Debatte
Was ist Debattieren?
Debattieren hat nichts mit Stammtisch zu tun. Stattdessen treten ein Pro - und Contra-Team gegeneinander an, um über eine bestimmte Streitfrage aus verschiedenen Themenbereichen (z.B. Sollte ein Führerschein ab 16 Jahren eingeführt werden?) nach festen Regeln zu debattieren. Die Positionen werden ausgelost: Das steigert den Spaß und gleichzeitig lernt man, sich in Problemstellungen hineinzudenken und Argumente gegeneinander abzuwägen. Wichtig: Beim Debattieren geht es nicht um die eigene Meinung!
Nach einer Vorbereitungszeit von 15 Minuten treten die Teams gegeneinander an. Jeder Debattier erhält eine 7 Minuten lange Rede. Die Seiten wechseln sich beim Reden ab: Auf den ersten Redner der Pro-Seite folgt der erste der Contra-Seite usw. Der Redner argumentiert für seine Seite und widerlegt zugleich die Aussagen der Gegenpartei. Diese kann Zwischenfragen stellen und damit auf Unklarheiten oder eine falsche Argumentation hinweisen. So bleibt die Debatte lebendig und spannend.
Jedes Team will das Publikum und die Jury vom eigenen Standpunkt überzeugen. Ob und wie gut sie dieses Ziel erreicht haben, erfahren sie nach der Debatte im Feedback der Juroren. Hier gibt es Tipps und jeder Redner erfährt, was er gut gemacht hat und wo er sich noch verbessern kann.
Während in angelsächsischen Ländern seit mehr als hundert Jahren debattiert wird, ist diese Streitkultur in Deutschland noch relativ jung, erfreut sich jedoch zunehmender Beliebtheit an deutschen Hochschulen. Erst 1991 wurde der erste deutsche Debattierclub gegründet. Seit dem Start der ZEIT-Debatten im Jahre 2001 haben mehr als 6.000 Studenten Rededuelle vor einem großen Publikum ausgetragen. Mittlerweile gibt es in Deutschland über 60 Clubs an Universitäten, die sich regelmäßig bei Turnieren treffen - Tendenz steigend.
Sonntag, den 09. Mai 2010 um 12:46 Uhr

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