Kurs 5: Opernproduktion
23. August bis 8. Oktober 2010
Georg Friedrich Händel: Amadigi di Gaula (HWV 11)
Dieser Kurs steht nur Mitgliedern des Jungen Ensembles offen.
Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Musikalische Leitung: Prof. Michael Schneider
Regie: Peer Boysen
Gesangscoach: Prof. Claudia Eder
Premiere am 8. Oktober 20109, Staatstheater Mainz, Kleines Haus
Prof. Michael Schneider
Mit einem Preis beim Internationalen ARD-Wettbewerb München begann Michael Schneider 1978 seine solistische Karriere als Blockflötist. Er ist Mitbegründer des bis heute bestehen-den Kammermusikensembles „Camerata Köln“. Seit 1988 leitet er als Dirigent sein Barock-orchester „La Stagione Frankfurt”.
Gastdirigate führten ihn u.a. mit der Capella Coloniensis, dem Israel Chamber Orchestra oder dem Zürcher Kammerorchester zusammen; Opernproduktionen mit Werken von Händel, Hasse, Monteverdi und Telemann leitete er an verschiedenen Bühnen und bei den Händel-Festspielen in Göttingen oder Halle/Saale.
1980 wurde Schneider als Professor an die UdK Berlin berufen; seit 1983 wirkt er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt/M., wo er das "Institut für Historische Interpretationspraxis" einrichtete. Rund 100 CD-Aufnahmen dokumentieren seine Vielseitigkeit in diesem Bereich.
2000 erhielt er den Telemann-Preis der Stadt Magdeburg für seine Verdienste um dessen Werk.
Peer Boysen
Peer Boysen stammt aus Bochum. Nach dem Abitur in Hamburg und mehreren Assistenzen erhielt er 1984 sein erstes Festengagement als Bühnenbildner am Mainzer Theater. Daneben arbeitete er für die Theater in Ulm, Gießen, Stuttgart, Kaiserslautern, Hannover, München und Wien. 1990 gab er sein Regiedebüt an der Münchner Schauburg, die ihm darauf ein festes Engagement anbot. Als Opernregisseur debütierte Peer Boysen 1994 in Wiesbaden mit Händels „Oreste“, „Serse“ und „Rinaldo“. Weitere Händel-Inszenierungen folgten: „Deidamia“ mit La Stagione Frankfurt unter Michael Schneider für die Händel-Festspiele Göttingen, „Giustino“, „Almira“, „La Resurrezione“ und „Giulio Cesare“ für die Händel-Festspiele Karlsruhe sowie „Rodelinda“ für die Händel-Festspiele Halle – alle mit dem Dirigenten Michael Hofstetter, mit dem Peer Boysen seither eine enge Zusammenarbeit verbindet, die mit Glucks „Ezio“ und Cimarosas „Gli Orazi e i Curiazi“ für die Schlossfestspiele Ludwigsburg ihre Fortsetzung fand. Weitere Inszenierungen entstanden ebenfalls in Personalunion als Regisseur und Ausstatter am Münchner Gärtnerplatztheater, Prinzregententheater und der Münchner Biennale, der Dresdner Semperoper, dem Theater an der Wien, der Wiener Volksoper, dem Marinskijtheater St. Petersburg sowie an den Theatern in Freiburg, Weimar, Bremen, Bielefeld, Köln und Montpellier. Das Landestheater Innsbruck verpflichtete ihn 2004 für einen Zyklus mit Mozarts da Ponte-Opern „Le nozze di Figaro“, „Don Giovanni“ und „Così fan tutte“. Am Staatstheater Mainz war - nach seinen Regiearbeiten von Verdis „Don Carlo“ und Webers „Freischütz“ – in der Spielzeit 2008 / 2009 seine Inszenierung von Glucks „La Semiramide riconosciuta“ zu erleben.
Prof. Claudia Eder
Im 6. Jahr findet die Internationale Sommerschule Singing Summer unter der künstlerischen Leitung der renommierten Mezzosopranistin statt. Ihre Opern- und Konzerttätigkeit führte sie u.a. nach München, Wien, London, in die USA und nach Japan sowie zu den Salzburger Festspielen. Sie ist Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Mainz, leitet Internationale Meisterkurse und ist als Jurorin großer Wettbewerbe tätig.