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Sonderforschungsbereich 490 - Projektbereich Z

TP Z2: Zentraler Zuständigkeitsbereich Versuchstiereinrichtung

Projektleiter: Prof. Dr. Matthias J. Reddehase

Die Zentrale Versuchstiereinrichtung (ZVTE) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz versorgt die Arbeitsg ruppen der Universität und des Universitätsklinikums. Sie gewährleistet insbesondere auch die räumliche, personelle und investive Grundausstattung für den Versuchstierbedarf der Sonderforschungsbereiche. Ihr Leiter ist Herr PD Dr. med. vet. et med. habil. K. Reifenberg (Diplomate of the European College of Laboratory Animal Medicine). Standort der Tierhaltung für den SFB ist das Hochhaus am Augustusplatz. Die ZVTE ist gegenwärtig noch dem Naturwissenschaftlich-Medizinischen Forschungszentrum (NMFZ) angegliedert, in dessen Koordinationsausschuss alle SFB Sprecher per Organisationsregelung vertreten sind. Für die Belange der ZVTE wurde vom NMFZ ein Nutzerausschuss bestellt, dem Vertreter der nutzenden Fachbereiche, die Tierschutzbeauftragten der Universität und Vertreter der wesentlichen Nutzerg ruppen angehören. Der Vorsitzende des Nutzergremiums ist Univ.-Prof. Dr. M. J. Reddehase. Personell ist die ZVTE gegenwärtig mit 3 Veterinärmedizinern und ca. 25 Tierpflegern ausgestattet, die einen Bestand von etwa 34.000 Kleinnagern betreuen. Der überwiegende Teil der Tierhaltung ist nach S1 GenTG zugelassen. Drei Versuchstierräume in der Tierhaltung Hochhaus am Augustusplatz stellen eine gentechnische Anlage der Sicherheitsstufe 2 dar. Ein Mitglied des SFB, Frau Dr. Holtappels-Geginat (TP E3), ist BBS für die S1-Anlage der ZVTE. Trotz extrem knapper Personalressourcen (nahezu das gesamte technische Personal wird über Drittmittel finanziert) kann die ZVTE den Nutzern einen Service zur Generierung transgener sowie knock-in und knock-out Mausstämme anbieten und bringt sich darüber hinaus in die hygienische Überwachung der Anlage ein. Das organisatorische Konzept der ZVTE und die Planungen zu einem Neubau der Tierhaltung, an denen Herr Prof. Reddehase maßgeblichen Anteil hatte, wurden vom Wissenschaftsrat im Jahre 2000 positiv begutachtet. In den Neubau integriert ist eine Quarantäne-Station, ein Hochhygiene-Zuchtmodul für konventionelle und gentechnisch veränderte Mausstämme, ZVTE-Labore für die mikrobiologische und genetische Qualitätskontrolle, sowie ein Drittmittel-Verfügungskomplex für tierexperimentelle Arbeiten. Mit der Inbetriebnahme des Neubaus ist Mitte 2009 zu rechnen.

 

Z3: Massenspektrometrie

Projektleiter: Dr. Stefan Tenzer

Protein- und Peptidanalytik stellt im Rahmen der Untersuchungen zur Herstellung und Präsentation von MHC Klasse- I Liganden eine zentrale Anforderung dar. Aus diesem Grund erfolgte im Jahr 2005 durch das Institut für Immunologie die Anschaffung eines Q-TOF Premier Massenspektrometers im Rahmen eines HBFG-Antrags. Da Untersuchungen zur Präsentation von MHC Klasse I Liganden besonders ausgeprägt im Projektbereich E zu finden sind, wurde in der letzten Antragsperiode des SFB 490 eine massenspektrometrische Protein- und Peptidanalytik als Zentralprojekt integriert. In der letzten Antragsperiode wurden einerseits erfolgreich Methoden zur Identifizierung von MHC Klasse I Liganden etabliert und optimiert. Des Weiteren wurde eine reproduzierbare, hochauflösende Trennmethode für Peptide im Kapillarmaßstab etabliert. Basierend auf diesem Systems wurde eine labelfreie Methode für die quantitative Proteom-Analytik (Waters Protein Expression System) etabliert. Hiermit können bis zu 500 Proteine in einer Probe (aus wenigen µg Ausgangsmaterial) identifiziert und quantifiziert werden, was für viele Fragestellungen innerhalb des SFB immense Vorteile bietet. Beispielsweise kann die Zusammensetzung von wildtyp- und rekombinanten Viruspartikeln quantitativ vergleichen werden. Für die Auswertung der massenspektrometrischen Daten stehen verschiedene bioinformatischen Ressourcen zur Verfügung (ProteinLynx Global Server 2.3, Mascot, sowie verschiedene Statistik- und Datenbankapplikationen). Neben der quantitativen Analytik werden zurzeit auch Methoden für die Identifikation posttranslationeller Proteinmodifikationen (Phosphorylierung, Ubiquitinylierung) etabliert.

Das Gerät wird von Dr. Tenzer betreut, der in Mainz die Abteilung Massenspektrometrie erfolgreich etabliert hat. Seine Tätigkeiten für den SFB 490 sollen weiterhin durch eine in diesem Zentralprojekt beantragte TA-Stelle unterstützt werden, Frau Forsch hat sich erfolgreich in die komplexen Aufgaben der Probenvorbereitung, Kalibrierung des Massenspektrometers und der datenbank gestützten Auswertung eingearbeitet. Neben allen SFB Projekten, in denen eine Identifikation von Proteinen (z.B. über die Analyse tryptischer Fragmente) oder Peptiden nötig sein sollte, werden besonders die Projekte E2, E3, E4, E6 und E7 in erheblichem Umfang von diesem Angebot profitieren , aktuell werden mehrere Projekte in Kooperation mit den Teilprojekten D1, D5, E3, E4, E6 und E7 bearbeitet. Die beantragten Sachmittel beziehen sich auf Verbrauchmittel, die sich nicht direkt bestimmten Projekten zuordnen lassen, z.B. Lösungsmittel, Gase und Säulenmaterialien, Etablierung neuer Techniken.

 

 

Ansprechpartner Ansprechpartner

Sprecher:
Univ.-Prof. Dr. S. Bhakdi
Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene
Telefon (0 61 31) 17-73 41
Telefax (0 61 31) 39-3 23 59
E-mail
Homepage

Conny Vieweger
Verwaltung SFB 490
Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene
Obere Zahlbacher Straße 67
55131 Mainz
Telefon: 06131-39-33073
Fax: 06131-39-32359
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Insitut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, 12.05.2008 zum Impressum Impressum    zum SeitenanfangSeitenanfang