Liturgiewissenschaft und Homiletik
Vorlesung (LA
Gymnasien) H.Becker
Grundkurs
Liturgie I: Liturgiegeschichte.
Von den
jüdischen Wurzeln bis ins 3. Jahrtausend –
Liturgiegeschichte
als Inkulturation
1
std., Do 16:15 - 17, Hs 15
Beginn 31.10.1002
Erläuterungen und
Literaturhinweise
Der Grundkurs
Liturgie I ist verpflichtend für alle Lehramtskandidaten, die jetzt mit ihrem
Studium beginnen oder 'Liturgie' noch nicht gehört haben. Er ist Teil eines
eigens für Staatsexamenskandidaten zusammengestellten Curriculums im Rahmen der
Neuordnung der Lehre.
"Wer die Vergangenheit nicht kennt, den kann
es die Zukunft kosten" (R. Kunze). Die Geschichtlichkeit des Menschen
stellt uns vor die Wahl, entweder unsere in der Gegenwart sich auswirkende
Vergangenheit zu vergessen bzw. zu verdrängen oder den enttäuschenden aber
notwendigen Weg zurückzugehen, um so selbst zu verstehen und frei zu werden für
die Zukunft. Die Interpretation zentraler Quellen der Liturgiegeschichte von
den jüdischen Wurzeln bis zur Gegenwart soll ein Beitrag zum Verständnis der
Grundlagen unserer heutigen, geschichtlich gewordenen Problemsituation sein und
zugleich in kritischer Weise Beurteilungskriterien (nicht Rezepte!) für einen
verantwortbaren Vollzug der Liturgie und ihre Gestaltungsmöglichkeiten an die
Hand geben.
& -Th.Klauser,
Kleine Abendländische Liturgiegeschichte, Bonn 1965.
- A.Baumstark, Vom
geschichtlichen Werden der Liturgie, Freiburg 1923 (= Darmstadt 1971).
-J.A.Jungamnn,
Liturgie der christlichen Frühzeit bis auf Gregor den Großen, Freiburg/ Schweiz
1967.
Vorlesung (Diplom) H. Becker
Die Messe.
Historische Fundamente, spirituelle Dimensionen, pastorale Perspektiven
2-std.,
Mo, 9:15 – 10, 12:15 – 13, Hs 15
Beginn 28.10.2002
Erläuterungen und
Literaturhinweise
Ausgangspunkt ist eine theologische Grundlegung der
Eucharistie (Versammlung, Pascha, Bundeserneuerung, Gedächtnis, Danksagung,
Parusie, Opfer, Mahl, Feier). Im Zentrum der Vorlesung steht die Darstellung
der geschichtlichen Entwicklung von den jüdischen Wurzeln bis zum Vaticanum II,
um so den notwendigen Hintergrund zu geben für die Erörterung der lilturgischen
Sinnstruktur und die Ableitung unaufgebbarer Prinzipien für die konkrete Gestaltung
des sonntäglichen Gemeindegottesdienstes.
Weitere Gesichtspunkte der Vorlesung werden sein:
Theologie des Wortes Gottes und der christlichen
Verkündigung; Typologie des Wortgottesdienstes (Messe, Stundengebet,
Katechese, Andacht, Predigtgottesdienst); Elemente und Struktur (Lesungen,
Predigt, Gesänge, Gebete); Gestaltungsmöglichkeiten.
& -
J. A. Jungmann, Missarum Sellemnia I+II, Freiburg 51962.
- J. A. Jungmann, Messe im
Gottesvolk, Freiburg 1970.
- R. Berger,
Tut dies zu meinem Gedächtnis, München 1971.
- H. B. Meyer, Eucharistie. Geschichte,
Theologie, Pastoral. Gottesdienst der Kirche.
Handbuch der Liturgiewissenschaft 4,
Regensburg 1989.
Proseminar (Diplom) A.
Albert-Zerlik
Methodisch-thematische Einführung in die Liturgiewissenschaft
2-std., Do, 14:30 – 16:00,
R 01 - 545
Beginn: 29.10.2002
Anmeldung: Liste am Schwarzen Brett
Erläuterungen und Literaturhinweise
Das liturgiewissenschaftliche Proseminar hat zum
Ziel, den Studierenden im Diplom-Studiengang eine grundlegende theologische
Orientierung der Liturgie zu vermitteln und das reiche Themenspektrum sowie die
damit verbundene Methodenvielfalt innerhalb der Liturgiewissenschaft und
angrenzender - auch außertheologischer Fachgebiete - aufzuzeigen. Schwerpunktmäßig
sollen am Beispiel der Tagzeitenliturgie die grundlegenden Elemente,
Strukturen, Themen sowie die spirituelle Dimension der Liturgie
herausgearbeitet werden.
