Ralf Otto

Ralf Otto war nach dem Studium an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und der Johann Wolfgang Goethe-Universität zunächst als Kirchenmusiker an der Thomaskirche in Hofheim am Taunus tätig. 1980 gründete er das Vokalensemble Frankfurt, mit dem er erste bedeutende internationale Erfolge errang. Seit 1986 ist er Künstlerischer Leiter des Bachchors Mainz und dirigiert die großen chorsinfonischen Kon­zerte der Abonnementreihe sowie eine fortlaufende Aufführungsserie der Kirchenkantaten Johann Sebastian Bachs im Rahmen der Universitäts­gottesdienste in der Christuskirche.

Von 1990 bis 2006 hatte Ralf Otto eine Professur für Chordirigieren an der Folkwang Hochschule in Essen inne, seitdem ist er in gleicher Position an der Hochschule für Musik Mainz tätig. Daneben arbeitete er in der Vergangenheit regelmäßig mit dem Münchener Bach-Chor sowie mit den Rundfunkchören des NDR und WDR zusammen. Auch als Orchesterdirigent ist Otto hoch geschätzt – er wirkte als Gastdirigent unter anderem bei der Staatsphil­harmonie Rheinland-Pfalz, dem Frankfurter Opernhaus- und Museums­orchester, der Jungen Deutschen Philharmonie, den Barockorchestern L'arpa festante und Concerto Köln, dem Württembergischen Kammerorchester Heil­bronn, der Philharmonia Hungarica, dem Münchener Rundfunkorchester und der Polnischen Kammerphilharmonie. Von 1998 bis 2000 war er Chefdirigent des Jugend-Sinfonie-Orchesters des Landes Hessen.

Konzertreisen führten Ralf Otto in viele Länder Europas und nach Übersee; so dirigierte er außer bei den Frankfurt Festen, dem Schleswig-Holstein-Musik­festival und den Kasseler Musiktagen unter anderem bei den Festivals in Toulouse, Lourdes, Paris, Maastricht, Arezzo, Porto Torres, Santiago di Compostela, Buenos Aires, Sao Paulo, Rio de Janeiro und Montevideo. Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen mit Werken von Monte­verdi bis Tüür bestätigen die Vielseitigkeit des Dirigenten. Jüngste Produktion ist die CD „NOËL“, die die schönste Chormusik der französischen Romantik zur Weihnachtszeit vereint (2008).


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