Master-Studiengang Erziehungswissenschaft
Die Prüfungsordnung, das Modulhandbuch und die Studienverlaufsmodelle stehen Ihnen an der dieser Stelle als PDF-Download zur Verfügung:Prüfungsordnung Master Erziehungswissenschaft (Stand: Mai 2012)
Modulhandbuch Master Erziehungswissenschaft (Stand: September 2011)
Studienverlaufsmodelle Master Erziehungswissenschaft (Stand: September 2011)
Veranstaltungsangebot:
Hier finden Sie eine Übersicht, die Ihnen zeigt welche Veranstaltungen im Wintersemester und welche Veranstaltungen in Sommersemester angeboten werden:
Das Institut für Erziehungswissenschaft bietet mit Beginn des Wintersemesters 2011/2012 einen Master-Studiengang Erziehungswissenschaft an. Der Studienbeginn ist im Wintersemester und im Sommersemester möglich. Dieser ist im Wintersemester 2011/2012 zulassungsfrei und beinhaltet die folgenden vier Schwerpunkte:
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Lebenslanges Lernen und Medienbildung
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Rekonstruktive Bildungsforschung
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Sonderpädagogik
- Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Internationalität/ Transnationalität
Die Struktur des Master-Studiengangs Erziehungswissenschaft, der sich momentan im Akkreditierungsverfahren befindet, ist in den jeweiligen Studienrichtungen gleich. Die beiden ersten Module der Allgemeinen Erziehungswissenschaft werden für alle Studienrichtungen angeboten, danach folgen die Module drei bis sechs mit den spezifischen Inhalten der einzelnen Schwerpunkte. Im siebten Modul werden empirische Forschungsmethoden, Forschungsdesigns und studentische Forschungsprojekte, die sich an den Inhalten der Schwerpunkte orientieren, erarbeitet. Im achten Modul können die Studierenden zwischen unterschiedlichen Studienleistungen wählen. Der Master-Studiengang wird im neunten Modul mit der Anfertigung der Masterarbeit und der mündlichen Masterprüfung abgeschlossen.
1. Lebenslanges Lernen und Medienbildung
Der Schwerpunkt Lebenslanges Lernen und Medienbildung reagiert auf die bildungspolitischen Herausforderungen der Wissensgesellschaft, Kompetenzpotentiale und Lernprozesse über die gesamte Lebenszeit sowohl innerhalb als auch außerhalb von Bildungseinrichtungen zu fördern. Damit sind neue Handlungsanforderungen für professionelle Lernbegleiter verknüpft, insbesondere auf den Gebieten Bildungsmanagement, Bildungs- und Lernberatung, Medienbildung und Lehren und Lernen mit neuen Medien. Der Studienschwerpunkt bereitet auf Führungsaufgaben in gesellschaftlichen Institutionen der allgemeinen, beruflichen und medienbezogenen Bildung vor, indem theoretische, forschungsbezogene und handlungspraktische Kompetenzen erarbeitet werden.
Im Studienschwerpunkt Lebenslanges Lernen und Medienbildung können Sie sich mit folgenden Inhalten auseinandersetzen:
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Theoretische Grundlagen des Lebenslangen Lernens und in der Medienbildung
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Bildungsmanagement/Bildungs- und Lernberatung
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Medienbildung/Lehren und Lernen mit neuen Medien
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Lernforschung/Medienforschung
In welchen Bereichen können Sie später arbeiten?
Institutionen der Erwachsenenbildung/Weiterbildung in Hinsicht auf allgemeine Erwachsenenbildung und Berufliche Weiterbildung, Selbstlernzentren, Organisationen der Bildungs- und Lernberatung, Berufliche und Betriebliche Aus- und Weiterbildung, berufliche Wiedereingliederung, Train the trainer, Weiterbildung pädagogischen Personals, Eltern- und Familienbildung, Personalentwicklung/Organisationsentwicklung, medienpädagogische Einrichtungen im kommunalen und kirchlichen Bereich, Jugendmedienschutz, medienpädagogisch orientierte Kinder- und Jugendarbeit, Fernsehsender, Verlage, Multimediaproduzenten und E-Learning.
Ansprechpartner des Studienschwerpunktes:
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Univ.-Prof. Dr. Heide von Felden (Lebenslanges Lernen)
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Univ.-Prof. Dr. Stefan Aufenanger (Medienbildung)
Die Sprechzeiten finden Sie hier.
2. Rekonstruktive Bildungsforschung
I.Theorie
- Historische und systematische Diskurse der Pädagogik zu Kindheit und Jugend: Entwicklungs- und Bildungsforschung mit dem Fokus auf die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen.
- Bildung und Ausbildung im gesellschaftlichen Kontext: Bildungsbegriffe; soziale und kulturelle Differenzen und Probleme in Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen; Institutionen und Organisationen der Kinder- und Jugendarbeit
- Unterschiedliche Dimensionen einer rekonstruktiven pädagogischen Kindheits- und Jugendforschung: z.B. Migration, Geschlecht, Generation, Demokratie
II. Empirie
- Biographieforschung (z.B. Biographien als Bildungsgeschichten)
- Methoden qualitativ-rekonstruktiver Forschung: Erhebungs- und Auswertungsverfahren
- Forschungspraxis: Planung, Design und Durchführung empirischer Studien
Was meint Rekonstruktive Bildungsforschung?
