Abgeschlossene Projekte

1. Modellprojekt Fort- und Weiterbildung in Psychoanalytischer Pädagogik

Laufzeit: 01.10.1995 bis 31.03.1998
Förderung: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung Rheinland-Pfalz
Leitung: Univ.-Prof. Dr. Evelyn Heinemann
Mitarbeiter: Prof. Dr. S. Kratzsch, M. Barthel-Rösing, E. Mohr

Die Fort- und Weiterbildung erstreckte sich über zwei Jahre. Sie umfasste Einzel- und Gruppenveranstaltungen mit SonderschullehrerInnen/Diplom-SonderpädagogInnen.
Theorie der Psychoanalytischen Pädagogik und ihrer Praxis (60 Doppelstunden); Gruppenanalytische Selbsterfahrung (70 Doppelstunden); Fall-Supervision in der Gruppe (40 Doppelstunden); Einzelsupervision (12Stunden pro Teilnehmer).

2. Feldforschung: Transsexualität in Polynesien

Laufzeit: 01.10.1996 bis 31.09.1997
Förderung: Universität Mainz
Leitung: Univ.-Prof. Dr. Evelyn Heinemann                                     

Veröffentlichungen:

Heinemann, E., Fakafefine: Männer, die wie Frauen sind Inzesttabu und Transsexualität in Tonga (Polynesien). In: Psyche, Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen, H.5, 1998, 472-498

Heinemann, E., Fakafefine - Men who behave like Women. Incestaboo and Transsexuality in Tonga (Polynesia). In: Gender and Psychoanalysis, Vol.5, Nr.2, 2000, International Universities Press, Boston, 155-18

3. Modellprojekt: “Förderung der Integration behinderter und nicht behinderter Kinder und Jugendlichen durch Psychomotorik und integrative Freizeitangebote

Projekt zur Förderung von Studium und Lehre
(Ausschreibungsverfahren 1999)

Laufzeit: WS 1999/00 bis SS 2001
Förderung: Mittel aus dem Projekt zur Förderung von Studium und Lehre, Universität Mainz
Leitung: Dr. Sabine Hecklau-Seibert

4. Psychoanalytische Psychotherapie mit Erwachsenen mit geistiger Behinderung

Laufzeit: 01.01.1999 bis 31.09.2005
Leitung: Univ.-Prof. Dr. Evelyn Heinemann

Als Psychoanalytikerin behandelte Frau Univ.-Prof. Dr. Evelyn Heinemann Erwachsene mit geistiger Behinderung an der Universität Mainz.

Veröffentlichungen:
Heinemann, E., Hopf, H., Psychische Störungen in Kindheit und Jugend. Symptome - Psychodynamik – Fallbeispiele - psychoanalytische Therapie, Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2001, 354 Seiten, 3. überarbeitete Auflage 2008

Heinemann, E., Psychische Störungen bei geistiger Behinderung. In: Hopf, H. und Windaus, E. (Hrsg.), Lehrbuch der Psychotherapie, Band V: Psychoanalytische und tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, München 2007

Heinemann, E., Autistische Störungen. In: Hopf, H. und Windaus, E. (Hrsg.), Lehrbuch der Psychotherapie, Band V: Psychoanalytische und tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, München 2007

Heinemann, E., Sexuelle Störungen. In: Hopf, H. und Windaus, E. (Hrsg.), Lehrbuch der Psychotherapie, Band V: Psychoanalytische und tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, München 2007

 

5. AD(H)S

Laufzeit: 01.09.01 - 31.03.04

Förderung: Frauenbüro der Universität Mainz

Leitung: Univ.-Prof. Dr. Evelyn Heinemann

Mitarbeiterinnen: Dipl.-Päd. A. Vowinkel, Dr. C. Roggensack

ADS mit und ohne Hyperaktivität ist in den vergangenen Jahren in Medien und Wissenschaft viel diskutiert worden. Einerseits wird die Diagnose inflationär angewandt, andererseits scheinen immer mehr Kinder Anpassungsprobleme zu haben. Die Behandlung mit Ritalin, der Verbrauch hat sich von 1989 - 1999 verdreißigfacht, ist aus psychoanalytischer Sicht unzureichend. Die zentrale Frage des Forschungsprojektes war, welche psychodynamischen Konflikte hinter der Diagnose stehen und wie mit pädagogischen Mitteln - an Stelle des Ritalin - eine Förderung der Entwicklung der Kinder durchgeführt werden kann.

Das Projekt gliederte sich in 3 Teile:

a) Besuch der Familien in deren häuslicher Umgebung. Durchführung von psychoanalytischen Gesprächen (Heinemann, Vowinkel).

b) 6-monatige Behandlung von einzelnen Kindern mit Hilfe der psychoanalytischen Pädagogik (Heinemann, StudentInnen der Sonderpädagogik).

c) Durchführung von LehrerInnen-Fortbildungs-Seminaren zum Thema AD(H)S aus systemischer Sicht (Roggensack).

