Aktuelle Projekte

DFG-Graduiertenkolleg 1474 „Transnationale Soziale Unterstützung“

Angesichts globaler Entwicklungen können die zukünftigen Herausforderungen sozialer Hilfe nicht mehr allein durch nationalgesellschaftlich orientierte Unterstützungsbeziehungen und -strukturen bearbeitet werden. Das Graduiertenkolleg ist darum auf die empirische Untersuchung Transnationaler Sozialer Unterstützung ausgerichtet. In der Sozialen Unterstützungsforschung sind transnationale Konstellationen bisher kaum erforscht.Der Forschungsfokus richtet sich dabei auf Unterstützungsherausforderungen und -prozesse im Kontext von Transmigration sowie auf die Rahmung und Initiierung von Sozialer Unterstützung durch Transnationale Organisationen. Diese Forschungsfelder sollen in Bezug auf drei zentrale Forschungsbereiche – „Transnational Family Care“, „Transnational Networks“ und „Transnational Professional Support“ – untersucht werden. Im Anschluss an die Soziale Unterstützungsforschung gilt es in diesen Forschungsbereichen soziale Prozesse und Konstellationen zur Stärkung der Handlungsmächtigkeit der Akteure (agency) zu analysieren.

http://www.transnationalsupport.de

 

Research Cluster "Transnational Social Support"

Das internationale Forschungscluster „Transnational Social Support“ (TSS) zielt auf die transnationale Öffnung und Weiterentwicklung von Sozialer Arbeit und verwandten Bereichen und bildet einen institutionellen Rahmen für die systematische Weiterentwicklung der transnationalen sozialen Unterstützungsforschung.

Angesichts globaler Entwicklungen können die zukünftigen Herausforderungen sozialer Hilfe nicht mehr allein durch nationalstaatlich orientierte Unterstützungsbeziehungen und -strukturen, die an einzelnen Nationen oder Gesellschaften ausgerichtet sind, bearbeitet werden. Dabei gibt TSS eine Antwort auf neue Herausforderungen, die durch den zunehmenden Einfluss von transnationalen sozialen, politischen, ökonomischen und kulturellen Vorgängen und Strukturen auf die Soziale Arbeit resultieren.

Das Cluster versteht sich als ein Raum, der Möglichkeiten zu Forschung, Austausch und Vernetzung sowie zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ermöglicht.

Die Aktivitäten von TSS umschließen folgende Bereiche: 

  • Forschung
  • Nachwuchsförderung (DFG-Graduiertenkolleg 1474 „Transnationale Soziale Unterstützung")
  • Konferenzen und Publikationen
  • Die Zeitschrift "Transnational Social Review ─ A Social Work Journal"

Das Cluster ist standortübergreifend am Institut für Erziehungswissenschaft der JGU und am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Stiftung Universität Hildesheim angesiedelt ist. Hier arbeiten ProfessorInnen und DoktorandInnen verschiedenster wissenschaftlicher Disziplinen in enger Kooperation mit WissenschaftlerInnen aus Kanada, Taiwan, Australien, Deutschland und den USA zu diesem neuen Forschungsfeld.

http://www.tss.uni-mainz.de

 

Transnational Social Review (TSR)

TSR ist eine peer-reviewte Zeitschrift und bietet ein internationales Forum, um Soziale Arbeit und verwandte Disziplinen aus einer transnationalen Perspektive zu diskutieren. Dabei gibt TSR eine Antwort auf neue Herausforderungen, die durch den zunehmenden Einfluss von transnationalen sozialen, politischen, ökonomischen und kulturellen Vorgängen und Strukturen auf die Soziale Arbeit resultieren. Die Zeitschrift zielt auf die transnationale Öffnung und Entwicklung von Sozialer Arbeit und verwandten Bereichen.

Die Zeitschrift wird zweimal im Jahr von einem internationalen Team von Herausgebern und Beirats-Mitgliedern beim Barbara Budrich Verlag veröffentlicht. Geschäftsführende Herausgeberin ist Prof. Dr. Cornelia Schweppe, die Redaktion obliegt Claudia Olivier, beide vom Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Mainz.

TSR erfüllt die Kriterien des Social Sciences Citation Index (SSCI). Sämtliche Artikel durchlaufen ein ausführliches Peer-Review-Verfahren, das sich durch die Auswahl der Herausgeberin und durch anonyme Begutachtungen durch zwei oder mehr GutachterInnen auszeichnet, um die hohe Qualität der Zeitschrift zu gewährleisten. TSR ist auf Nachfrage auch in gedruckter Form erhältlich. Die vorherrschende Sprache der Zeitschrift ist Englisch. Die Online-Publikation bietet zudem die Möglichkeit, Versionen der Beiträge in der Sprache, in der sie im Original geschrieben wurden, zu veröffentlichen.

