aktuelle Forschungsprojekte

DFG-Graduiertenkolleg 1474 "Transnationale Soziale Unterstützung"

Angesichts globaler Entwicklungen können die zukünftigen Herausforderungen sozialer Hilfe nicht mehr allein durch nationalgesellschaftlich orientierte Unterstützungsbeziehungen und -strukturen bearbeitet werden. Das Graduiertenkolleg ist darum auf die empirische Untersuchung Transnationaler Sozialer Unterstützung ausgerichtet. In der Sozialen Unterstützungsforschung sind transnationale Konstellationen bisher kaum erforscht.
Der Forschungsfokus richtet sich dabei auf Unterstützungsherausforderungen und -prozesse im Kontext von Transmigration sowie auf die Rahmung und Initiierung von Sozialer Unterstützung durch Transnationale Organisationen. Diese Forschungsfelder sollen in Bezug auf drei zentrale Forschungsbereiche – „Transnational Family Care“, „Transnational Networks“ und „Transnational Professional Support“ – untersucht werden. Im Anschluss an die Soziale Unterstützungsforschung gilt es in diesen Forschungsbereichen soziale Prozesse und Konstellationen zur Stärkung der Handlungsmächtigkeit der Akteure (agency) zu analysieren.

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Partizipation von Eltern beim Übergang Kita Grundschule


Projektlaufzeit 2011-2012

Wiss. Mitarbeiterinnen: Christine Binz, MA; Annika Pfaff, Dipl. Päd.; Sarah Schmenger, Dipl. Päd.

Projektleitung: Dr. Gunther Graßhoff, Prof. Heiner Ullrich, Dr. Frauke Choi, Prof. Franz Hamburger

Die Bewältigung von Übergängen im Bildungswesen stellt eine wichtige Entwicklungsaufgabe für Kinder und Jugendliche dar. Jeder Übergang bedeutet eine Hürde im Bildungsprozess, aber ebenso die Möglichkeit eines Neuanfangs. Mit dem Wechsel von der Kindertagesstätte in die Grundschule ist eine besondere Herausforderung verbunden; denn hier muss von den Kindern und ihren Familien eine Brücke zwischen zwei unterschiedlichen Systemen (Jugendhilfe und Schule) geschlagen werden. Die bildungspolitische Bedeutsamkeit einer pädagogisch reflektierten Gestattung dieses Übergangs ist mittlerweile unbestritten. Nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern kommen in die Schule. Kindertagestätten und Schulen können sie in gemeinsam organisierten Veranstaltungen, Projekten, Elternabenden usw. auf die Herausforderungen des Übertritts in die Grundschule vorbereiten. Obwohl mit dem Schulanfang im Vergleich zum Wechsel in die weiterführenden Schulen nach dem vierten Schuljahr noch keine Entscheidung über einen Schulabschluss verbunden ist, ist dieser erste Übergang im Hinblick auf die grundlegenden Bildungsorientierungen der Kinder und Eltern höchst bedeutsam. Denn für den Erfolg in der Schule sind nicht nur die Begabung und Motivation des Kindes Ausschlag gebend, sondern auch die unterschiedlichen Ambitionen und kulturellen Ressourcen, mit denen die Eltern ihre Kinder in ihrer je eigenen Bildungsbiographie unterstützen und fördern.

Wir wollen in diesem Projekt genauer untersuchen, wie und wodurch es den Tandems von Kitas und Grundschulen gelingt, die Eltern in die Gestaltung des Übergangs produktiv mit einzubeziehen und für den Bildungsprozess ihrer Kinder zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Auswirkungen unterschiedliche Formen der Übergangsgestaltung auf die schulischen Bildungsorientierungen der Eltern haben.

 

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Migration und Armut: Entstehung und Bewältigung im transnationalen Raum

Die Transmigrationsforschung hat mittlerweile vielfach auf den Beitrag von Migrantinnen und Migranten zur Linderung von Armut in ihren Herkunftsländern hingewiesen. Eine besondere Bedeutung haben dabei die enormen Rücküberweisungen, die sie an ihre Herkunftsländer senden. Wenig weiß man jedoch darüber, welche Bedeutung transnationale Verflechtungen für Migrantinnen und Migranten haben, die im Ankunftsland selbst unter Armut leben. Diese Studie geht deshalb der Frage nach, welche Bedeutung grenzüberschreitende Verbindungen von armen Migrantinnen und Migranten in Deutschland für die Entstehung, Verschärfung und Bewältigung von Armut haben.

