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 Das Fach Meteorologie

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Meteorologie

Forschungsziele
Die Meteorologie bestimmt durch Messungen den Zustand der Atmosphäre und leitet daraus -basierend auf den Gesetzen der Physik, Chemie und Mathematik, sowie früheren Messungen- Wissen und Kenntnisse über die Atmosphäre, ihren Zustand und ihre Eigenschaften ab. Dazu werden Modelle entwickelt, die entsprechend der Fragestellung unterschiedlich komplex sind.
In bestimmten Bereichen befindet sich die Meteorologie im Zustand der Daten- und Erkenntnisgewinnung und alle Arbeiten dabei dienen der Grundlagenforschung. In anderen Bereichen sind Verständnis, Erfahrung und technologisches Know-how so gewachsen, dass Vorhersagen -zum Beispiel bezüglich des Wetters- möglich sind und zunehmend genauer werden.
Bemerkenswert ist, welche Anteile und welche Prozesse in der Atmosphäre sich immer noch einer routinemäßigen Erfassung entziehen. Dies trifft etwa auf die hohe Atmosphäre zu, die durch Ballons und Raketen nur punktweise erreichbar ist. Satelliten liefern zwar Informationen rund um die Uhr, doch die sind ausschließlich über die Messung von Strahlung (also "Bildern") gewonnen worden, und ihre Daten bedürfen der Anpassung und Eichung an die physikalischen und chemischen Parameter, die man erfassen will. So kann man etwa an die Temperatur denken, einen klassischen Parameter, der den Energieinhalt der Luft beschreibt. Messungen vom Satelliten aus ergeben eine Strahlungstemperatur, die physikalisch durchaus aber eine andere Eigenschaft ist.
Wie jeder weiß, ist der Zustand der Atmosphäre in höchstem Maß wechselnd, von Ort zu Ort, von Tag zu Tag, ja von Stunde zu Stunde. Es ist nicht möglich diese Variation messtechnisch zu erfassen bzw. aufzulösen. Der zeitliche und örtliche Abstand der Messungen muss gefüllt werden und zwar mit Modellen, die aus Anfangsdaten und Erhaltungssätzen weitere Entwicklungen errechnen. Das geht aber nur, wenn die physikalischen und chemischen Gesetzmäßigkeiten bekannt sind. Und da setzt die Forschung an. So werden im Labor einzelne Vorgänge untersucht, etwa die Schadstoffaufnahme beim Fallen einzelner Regentropfen. Oder es wird die Umströmung von Hindernissen untersucht. Die Ergebnisse gehen dann parametrisiert, also durch möglichst wenige Gleichungen vereinfacht dargestellt, zumeist in lokale Modelle ein, die vielleicht später einmal in regional und globale Modelle eingefügt werden. So kann letztendlich die Wettervorhersage und/oder auch die "Klimavorhersage" verbessert werden. Und dies ist von eminenter Bedeutung für unsere Gesellschaft und die Menschheit insgesamt, wie durch zunehmende Schäden auf Grund von Stürmen, Überflutungen und auch grenzüberschreitenden Ereignissen wie etwa des Tschernobylunfalls, oder der luftgetragenen Ausbreitung von Schadstoffen, Krankheitserregern etc. dokumentiert ist.


Auszug aus dem Studienführer des Fachbereichs Physik
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