|
Studium
Das Fach Meteorologie
|
|
Meteorologie |
|
|
Einordnung des Faches |
|
Die Meteorologie befasst sich mit unserer Umwelt, der Lufthülle
der Erde, der Atmosphäre. Zum Arbeitsgebiet gehören dabei
die Beobachtung (Messung), die Analyse der erhaltenen Daten und die
theoretische Interpretation und Aufarbeitung. Das geschieht mit Hilfe
von physikalischen und chemischen Gesetzmäßigkeiten. Die
gewonnenen Erkenntnisse sollen es erlauben, unsere Umwelt besser zu
verstehen und menschliche Eingriffe abzuschätzen. Die Wettervorhersage
ist nur ein kleines Teilgebiet dieser Aktivitäten.
Häufig wird die Meteorologie als
Physik der Atmosphäre
verstanden. Das erfasst aber nur
einen Teil des komplexen Geschehens. Typische physikalische/chemische
Beobachtungsgrößen für die Atmosphäre sind Luftdruck,
Wind, Temperatur, Niederschlag, Feuchte, Einstrahlung, aber auch das
Vorkommen und die Konzentration von Spurenbestandteilen, wie Spurengase
(z.B. Ozon), Staub (und dessen Inhaltsstoffe), Wolken und Eis.
Die Mittel zur Beschreibung der Verteilung und der Wirkungen sind
die Gesetze der Hydrodynamik, Thermodynamik und Ausbreitung von sichtbarer
und infraroter Strahlung zur Erfassung des Energiehaushaltes der Atmosphäre.
Die Meteorologie ist ein Musterbeispiel eines interdisziplinär
angelegten Faches der Umweltwissenschaften. Daher sind zum Verständnis
auch Gesetzmäßigkeiten der Chemie, Biologie, Geowissenschaften
und Medizin erforderlich. Besonders die Chemie der Atmosphäre
hat sich in den letzten 30 Jahren, ausgehend von einem Mainzer Meteorologen,
zu einem eigenständigen Wissenschaftszweig entwickelt. Bisheriger
Höhepunkt ist die Verleihung des Nobelpreises für Chemie
1995 an den Mainzer Paul Crutzen, einem ausgebildeten Meteorologen,
vom benachbarten Max-Planck-Institut für Chemie gewesen. Professor
Crutzen erhielt den Preis für seine herausragenden Beiträge
zur Erforschung des Ozonloches.
Wissenschaftliche Bindungen bestehen aber auch zu den Geowissenschaften,
wie der Geophysik und der Ozeanographie. Die Zuordnung des Faches
Meteorologie an den Hochschulen in Deutschland und der Welt ist nicht
einheitlich. Am häufigsten findet man das Fach in den Fachbereichen
und Fakultäten für Physik oder Geowissenschaften, aber auch
an den Fakultäten für Agrar-, Forst- oder Umweltwissenschaften.
Die aktuelle Diskussion über Klimaänderung, aber auch die
sich anscheinend häufenden Umweltkatastrophen und -belastungen
zeigen die Notwendigkeit sich mit dem Fachgebiet zu beschäftigen,
halten die Meteorologie im öffentlichen Interesse und versprechen
eine interessante und langfristige Entwicklung des Faches.
Auszug aus dem Studienführer des
Fachbereichs Physik |
|
|
Institutsgebäude

Wetterdaten

WebCam
|