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und an der University of Glasgow. Von Dezember 2007 bis Oktober 2009 war er studentische Hilfskraft in der Neuesten Geschichte des Historischen Seminars der  Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit November 2009 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Neueste Geschichte.

Andreas Lutsch ist Vorstandsmitglied der Stresemann-Gesellschaft.

 

Dissertationsprojekt

Souveränitätsorientierung und Selbstbeschränkungswille. Deutsche Sicherheitspolitik zwischen Atomwaffensperrvertrag und NATO-Doppelbeschluss

Im Rahmen des Dissertationsprojekts wird die Frage nach Kontinuität und Wandel des für die Geschichte der bundesdeutschen Sicherheitspolitik bedeutsamen Spannungsfeldes „Souveränitätsorientierung und Selbstbeschränkungswillen“ untersucht. Die Geschichte jenes Prinzipienverhältnisses wird dabei anhand zweier zeithistorischer Marksteine exemplifizierend analysiert: anhand der deutschen Sicherheitspolitik zur Zeit der Kontroverse um den Atomwaffensperrvertrag in der Zeit von 1965 bis 1969 einerseits sowie anhand der Aushandlungsphase des NATO-Doppelbeschlusses von 1977 bis 1979 andererseits.
Mit einer spezifischen Perspektive auf die Frage der Bedeutung der Kernwaffe als signum staatlicher Souveränität in der amtlichen Bonner Außen- und Sicherheitspolitik während der 1960er und 1970er Jahre fügt sich das Dissertationsprojekt zugleich in den größeren Forschungszusammenhang zur Entwicklungsgeschichte moderner Staatlichkeit ein und will im Ergebnis einen Beitrag zur Geschichte der Staatlichkeitsvorstellungen und des Souveränitätsverständnisses in Deutschland liefern.
Das Dissertationsprojekt sieht sich einer hermeneutisch-fragegeleiteten und problemorientierten Geschichtsschreibung von der Politik verpflichtet. Im Fokus steht daher das jeweilige Entscheidungshandeln seitens der Staatsleitung der Bundesrepublik Deutschland im Kontext von internationaler Politik und innerstaatlichen Anforderungen.

Zur Realisierung des Dissertationsvorhabens werden sowohl gedruckt vorliegende Quellen ausgewertet als auch solche Quellen in Archiven gesichtet, die erstmals für den gesamten Untersuchungszeitraum zugänglich sind und neue Forschungserkenntnisse versprechen.

 

Publikationen

zus. mit David Schumann, Maastricht 1992 – Europäischer »Staatenverbund« auf dem Weg zum Bundesstaat?, in: Andreas Rödder/ Wolfgang Elz (Hg.), Deutschland in der Welt. Weichenstellungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Göttingen 2010, S. 113-130.

Souveränität im Atomzeitalter? Die nukleare Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland zwischen Atomwaffensperrvertrag und NATO-Doppelbeschluss, in: newsletter des Arbeitskreises Militärgeschichte 16, 2 (2011), S. 4-7.

 

Lehrveranstaltungen

WS 2011/2012

  • Proseminare: Die Ära Schmidt 1974-1982 ( Kurs A & B )

WS 2010/2011

  • Hauptseminar zus. mit Prof. Dr. Andreas Rödder: Auf Leben und Tod? Die Kontroverse um die atomaren Mittelstreckenwaffen 1977-1989
  • Proseminar: Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland in der Ära der Entspannungspolitik (1962-1979)

SS 2010

  • Übung: Grundlagen, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft

 

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