- Bildung: Theorien der Bildung und Erziehung, der Sozialisation und Entwicklung bilden die Grundlage für das Verstehen des Wandels von Kindheit und Jugend sowie für die theoretische Reflexion und empirische Forschung in der Erziehungswissenschaft
- Bildungsforschung: starke Forschungsorientierung
- Rekonstruktive Bildungsforschung: qualitative, den Sinn und die Bedeutung von Entwicklungs- und Bildungsprozessen erschließende Forschung, die sowohl inner- und außerhalb von Institutionen und Organisationen stattfinden, und die den Fokus auf das Erleben von Kindern und Jugendlichen und die Prozesse der Individuierung legt.
- Breite Qualifizierung im Bereich der Bildungsforschung (vs. Spezialisierung auf ein Berufsfeld)
In welchen Bereichen können Sie später arbeiten?
Mögliche Bereiche sind Lehre und Forschung an der Universität, an Fachhochschulen oder an außeruniversitären Forschungsinstitutionen. Weitere Arbeitsfelder sind z.B. die Beratung öffentlicher und privater Einrichtungen im Sozial- und Bildungswesen, von Politik und Verwaltung sowie Öffentlichkeits- und Kulturarbeit. Auch Tätigkeiten in Unternehmen spielen eine zunehmend größere Rolle.
Ansprechpartner des Studienschwerpunktes:
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Univ.-Prof. Dr. Detlef Garz
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PD Dr. Stefan Weyers
Die Sprechzeiten finden Sie hier.
3. Sonderpädagogik
Außerschulische Sonderpädagogik antwortet auf die Komplexität der modernen Gesellschaft, in der Menschen dank der Fortschritte der Medizin immer länger leben. Frühgeborene, Menschen mit chronischen Erkrankungen, aber auch Menschen im hohen Lebensalter sind dabei überdurchschnittlich häufig von Behinderungen betroffen. Die zunehmende Komplexität der Gesellschaft mit Migration, Zerbrechen familiärer Bindungen und anderen Belastungen kann gerade im Kindes- und Jugendalter emotionalen und sozialen Problemen führen. Somit besteht ein stetig steigender Bedarf an qualifizierten Sonderpädagogen und der Neukonzeption von institutionellen Angeboten, die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen.
Im Studienschwerpunkt Sonderpädagogik können Sie sich mit folgenden Inhalten auseinandersetzen:
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Sonderpädagogik und Lebenslauf (Kindheit, Erwachsenenalter, Alter)
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Psychoanalytische Pädagogik
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Inklusion, Partizipation und Empowerment im Bereich Wohnen, Leben, Arbeit, Freizeit
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Spezielle Förderung (insbesondere Psychomotorik) und inklusive Bildung
In welchen Bereichen können Sie später arbeiten?
Für Absolventen des Studienschwerpunktes Sonderpädagogik stehen alle Arbeitsfelder der außerschulischen Sonderpädagogik offen, diese sind beispielsweise: Frühförderung und familienentlastende Dienste, sonder- und integrationspädagogische Vorschuleinrichtungen, schulbegleitende und -unterstützende sowie freizeitpädagogische Angebote, der Übergang in Arbeit und Beruf und die Stabilisierung der Teilhabe am Arbeitsleben (z.B. berufsvorbereitende und -begleitende Bildungsmaßnahmen, Imtegrationsfachdienste, WfbM, Berufsförderungs- und -bildungswerke, u.a.), stationäre und ambulante Wohnformen in allen Altersstufen, Rehabilitationseinrichtungen, ambulante oder stationäre Unterstützungvon Menschen mit altersbedingten Behinderungen und/oder Demenz.
Ansprechpartner des Studienschwerpunktes:
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Univ.-Prof. Dr. Evelyn Heinemann
Die Sprechzeiten finden Sie hier.
4. Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Internationalität/Transnationalität
Dieses Studienangebot reagiert auf die zunehmende Bedeutung von Globalisierungs- und Europäisierungsprozessen, die die Sozialpädagogik in ihrem Kern treffen. Die Berufsentwicklung der Sozialpädagogik zeigt, dass zunehmend international qualifiziertes Fachpersonal benötigt wird und internationale Qualifikation von zentraler Bedeutung sind. Dies betrifft auch die lokalen Praxisfelder der Sozialpädagogik vor Ort, die sich in besonderer Weise auf sich verändernde AdressatInnengruppen und Problemlagen einstellen müssen. Gleichsam eröffnen sich zunehmend Berufsperspektiven in internationalen und transnationalen Arbeitsfeldern, Organisationen und Netzwerken.
Im Studienschwerpunkt Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Internationalität/Transnationalität können Sie sich mit folgenden Inhalten auseinandersetzen:
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Theoretische Ansätze und Grundlagen der Sozialpädagogik im internationalen/transnationalen Kontext
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Arbeitsfelder und Organisationen der Sozialen Arbeit in internationalen/transnationalen Feldern
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Sozialpädagogisches Handeln
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(internationale/transnationale) Forschung in der Sozialpädagogik
In welchen Bereichen können Sie später arbeiten?
Der Studienschwerpunkt qualifiziert für ein breites Spektrum von sozialpädagogischen Arbeitsfeldern. Zum Beispiel: Kinder- und Jugendhilfe, internationale/transnationale Organisationen und Netzwerke im Bereich sozialer Hilfen, Bildung, Migration und Gesundheit, soziale Dienste der Flüchtlingshilfe, (internationale) Jugendarbeit, sozialpädagogische Beratung, Altenhilfe, internationaler Studentenaustausch, Diversitätsmanagement.
Ansprechpartner des Studienschwerpunktes:
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Univ.-Prof. Dr. Cornelia Schweppe
Die Sprechzeiten finden Sie hier.