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Editor:
Dr. med.
H. Jastrow


Conditions
of use
Overview blood platelets (Thrombocyti):
Pages with explanations are linked to the text below the images if available! (Labelling is in German)
An entire English version of this page is in preparation!
human blood platelets in
different orientations
detail 1: cross-sec-
tioned blood platelet
detail 2: cytoplasm
with vesicles
detail 3: cytoplasm
of one blood platelet
detail 4: different
vesicles
detail 5: other
vesicles
 aggregation of hu-
man blood platelets
human blood platelets
showing long processes
detail thereof human blood
platelets 1 
human blood
platelets 2
detail: mitochondrium
and vesicles
blood platelets in cross-
and longitudinal section
diverse
blood platelets
human blood
platelets 3
vesicles of a human blood
platelet
several human
blood platelets
human blood platelet
in freeze fracture
human blood platelet with open canalicular system
and vesicles (freeze etching technique image)
onset of aggregation of
human blood platelets
Die Blutplättchen (Thrombocyten; Terminologia histologica: Thrombocyti; englisch: platelets; thrombocytes) sind keine vollständigen Zellen, da ihnen ein Kern fehlt. Die scheibenförmigen Partikel haben einen maximalen Durchmesser von ca. 2 µm und lagern sich insbesondere bei der Blutgerinnung aneinander an. Normalerweise findet man im menschlichen Blut 150.000 - 300.000 Thrombocyten pro mm³. Das Volumen von Thrombocyten beträgt 5,7 - 8,9 Femtoliter; Der Thrombokrit (Anteil der Thrombozyten am gesamten Blutvolumen) 0.14 - 0.27 %; in chilodren up to 0.45 % und nimmt mit dem Alter ab. Thrombocyten sind abgeschnürte Cytoplasmateile der Riesenzellen (Megakaryocyten) des roten Knochenmarks. Die mittlere Lebensdauer der Blutplättchen beträgt 5 - 10 Tage; ihr Abbau geschieht durch Freßzellen (Makrophagen) in Form einer Phagocytose vorwiegend in der Milz und LeberIn der Mitte der Scheibchen finden sich viele Vesikel, die lichtmikroskopisch als Granula (Terminologia histologica: Granula thrombocytica; englisch: thrombocytic granules) erscheinen, daher wird dieses Zentrum als Granulomer (Terminologia histologica: Granulomerus; englisch: granulomere) bezeichnet. Tatsächlich, d.h. elektronenmikroskopisch handelt es sich dabei aber um von Membranen umgebene Vesikel. Außerdem finden sich hier einige Beta-GlykogengranulaUm das Zentrum herum findet sich ein Bereich in dem neben Flüssigkeit Mikrotubuli in größeren Bündeln (Terminologia histologica: Fasciculi microtubulares marginales; englisch: marginal microtubular bundles) und besonders nahe der Zellmembran konzentrierte Mikrofilamente (überwiegend Aktin) vorliegen, der als Hyalomer (Terminologia histologica: Hyalomerus; englisch: hyalomere) bezeichnet wird. Auf der Außenmembran der Thrombocyten findet sich eine Protein-Zuckerschicht, die Glykokalix von 10 - 50 nm Dicke. In die Außenmembran der Thrombocyten stülpt sich das offene canaliculäre System (Terminologia histologica: Systema canaliculare apertum; englisch: open canalicular system) zum Teil sehr tief bis ins Granulomer ein. Es ähnelt glattem endoplasmatischem Retikulum, stellt aber tatsächlich eine von Zellmembran begrenzte Einstülpung (Invagination) des Extrazellularraums dar, daher findet man in seinem Lumen auch eine zarte Glykokalix. Ein zweites Röhrensystem mit elektronendichterem etwas weniger weitem Inneren als das offene canaliculäres System wird als dichtes Röhrensystem (Terminologia histologica: Systema tubulare densum; englisch: dense tubular system) bezeichnet. Es entspricht dem glatten endoplasmatischen Retikulum des Megakaryocyten (aus dem das Blutplättchen hervorging), reichert in seinem Inneren Kalziumionen an und spielt bei der Plättchenaktivierug eine wichtige Rolle.
Im Granulomer finden sich Vesikel mit Durchmessern um die 200 nm, die man unterteilt in elektronendichte und weniger elektronendichte = alpha-Vesikel (Terminologia histologica: Granula alpha; englisch: alpha granules. Leider hat sich die internationale Nomenklatur an tradierten Begriffen und nicht an den Tatsachen orientiert, denn tatsächlich handelt es sich bei diesen und allen im Folgenden genannten "Granula" um Vesikel, da sie von einer Membran umgeben sind. Die alpha-Vesikel sind eine uneinheitliche Population bestehend aus Lysosomen, Peroxysomen und Sekretvesikeln, die Gerinnungsfaktoren enthalten z.B. den Plättchen Faktor 4 und Fibrinogen. Die elektronendichten Vesikel sind in menschlichen Thrombocyten selten und enthalten Serotonin, Adenosindiphosphat (ADP) und Adenosintriphosphat (ATP). Man kann sie noch in Delta-Vesikel (Terminologia histologica: Granulum delta; englisch: delta granule; dense body) und Lambda-Vesikel unterteilen (Terminologia histologica: Granulum lambda; englisch: lambda granule).
Blutplättchen setzen besonders bei íhrem Zerfall des Enzym Thrombokinase frei. Mit Hilfe anderer Faktoren wandelt dieses im Blut vorhandenes Prothrombin zu dem aktiven Enzym Thrombin um, welches das im Blut gelöste Fibrinogen in faseriges Fibrin überführt. Letzteres bildet dann ein Netzwerk, in dem sich neben den anhaftenden Thrombocyten auch andere Blutzellen verfangen, dadurch entsteht ein Blutgerinnsel (Thrombus). Auch die von den Trombocyten ausgebildeten füßchenförmigen beweglichen Fortsätze (Pseudopodien) tragen zum Zusammenhalt eines Thrombus bei.

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Some images were kindly provided by PD Dr. Klinger; other images, page & copyright H. Jastrow.