Veröffentlichungen:

Heinemann, E., Hopf, H., AD(H)S. Symptome - Psychodynamik - Fallbeispiele - Psychoanalytische Theorie und Therapie, Kohlhammer Verlag Stuttgart 2006, 193 Seiten

Heinemann, E., Der psychische Konflikt in der motorischen Unruhe - mit Beiträgen aus der ethnopsychoanalytischen Forschung. In: Arbeitshefte Kinderpsychoanalyse Nr. 31, März 2002, Seite 113-129

Heinemann, E., ADS mit und ohne Hyperaktivität bei Jungen und Mädchen. Ein psychoanalytisches Forschungsprojekt zur Genderforschung. In: Zeitschrift Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, Jg. 34/H. 1/2003, Seite 321-337

Roggensack, C., Mythos ADHS: Konstruktion einer Krankheit durch die monodisziplinäre Gesundheitsforschung. Heidelberg 2006

6. Männlichkeit, Migration und Gewalt

Laufzeit: 01.12.2007 bis 01.10.2008

Leitung: Univ.-Prof. Dr. E. Heinemann

Durchführung wöchentlicher psychoanalytischer Gespräche über den Zeitraum von sieben Monaten in einer Justizvollzugsanstalt für Jugendliche und Heranwachsende mit Genehmigung des entsprechenden Justizministeriums durch Frau Univ.-Prof. Dr. E. Heinemann.

Ziel des Forschungsprojektes war, die bewussten und unbewussten Konflikte in der Entwicklung zur Gewaltkriminalität von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verstehen. Psychoanalytische Gespräche sollten die Fähigkeit der Jugendlichen zu mentalisieren und damit ihre Gewaltbereitschaft zu kontrollieren, anregen.

Veröffentlichung:

Heinemann, E., Männlichkeit, Migration und Gewalt. Psychoanalytische Gespräche in einer Justizvollzugsanstalt, Kohlhammer Verlag Stuttgart 2008

 

7. Psychoanalytische Sonderpädagogik in einem Pflegeheim für Senioren

Laufzeit: seit 01.07.2009 bis Frühjahr 2010

Leitung: Univ.-Prof. Dr. E. Heinemann

Förderung: Institut für Erziehungswissenschaft

Hiwi's: Sabine Schmidt, Nicole Augustin, Anne-Kathrin Müller, Gabriele Krawczyk

In Deutschland leiden derzeit 1,1 Millionen Menschen an Demenz. 30 - 40 % der über 80-Jährigen sind von der Erkrankung betroffen. Innerhalb der nächsten 20 Jahre wird sich diese Zahl verdoppeln. Bisher hat sich die Sonderpädagogik mit diesem Thema nicht auseinandergesetzt, da das Feld "Altenarbeit" traditionell der Pflegewissenschaft und Sozialpädagogik zugeordnet wurde. Die Sonderpädagogik hat aus ihrer langjährigen Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Körperbehinderungen und geistigen Behinderungen gute Ansätze entwickelt, die auch zur Förderung von alten Menschen mit Demenz geeignet sind. Das Forschungsprojekt hat das Ziel, sonderpädagogische Ideen, Konzepte und Theorien in einem Pflegeheim exemplarisch umzusetzen. Im Zentrum des Projektes steht auch der Versuch, Demenz psychoanalytisch zu verstehen und zu behandeln.

Veröffentlichung: Heinemann, E., Psychoanalytische Pädagogik in einem Pflegeheim für alte Menschen. In: Heinemann, E., Hopf, H. (Hrsg.), Psychoanalytische Pädagogik. Theorien - Methoden - Fallbeispiele, Kohlhammer Verlag Stuttgart 2010  

8. Bindungsentwicklung Frühgeborener. Eine Langzeitstudie aus psychoanalytischer Sicht

Laufzeit: 01.07.2010 bis Frühjahr 2012

Leitung: Prof. Dr. E. Heinemann

Kooperationspartner:   Mainzer Psychoanalytisches Institut (MPI), Frühgeborenenambulanz Universitätsmedizin Mainz, Neonatologische Intensivstation, Prof. Dr. E. Mildenberger Universität Mainz, Institut für Erziehungswissenschaft, AG Sonderpädagogik  

Veröffentlichungen: Meddur-Gleissner, Sevgi, Psychoanalytische Unterstützung Frühgeborener und ihrer Eltern. In: Heinemann, E., Hopf, H. (Hrsg.), Psychoanalytische Pädagogik. Theorien - Methoden - Fallbeispiele, Kohlhammer Verlag Stuttgart 2010  

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