& Allgemeine Einführung in das Stundengebet, in: Dokumente zum
Römischen Stundengebet. (Nachkonziliare Dokumentation 34), Trier 1975;
ebenfalls in: Stundenbuch I, S. 13-106.
Seminar (Diplom, LA Gymnasien) H. Becker zus. mit A.
Albert-Zerlik und D. Fugger
„Stern über Bethlehem“ – Epiphaniefest und Dreikönigsfestbrauchtum
2-std., Di 14.30-16.00, R. 01-421
Beginn: 28.10.02
Erläuterungen und Literaturhinweise
Das seit dem 4. Jh. im Osten
entstandene Epiphaniefest ist das älteste Weihnachtsfest der Kirche.
Ziel des Seminars ist es,
ein Bild von seiner Entwicklung nachzuzeichnen, ausgehend von seinen
Bedeutungen als Fest der Geburt und der Taufe Jesu bis hin zu der der im
Mittelalter aufkommenden Huldigung der drei heiligen Könige.
Dies soll geschehen anhand
der exemplarischen Untersuchung von liturgischen Quellen: Lesungen, Predigten,
Gebeten. Dabei gilt besondere Aufmerksamkeit der poetischen Dimension der
Tradition, vor allem der reichen Überlieferung der Hymnen bis hin zum Neuen
Geistlichen Lied. Daneben sollen als wesentlicher Aspekt der Festkultur Formen
der Volksfrömmigkeit, wie z. B. das Sternsingen, in den Blick genommen werden.
& -
Auf der Maur, Hansjörg, Epiphanie, in: Ders., Feiern im Rhythmus der Zeit
I (Gottesdienst der Kirche. Handbuch der
Liturgiewissenschaft V, hg. von H. B. Meyer u.a.), Regensburg 1983, 154-165.
-
Förster, Hans, Die Feier der Geburt Christi in der alten Kirche, Tübingen 2000.
-
Schier, Volker, Tropen zum Fest der Erscheinung des Herrn, Paderborn u.a. 1996.
-
Stemmler, Theo, Liturgische Feiern und geistliche Spiele, Tübingen 1970.
- Kehrer, Hugo, Die Heiligen Drei Könige in Literatur und
Kunst, 2 Bände, Leipzig
1908f, Nachdruck Hildesheim 1976.
Seminar (Diplom, LA Gymnasien) H.
Becker m. Chr. Reich u.a.
„denn Dein ist die Herrlichkeit“
Doxologische Spurensuche in die Geschichte und Gegenwart.
Interdisziplinäres ökumenisches hymnologisches Seminar.
2-std., Blockveranstaltung,
Z.u.O.n.V.
Termin: 24.-28.3.2003
Anmeldung: Persönliche Anmeldung erforderlich
Erläuterungen
und Literaturhinweise
An ausgewählten Gesängen
aus Geschichte und Gegenwart (Altes Testament, Alte Kirche, Orthodoxie,
Neuzeit) sollen das Gewicht, der Glanz, aber auch die Fremdheit der Doxa
aufgezeigt und die Gestalt von Doxologie in unterschiedlichen Zeiten und
konfessionellen Prägungen untersucht werden. Fundamentaltheologisch wird nach
der Bedeutung von Doxologie als Gestalt von Theologie gefragt werden. Neben der
Arbeit an Texten wird musikalische Erfahrung die Tage prägen.
Seminar (Diplom, LA Gymnasien) H.
Becker m. W. Simon
Bilder der Kunst. Lesen und interpretieren
- im Kontext von Liturgie und Unterricht.
2-Std., Do 17:15 – 18:45, R
01 - 421
Beginn: 31.10.2002
Anmeldung: Eintrag in die Anmeldeliste
im Geschäftszimmer des Seminars für Religions-
pädagogik, R 01-607 (Begrenzte
Teilnehmerzahl: 15 Teilnehmer/innen!)
Erläuterungen und
Literaturhinweise
„Du sollst dir kein Bildnis machen“ – „Der Glaube
kommt vom Hören“, dennoch: Bilder haben eine große Macht und spielen in der
Geschichte des Glaubens eine wichtige Rolle, wenn auch ihre theologische
Berechtigung Gegenstand von heftigen Kontroversen war und ist.
Das Seminar versucht sich den Bildern zu nähern. Es
geht um methodische, meditative und didaktische Zugänge sowohl für Unterricht
und Katechese als auch für Predigt und Gottesdienst.
Ausgewählt wurden 10 theologisch herausragende
Texte des Alten und Neuen Testamentes: Der Turmbau, Abraham, Jona, die
Verkündigung, der Seesturm, der Kruzifixus, die Anastasis, Auferstehung, Emmaus
und Pfingsten. Das Schweißtuch der Veronika mit dem wahren Antlitz Christi
(vera ikon) bietet Möglichkeiten, Entstehung und Problematik der Bilder
herauszuarbeiten. So versteht sich das Seminar als Auseinandersetzung mit der
biblischen Botschaft in einem zu Unrecht als marginal bezeichneten Feld.
