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Es ist bekannt, dass die Routinewetterbeobachtung und
-vorhersage ein Arbeitsgebiet der Meteorologen ist. Weitere Einsatzgebiete
ergeben sich wegen der Kenntnis über die Ausbreitung und die chemischen
Vorgänge in der Atmosphäre auf dem Gebiet der Luftreinhaltung und der
atmosphärischen Hygiene. So arbeiten Ämter für Luftreinhaltung mit Meteorologen
und beim Bau von Häusern, Fabriken und Straßen sind Meteorologen gefragt
wegen der möglichen Auswirkungen auf das Klima und die Gesundheit von
Mensch, Flora und Fauna. Im Bereich des Pflanzenschutzes etwa eröffnen
Meteorologen durch die Vorhersage und Feststellung bestimmter atmosphärischer
Zustände, Schutzmaßnahmen (Einsatz von Insektiziden) gezielt, punktgenau,
wirksam und sparsam einzusetzen.
Aber ein Studium der Meteorologie ist auch eine ausgezeichnete
Vorbereitung auf Berufe in vielen anderen Bereichen. So ist es längst
üblich Meteorologen im Bereich der Versicherungen (Wetterextreme:
Sturm, Hochwasser, Dürren, und der numerischen Modellierung von Schadensverläufen
und Risikoabschätzungen), Banken (Optionen auf wetterabhängige Güter
und Ereignisse, statistische oder analytische Analysen des Börsengeschehens,
sowie der Entwicklung von neuen Finanzprodukten), Schifffahrt, Luftverkehr,
Stadtämtern, staatliche Verwaltung bis hin zur Unternehmensberatung
einzusetzen. Weiterhin finden ausgebildete Meteorologen Arbeit in
den Forschungsabteilungen der chemischen Industrie, der Luft und Raumfahrt,
bei Automobil- und Verbrennungstechnik, der messtechnischen Industrie,
im Pharmabereich, sowie der Computerindustrie. Die ausgeprägte Kenntnis
beim Umgang mit vielen Daten empfiehlt Meteorologen auch auf dem Gebiet
der (großvolumigen) Datenbanken und der Verarbeitung von Satellitendaten.
Auszug aus dem Studienführer des
Fachbereichs Physik |