Mitarbeiterinnen: Dipl. Päd. Tina Hollstein, Dipl. Päd. Lena Huber
Finanzierung: Exzellenzcluster des Landes RLP „Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke“
Laufzeit: 2009 bis voraussichtlich 2011
http://www.netzwerk-exzellenz.uni-trier.de

 

 

Armutsbewältigung unter Bedingungen der Migration

Die Lebenslagen von Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland überproportional durch knappe finanzielle Ressourcen gekennzeichnet. Dieser Zusammenhang wurde vielfach belegt. Wie allerdings Menschen mit Migrationshintergrund armutsbedingte Problemlagen bewältigen, ist dagegen kaum bekannt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Belastungen von Armut unter Migrationsbedingungen aus Prozessen und Strukturen fehlender Anerkennung und Exklusionserfahrungen resultieren. Diese Prozesse erklären sich sowohl aus der prekären finanziellen Situation der Betroffenen als auch aus ihrem Status als Migrantin bzw. Migrant. Die Bewältigung von Armut unter Bedingungen der Migration zielt dementsprechend nicht nur auf die Linderung finanzieller Problemlagen, sondern geht insbesondere mit dem Streben nach gesellschaftlicher Anerkennung und Partizipation einher.

Mitarbeiterinnen: Dipl. Päd. Tina Hollstein, Dipl. Päd. Lena Huber
Finanzierung: Exzellenzcluster des Landes RLP „Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke“
Laufzeit: 2006-2008

http://www.netzwerk-exzellenz.uni-trier.de

Publikation:
Hollstein, Tina/Huber, Lena/Schweppe, Cornelia: Migration, Armut und Bewältigung. Eine fallrekonstruktive Studie. Weinheimund, München 2010.

Starke Mütter - Starke Kinder

Wissenschaftliche Begleitung eines Modellprojektes zur Förderung von Wahrnehmung und Bildung für Kinder im Alter von 0-3 Jahren aus Familien in schwierigen Lebenslagen

Link zu den Projektergebnissen

Das Modellprojekt "Starke Mütter – Starke Kinder" wird vom Deutschen Kinderschutzbund Mainz e.V. durchgeführt, vom Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt und vom Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Mainz wissenschaftlich begleitet. Das Angebot mit gemischter Komm- und Gehstruktur richtet sich an Kinder im Alter von 0–3 Jahren und deren Familien in benachteiligten Lebenslagen. Durch Erfahrungs- und Lernangebote für die Kinder wird eine erfolgreiche Integration in den Kindergarten vorbereitet. Das Projekt ist im Sozial- und Lebensraum der Zielgruppen implementiert. Es ist in der Mainzer Neustadt angesiedelt, einem Stadtteil, der hohe Anteile an Kindern, an benachteiligten Familien, an allein Erziehenden und an ausländischen Familien aufweist. Ein spezielles Merkmal dieses Projektes ist es, dass Mütter aus dem gleichen Stadtteil durch den Deutschen Kinderschutzbund Mainz e.V. zur „Erziehungspartnerin“ geschult werden. Da sie selbst aus dem Umfeld der Zielpopulation stammen und selbst Mütter sind, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit als kompetente Ansprechpartnerin akzeptiert und können so die Förderziele übermitteln.

Der Fokus der wissenschaftlichen Begleitung liegt auf den drei zentralen Personen Kind, Mutter und Erziehungspartnerin
Die wissenschaftliche Erhebung erfolgt weitgehend über die teilnehmenden Mütter und über die Erziehungspartnerinnen. Hierbei ergeben sich aus der Literatur drei zu evaluierende Hauptbereiche: Die Lebensqualität der Mutter, die soziale Netzwerkstruktur der Familie sowie Risikoeinschätzungen bei Kindeswohlgefährdung. Des Weiteren interessiert sich die wissenschaftliche Begleitung für Motivationen, Ziele und Erwartungen der Erziehungspartnerinnen sowie den Entwicklungsstand des Kindes beim Eintritt in den Kindergarten.
Im Laufe des Projektes sollen mindestens 15, höchstens aber 30 Familien mit Kindern im Alter von 7 Wochen oder älter, begleitet werden. Für die Erhebung sind drei Messzeitpunkte (t0 = beim Einstieg in das Projekt, t1 = nach 15 Monaten, t2 = am Ende des Praxisprojektes) vorgesehen. Dabei wird sowohl auf qualitative als auch auf quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung zurückgegriffen.

Voraussichtliche Projektlaufzeit (Praxisprojekt): 2005–2008

Projektbeteiligte

Prof. Dr. Franz Hamburger

Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke

Dipl.-Psych. Sabine Krömker

Erster Kinder- und Jugendbericht Rheinland-Pfalz

Vom Landtag in Auftrag gegeben, wird der Erste Kinder- und Jugendbericht Rheinland-Pfalz in Kooperation der Universitäten Trier, Koblenz und Mainz erstellt. Ziel ist es, umfassende und differenzierte Daten zum Themenbereich von Kindheit und Jugend aufzubereiten und in systematischer Weise darzustellen. Hierzu gehören Daten über die Lebensbedingungen und -lagen von jungen Menschen und solche über das bereit gestellte Leistungs-/ und Angebotsspektrum für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Neben dieser Bestandsaufnahme werden Handlungsbedarfe aufgezeigt und Empfehlungen für eine „kinderfreundliche Politik“ des Landes Rheinland-Pfalz gegeben.

