Gutenberg-Stipendium der Stadt Mainz

 

Das Stipendium wird jeweils im Wintersemester ausgeschrieben und jährlich im Juni (Johannisfest) von der Gutenberggesellschaft an solche Studierende der Mainzer Hochschulen vergeben, die eine wissenschaftliche oder künstlerische Arbeit vorlegen, deren Thema im Zusammenhang mit der Stadt Mainz steht. Über die Vergabe entscheidet ein aus Vertretern der Stadtratsfraktionen, den Präsidenten der Hochschulen in Mainz und studentischen Vertretern zusammengesetztes Kuratorium unter dem Vorsitz des Mainzer Oberbürgermeisters. Interessenten melden sich bei: Förderungs- und Sozialberatung, Johanna EHLERS, Forum 1, Zi. 00-106, Mo-Do 11-12, Tel. 39-2 23 17.

(Abschrift aus dem Vorlesungsverzeichnis)

Als Ergänzung:  johanna.ehlers@verwaltung.uni-mainz.de

 

 

Kurzbericht zur Preisverleihung eines Gutenberg-Stipendiums für Doreen Buse* (FB Sport) am 18. Juni 2002 im Ratssaal der Stadt Mainz

 

Insgesamt wurden Preise für 9 Absolventen der Fachhochschule Mainz und für 8 Absolventen der Johannes Gutenberg-Universität für Examensarbeiten und Dissertationen verliehen. In seiner Laudatio erwähnte der Kulturdezernent der Stadt Mainz, Herr P. Krawietz, daß der Mainzer Stadtrat 1946 unter großen finanziellen Opfern seinen Willen zum Wiederaufbau von Stadt und Universität für Stipendien zugunsten Mainzer Studierender 50.000 DM bewilligt habe – Stipendien in einer Zeit, in der es kaum weitere Stipendien gab. 1984 wurde das Gutenberg-Stipendium umgestellt. Dem Kuratorium gehören neben dem Oberbürgermeister 7 Mitglieder des Stadtrats, die Präsidenten der Universität und der Fachhochschule sowie 2 Studierendenvertreter des ASTA (die schon seit Jahren nicht mehr erschienen seien) an. Trotz finanzieller Schwierigkeiten der Stadt Mainz wurden auch für das Jahr 2002 insgesamt 13.500 € ausgeschüttet. Neben dem Geldpreis soll mit der Urkunde eine bleibende Erinnerung und die Verbundenheit mit der Stadt Mainz zum Ausdruck kommen. Der langjährige Delegierte der Universität (Prof. Dr. Dr. O. Böcher) wurde verabschiedet und hervorgehoben, daß er sich stets mit sämtlichen eingereichten Arbeiten intensiv befaßt habe und sie während der Kuratoriumssitzungen dann in brillanter Weise vorgestellt hätte. Aufgrund seiner Emeritierung würde auch seine Amtszeit im Kuratorium enden, weshalb er mit 2 Geschenken bedacht wurde: 1. Vivaldi-Musik, 2. eine Miniaturausgabe des Vaterunser aus der Druckwerkstatt des Gutenbergmuseums.

 

Kommentar zur Nachfolge: Ein Nachfolger konnte bisher nicht gefunden werden - immerhin gibt es hierfür weder PBK-, Flächenbemessungs- oder Impact-Punkte beziehungsweise einen sonstigen Bonus, weshalb es sicher nicht leicht sein wird, einen Idealisten als Nachfolger zu finden.

 

H.-V. Ulmer (Mainz)

 

 

* Gesundheit, Körperideal und Leistung als Motive zum Sporttreiben in kommerziellen Fitneßstudios – Ein soziokultureller Vergleich zwischen neuen und alten Bundesländern am Beispiel der Landeshauptstädte Erfurt und Mainz

http://www.uni-mainz.de/FB/Sport/physio/pdffiles/buse%20dipl.pdf