Jede Ausgabe besteht sowohl aus einem Themenschwerpunkt, allgemeinen Aufsätzen und Buch-Rezensionen. Darüber hinaus enthält TSR den frei zugänglichen Bereich „Mapping Transnationalism“, der kurze, aktuelle Berichte über Forschung, Lehre, Sozialpolitik und Praktiken beinhaltet, die die transnationalen Welten der Sozialen Arbeit betreffen.

Die ersten beiden Ausgabe von TSR legten ihren Schwerpunkt auf „The Transnational Organization of Care“ und „Researching Transnationalism in Social Work“. Die kommenden Ausgaben werden auf die Themen, „Transnational Social Networks“ und „Transnational Aging“ eingehen.

Wir freuen uns, mit TSR ein Forum für Diskussionen, Debatten und für die Verbesserung von zentralen Ideen im entstehenden Feld der Transnationalen Sozialen Arbeit anbieten zu können.

http://www.tsr-journal.com 

 

Armutsbewältigung unter Bedingungen der Migration

Die Lebenslagen von Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschlandüberproportional durch knappe finanzielle Ressourcen gekennzeichnet. DieserZusammenhang wurde vielfach belegt. Wie allerdings Menschen mitMigrationshintergrund armutsbedingte Problemlagen bewältigen, ist dagegenkaum bekannt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Belastungen vonArmut unter Migrationsbedingungen aus Prozessen und Strukturen fehlenderAnerkennung und Exklusionserfahrungen resultieren. Diese Prozesse erklärensich sowohl aus der prekären finanziellen Situation der Betroffenen als auchaus ihrem Status als Migrantin bzw. Migrant. Die Bewältigung von Armut unterBedingungen der Migration zielt dementsprechend nicht nur auf die Linderungfinanzieller Problemlagen, sondern geht insbesondere mit dem Streben nachgesellschaftlicher Anerkennung und Partizipation einher. Mitarbeiterinnen: Dipl. Päd. Tina Hollstein, Dipl. Päd. Lena Huber Finanzierung: Exzellenzcluster des Landes RLP „GesellschaftlicheAbhängigkeiten und soziale Netzwerke“ Laufzeit: 2006-2008

http://www.netzwerk-exzellenz.uni-trier.de

Publikation: Hollstein, Tina/Huber, Lena/Schweppe, Cornelia: Migration, Armut und Bewältigung. Eine fallrekonstruktive Studie. Weinheimund, München 2010

 

Migration und Armut: Entstehung und Bewältigung im transnationalen Raum

Die Transmigrationsforschung hat mittlerweile vielfach auf den Beitrag von Migrantinnen und Migranten zur Linderung von Armut in ihren Herkunftsländern hingewiesen. Eine besondere Bedeutung haben dabei die enormen Rücküberweisungen, die sie an ihre Herkunftsländer senden. Wenig weiß man jedoch darüber, welche Bedeutung transnationale Verflechtungen für Migrantinnen und Migranten haben, die im Ankunftsland selbst unter Armut leben. Diese Studie geht deshalb der Frage nach, welche Bedeutung grenzüberschreitende Verbindungen von armen Migrantinnen und Migranten in Deutschland für die Entstehung, Verschärfung und Bewältigung von Armut haben.

Mitarbeiterinnen: Dipl. Päd. Tina Hollstein, Dipl. Päd. Lena Huber
Finanzierung: Exzellenzcluster des Landes RLP „Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke“
Laufzeit: 2009 bis voraussichtlich 2011

http://www.netzwerk-exzellenz.uni-trier.de

 

Adressatenforschung in der Jugendhilfe

In diesem Projekt wird theoretisch an der Weiterentwicklung sozialpädagogischer Adressatenforschung gearbeitet. Die methodischen Überlegungen münden in ein empirisches Forschungsdesign, in dem die Ermächtigungsprozesse von jungen Menschen in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Jugendhilfe fallrekonstruktiv erforscht und in Bezug zu der "pädagogischen Praxis" der Einrichtungen gesetzt werden.

Gemeinsam mit Dr. Gunther Graßhoff

 

Sozialpädagogische Fallarbeit

Im Rahmen des Projektes entstehen Materialien und Handreichungen zu der Methode einer sozialpädagogischen Fallarbeit. Beruhend auf der Tradition von qualitativen Verfahren empirischer Sozialforschung werden Instrumente und Dokumente eines sozialpädagogischen Fallverstehens entwickelt, welche sich im Sinne einer "Befremdung der eigenen Praxis" als Professionalisierungsstrategie im Rahmen des Studiums der Sozialen Arbeit benutzen lassen.

Gemeinsam mit Dr. Andrea Braun und Dr. Gunther Graßhoff

Publikation: Braun, Andrea/Graßhoff, Gunther/Schweppe, Cornelia. Sozialpädagogische Fallarbeit, München 2011.

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