Um Bilder in unterschiedlichen Kontexten zum
Sprechen zu bringen, muss man das Sehen von
Bildern üben und ein Gespür für den künstlerischen und theologischen
Mehrwert der Bilder entwickeln. Ziel des Seminars ist es, für eine solche
Wahrnehmung und für einen solchen Umgang mit Bildern der Kunst zu qualifizieren.
& - Alex
Stock (Hg.), Wozu Bilder im Christentum. Beiträge zur theologischen
Kunsttheorie, (PiLi 6 ), St. Ottilien 1990
- Rita
Burrichter (Bearb.), Bilder im Religionsunterricht. Zeitschriften – Aufsätze –
Bücher (= Im Blickpunkt 17), Münster:
Comenius-Institut, 2000
- Günter Lange, Bilder zum
Glauben. Christliche Kunst sehen und verstehen, München 2002
- Hans Belting, Bild und
Kunst. Eine Geschichte des Bildes vor dem Zeitalter der Kunst, München 1990
- Gertrud
Schiller, Ikonographie der christlichen Kunst, Gütersloh 1966
- Roelof von
Straten, Einführung in die Ikonographie, Berlin 1989
Oberseminar (Diplom, LA Gymnasien) H.
Becker u.a.
Hymnologie interdisziplinär
Blockseminar, 2-std.,
Z.u.O.n.V.
Anmeldung: Persönliche Anmeldung erforderlich
Erläuterungen
Das Seminar wird als
Blockseminar durchgeführt. Es werden Projekte im Bereich der Kirchenliedforschung
besprochen mit dem Ziel, Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit der
Fächer Theologie (evangelisch und katholisch), Musikwissenschaft, Buchwissenschaft
und Literaturwissenschaft (Mediävistik und Neuere deutsche Literaturgeschichte)
auszuloten. Das Seminar ist Teil des Studienprogramms des Graduiertenkollegs
"Kirchenlied und Geistliches Lied interdisziplinär". Für die
Stipendiaten des Kollegs ist die Teilnahme Pflicht. Eine kleinere Zahl weiterer
Interessenten kann aufgenommen werden. Die Anmeldung erfolgt persönlich beim
Seminarleiter.
Oberseminar (Diplom, LA Gymnasien) H.
Becker u.a.
Raum und Ritual
Blockseminar, 2-std.,
Z.u.O.n.V.
Anmeldung: Persönliche Anmeldung erforderlich
Repetitorium (LA Gymnasien) A.
Albert-Zerlik
Grundkurs Liturgie I: Liturgiegeschichte
1-std., Z.u.O.n.V.
Anmeldung: Liste am Scharzen Brett
Oberseminar (Diplom, LA Gymnasien) H. Becker u.a.
Thanatologie
2-std., Z, u. O. n. V.
Anmeldung: Persönliche Anmeldung erforderlich
Kirchenmusikalisches Praktikum M.
Bitsch-Molitor
Trutz-Nachtigall
Verkündigung
des Glaubens und Erneuerung der Frömmigkeit.
Friedrich
Spee und seine Lieder.
2-std., Di 19.30-21, Alter
Musiksaal
Beginn: 29.10.2002
Anmeldung: Liste am Schwarzen Brett
Erläuterungen und Literaturhinweise
Friedrich
Spee, als Vorkämpfer gegen die Hexenverbrennung bekannt, gehört nicht nur zu
den großen Dichtern des Barock, sondern kann als der bedeutendste katholische
Kirchenlieddichter gelten. Die Übung nimmt den Titel seiner Liedersammlung
„Trutz-Nachtigall“ auf.
Inhaltlich
beleuchten die Lieder Spees die Mysterien des Kirchenjahres, das Lob der
Schöpfung sowie die Verehrung der Heiligen. Musikalisch eröffnen die
verschiedenartigen Vertonungen ein weites Spektrum an Formen und Stilen. In
ihnen wird die unverbrauchte poetische Kraft der Lieder spürbar; so können sie
auch heutiges Singen inspirieren.
Innerhalb
der Übung wird die Beschäftigung mit „O Heiland, reiß die Himmel auf“ auf
besondere Weise einführen in eine Abendmusik am 06.12. in der Augustinerkirche,
die von den Regionalkantoren in Zusammenarbeit mit dem Erbacher Hof
veranstaltet wird.
Kolloquium zu Themen wissenschaftlicher Arbeiten (Diplom und LA Gymnasien)
H.
Becker
2-std., Z.u.O.n.V.
Kolloquium zu Themen wissenschaftlicher Arbeiten (Doktorandinnen und
Doktoranden)
H.
Becker
2-std., Z.u.O.n.V.