Leitung: Prof. Dr. Franz Hamburger

ProjektmitarbeiterInnen: Dr. Tarek Badawia; Anja Wrulich, Dipl.Päd.

Heimerziehung als familienunterstützende Hilfe

Anknüpfend an die Ergebnisse des Projektes ‚Familienaktivierende Heimerziehung in Rheinland-Pfalz’ hat im April 2007 das Projekt ‚Heimerziehung als familienunterstützende Hilfe’ begonnen. An diesem Projekt sind zwölf Einrichtungen freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Rheinland-Pfalz gemeinsam mit den kooperierenden Jugendämtern beteiligt. Ziel ist es, den Paradigmenwechsel in der Heimerziehung von einer kind/jugendlichenzentrierten und familienersetzenden Hilfe zu einer familienunterstützenden und lebensweltorientierten Hilfe gezielt zu gestalten.

Leitung: Prof Franz Hamburger (Uni Mainz), Marion Moos und Elisabeth Schmutz (Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz)
Auftraggeber: Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation, Universität Mainz, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz
Laufzeit: 01. April 2007 bis 31. März 2010

Nähere Informationen zum Projekt

 

Sozialpädagogische Fallarbeit

Im Rahmen des Projektes entstehen Materialien und Handreichungen zu der Methode einer sozialpädagogischen Fallarbeit. Beruhend auf der Tradition von qualitativen Verfahren empirischer Sozialforschung werden Instrumente und Dokumente eines sozialpädagogischen Fallverstehens entwickelt, welche sich im Sinne einer "Befremdung der eigenen Praxis" als Professionalisierungsstrategie im Rahmen des Studiums der Sozialen Arbeit benutzen lassen.

Mitarbeiter: Andrea Braun, Dipl. Päd.; Dr. Gunther Graßhoff; Prof. Cornelia Schweppe

Publikation:
Braun, Andrea/Graßhoff, Gunther/Schweppe,Cornelia: Sozialpädagogische Fallarbeit. München 2011.

http://www.reinhardt-verlag.de/de/programm/utb/titel/50405/

Adressatenforschung in der Jugendhilfe

In diesem Projekt wird theoretisch an der Weiterentwicklung sozialpädagogischer Adressatenforschung gearbeitet. Die methodischen Überlegungen münden in ein empirisches Forschungsdesign, in dem die Ermächtigungsprozesse von jungen Menschen in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Jugendhilfe fallrekonstruktiv erforscht und in Bezug zu der "pädagogischen Praxis" der Einrichtungen gesetzt werden.

ProjektmitarbeiterInnen: Prof. Cornelia Schweppe, Dr. Gunther Graßhoff, Norika Rehfeld

Veröffentlichungen aus dem Projektkontext:

Graßhoff, G. (2008): Theoretische Überlegungen zu einem empirischen Programm sozialpädagogischer Adressatenforschung. In: Neue Praxis 38, H. 4, S. 399–408.

Homfeldt, H. G./Schröer, W./Schweppe, C. (Hrsg.) (2008): Vom Adressaten zum Akteur. Soziale Arbeit und Agency: Budrich

Praxisforschungsprojekt Lehrerkooperation

Im Praxisforschungsprojekt Lehrerkooperation wird erforscht, welches die Bedingungen für die Entstehung und das Gelingen einer produktiven Zusammenarbeit in Teams von Lehrerinnen und Lehrern sind und wie die Lehrpersonen in ihren kooperativen Zusammenhängen durch ihre Entscheidungen die jeweilige Einzelschule steuern.

Leitung: Prof. Dr. Franz Hamburger, Prof. Dr. Heiner Ullrich, Dr. Till-Sebastian Idel
Projektmitarbeiter: Dipl.-Päd. Lisa Baum, Dipl.-Päd. Nadine Bondorf


Nähere Informationen zum Projekt

Schuldnerfachberatungszentrum (SFZ)

Die gemeinsam von den Fachbereichen 02 und 03 getragene Forschungs- und Dokumentationsstelle für Verbraucherinsolvenz und Schuldnerberatung arbeitet als 'Kompetenzzentrum' für die Schuldnerberatungsstellen in Rheinland-Pfalz
 
Leitung: Prof. Dr. Cornelia Schweppe/Prof. Dr. Franz Hamburger (FB 02); Prof. Dr. Curt Wolfgang Hergenröder (FB 03)
Finanzierung Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit, Rheinland-Pfalz
Laufzeit seit 01.04.1999
 
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