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Editor:
Dr. med.
H. Jastrow


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Miniaturbildübersicht Eileiter (Tuba uterina):
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Eileiter Übersicht
(Ratte)
schleimbildende
Epithezellen (Ratte)
Epithelzellen
mit Mikrovilli (Ratte)
kinocilientragende
Epithelzelle (Ratte)
idem Übersicht: Kinocilien
und Mikrovilli (Ratte)
Kinocilien im
Querschnitt (Ratte)
Der Eileiter (Terminologia histologica: Tuba uterina; Salpinx; englisch: uterine tube) verbindet den Innenraum der Gebärmutter (Cavum uteri) mit der freien Bauchhöhle und ist einerseits an der Gebärmutter, dem Uterus, angewachsen andererseits endet er mit fingerförmigen Fortsätzen, den Fimbrien. Diese lagern sich beim Eisprung um die Vorwölbung eines sprungreifen Follikels, damit die in der Mitte des Fimbrienkranzes gelegene, ca. 2 mm weite Öffnung der Tube die Eizelle aufnehmen und in die Gebärmutter transportieren kann.
Histologisch von Innen nach außen betrachtet finden sich hier folgende Schichten: eine Schleimhaut (Terminologia histologica: Tunica mucosa; englisch: mucosa; mucous membrane) mit Schleimhautfalten (Terminologia histologica: Plicae mucosae; englisch: mucosal folds) einem einschichtigen hochprismatischen Flimmerepithel (Terminologia histologica: Epithelium simplex columnare; englisch: simple columnar epithelium) mit kinocilientragenden Flimmerzellen (Terminologia histologica: Epitheliocyti ciliati; englisch: ciliated epitheliocytes), Mikrovilli aufweisenden Drüsenzellen  (Terminologia histologica: Exocrinocyti tubarii; englisch: tubal secretory epitheliocytes) und Stiftchenzellen (Terminologia histologica: Epitheliocyti tubarii angusti; englisch: Peg cells; intercalary cells), die absterbende Zellen mit zugrunde gehendem (pyknotischem) Kern darstellen. Ganz unten (basal) auf der Basalmembran des Epithels finden sich noch Basalzellen (Terminologia histologica: Epitheliocyti tubarii basales; englisch: basal epitheliocytes), die sich teilen, wobei eine Tochterzelle basal verbleibt und sich die andere zu Flimmer- oder Drüsenzellen umwandelt (differenziert). Unter dem Epithel folgt eine dünne Schicht aus lockerem Bindegewebe (Terminologia histologica: Lamina propria mucosae; englisch: lamina propria of mucosa) und dann die Muskelschicht  (Terminologia histologica: Tunica muscularis; englisch: muscular layer; muscular coat) mit einer innerer Ringmuskelschicht (Terminologia histologica: Stratum circulare; Stratum internum; englisch: circular layer; inner layer) und einer dünneren äußeren Längsmuskelschicht (Terminologia histologica: Stratum longitudinale; Stratum externum; englisch: longitudinal layer; outer layer). Anschließend findet sich eine weitere Bindegewebsschicht (Terminologia histologica: Tela subserosa; englisch: subserosa; subserous layer) mit Gefäßen, Bindegewebszellen und Fasern. Ganz außen liegt das einschichtige Plattenepithel des Bauchfells (Peritoneum), welches als seröse "Haut" (Terminologia histologica: Tunica serosa; englisch: serosa; serous coat) den Eileiter überzieht.

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