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erklärt

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Editor:
Dr. med.
H. Jastrow


Nutzungs-
bedingungen
Miniaturbildübersicht Speicheldrüsen (Glandulae salivatoriae):
Bereits bezeichnete Abbildungen lassen sich durch Anklicken des Textes aufrufen
Gl. submandibularis
seröse Azinuszelle (Affe)
Azinus mit
Sekretvesikeln 1 (Affe)
Azinus mit
Sekretvesikeln 2 (Affe)
seröses Sekret-
vesikel (Affe)
Azini und
Schaltstück (Affe)
basale Streifung im
Sekretrohr (Affe)
Glandula submandi-
bularis Übersicht (Affe)
Gl. submandibularis
seröser Azinus (Affe)
muköse + seröse Sekretvesikel
Glandula sublingualis (Ratte)
muköse Speicheldrüsenepithel-
zelle der Glandula sublingualis (Ratte)
Detail: muköse
Sekretvesikel (Ratte)
Ohrspeicheldrüse 1
(Ratte)
Ohrspeicheldrüse 2
(Ratte)
Detail: RER
+ Vesikel (Ratte)
Ohrspeicheldrüse 3
(Ratte)
Parotis: Azinus + 
Schaltstück (Ratte)
Azinus Ohrspeichel-
drüse (Ratte)
Schaltstück Ohr-
speicheldrüse (Ratte)
Zu den großen Speicheldrüsen zählen im Einzelnen: Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis), Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis), Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis) in der Mundhöhle und die in den Zwölffingerdarm (Duodenum) mündende Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Kleine Speicheldrüsen finden sich an Gaumen und in der Zunge (siehe unten).
Mundspeicheldrüsen sind alle ekkrine exokrineDrüsen und können folgendermaßen weiter untergliedert werden:
Gruppenname Name der Drüse Sekretart histologische Charakteristika Lage Gangmündung
Glandulae salivatores
majores
Hauptspeicheldrüsen
Gl. parotidea
Ohrspeicheldrüse
serös enge azinöse Endstücke, Schaltstücke, lange & deutliche Streifenstücke,
Fettzellen im Stroma; ein großer Ausführungsgang, genauer Aufbau
in der Parotisloge Papilla ductus parotidei gegen-
über Molaren 16,17 / 26,27
Gl. submandibularis
Unterkieferspeicheldrüse
seromukös
(serös>mukös)
tubulo-azinöse Endstücke, v.Ebner Halbmonde, Myoepithelzellen,
deutliche Streifenstücke, ein großer Ausführungsgang, genauer Aufbau
im Spatium submandibulare Caruncula sublingualis an der
Basis des Frenulum linguae
Gl. sublingualis
Unterzungenspeicheldrüse
mukoserös
(mukös>serös)
tubulo-azinöse Endstücke, v.Ebner Halbmonde, Myoepithelzellen, kurze
Streifenstücke (Schleimtubuli), viele Ausführungsgänge, genauer Aufbau
seitlich hinten auf M. mylohyoideus mehrere Mündungen in Erhe-
bungen der Plica sublingualis
Glandulae salivatores
minores
kleine Speicheldrüsen
Gll. sublinguales minores
kleine Unterzungenspeicheldrüsen
mukoserös
(mukös>>serös)
fast keine Azini, überwiegend tubuläre mukös Endstücke, keine
Streifenstücke, die hintersten werden auch Gll. glossopalatinae genannt
entlang der Plica sublingualis am
Mundboden
mehrere Mündungen in Erhe-
bungen der Plica sublingualis
Gll. labiales
Lippenspeicheldrüsen
seromukös
(serös>mukös)
zusammengesetzt tubulo-azinös, keine Streifenstücke in der Schleimhaut der Ober-
und Unterlippe
Schleimhaut der Ober-
und Unterlippe
Gll. buccales = innere
Wangenspeicheldrüsen
mukoserös
(mukös>serös)
zusammengesetzt tubulo-azinös, keine Streifenstücke in der Wangenschleimhaut mehrere Mündungen in
der Wangenschleimhaut
Gll. molares = äußere
Wangenspeicheldrüsen
mukoserös
(mukös>serös)
zusammengesetzt tubulo-azinös, keine Streifenstücke außen auf dem M. buccinator mehrere Mündungen in
der Wangenschleimhaut
Gll. palatinae
Gaumenspeicheldrüsen
mukös zusammengesetzt tubulös, keine Streifenstücke in der Gaumenschleimhaut Gaumenschleimhaut
Glandulae linguales
Zungendrüsen
Gl. lingualis anterior (Nuhn)
vordere Zungendrüse
mukös zusammengesetzt tubulös, keine Streifenstücke unter der Zungenspitze Schleimhaut unter
der Zungenspitze
Gll. linguales posteriores
hintere Zungendrüsen
mukös zusammengesetzt tubulös, keine Streifenstücke unter der Tonsilla lingualis Krypten der
Tonsilla lingualis
Gll. gustatoriae
von Ebner'sche Spüldrüsen
serös verzweigt azinöse Drüsen, keine Streifenstücke  Schleimhaut unter Geschmacks-
knospen tragenden Zungenpapillen
in Gräben der
Wallpapillen
Aufbau einer größeren Speicheldrüse:
Nach dem Endstück folgt meistens ein Schaltstück mit einschichtig isoprismatischem EpithelDaran schließt sich ein Sekretrohr = Streifenstück = intralobulärer Ausführungsgang (Terminologia histologica: Ductus intralobularis; englisch: intralobular duct) mit einschichtig hochprismatischem Epithel an. Der Name Streifenstück geht auf die licht- aber besonders elektronenmikroskopisch gut erkennbare Streifung an der Basis der Zellen zurück. Diese basale Streifung entsteht durch Reihen annähernd parallel nebeneinander gelagerter Mitochondrien in vielen tiefen basalen Einstülpungen der Zellmembran. Dadurch entstehen viele eng nebeneinander liegende Zellfortsätze (--> Abbildung dazu). In der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und Tränendrüse findet sich keine basale Streifung, der entsprechende Abschnitt des Gangsystems wird dann nur als intralobulärer Ausführungsgang bezeichnet. Sobald der Ausführungsgang das Drüsenläppchen verlassen hat wird er von Bindegewebe umgeben und als interlobulärer Ausführungsgang bezeichnet. Hier findet sich ein zwei-reihig hochprismatisches Epithel mit basalen Ersatzzellen. Je nach Größe der Drüse können sich viele dieser Ausführungsgänge zu einem oder mehreren Hauptausführungsgängen vereinigen, deren Epithel dann mehrreihig ist.

--> Gangsystem größerer Drüsen mit Namen der Terminologie
--> exokrine merokrine Drüsen, Drüsen, Epithel, Sekretvesikel
--> Elektronenmikroskopischer Atlas Gesamtübersicht
--> Homepage des Workshops


Acht Bilder wurden freundlicherweise von Prof. H. Wartenberg zur Verfügung gestellt, übrige Aufnahmen, Seite & Copyright H. Jastrow.