Debattierclub Johannes Gutenberg e.V.
Münster
Ein kleines Mädchen will gehört werden – Licht und Schatten bei der ZEIT DEBATE Münster
Am vergangenen Wochenende vom 11.-13. Mai fand die ZEIT DEBATTE Münster statt. Das Turnier hatte eine Besonderheit: Es war das letzte große BPS Turnier vor der Meisterschaft im deutschsprachigem Debattieren, die im Juni in Wien stattfindet. Mainz reiste mit einer großen Delegation – Klassenfahrt wurde mehrmals in den Raum geworfen – in die studentische Fahrradstadt am Aasee.
Für Mainz startete das Team Anton (Sarah und Willy), Berti (Sina und Marcel), Conni (Thore und Caro), Det (Ally und Betty) und Edi (Nicolas und Natalie). Die Teams wurden von den Juroren Marietta, Andrea und Marina begleitet.
Über fünf Runden mussten sich die Teams schlagen, bevor der Break am Samstagabend verkündet wurde. Die Chefjuroren Clemens Lechner, Dessislava Kirova und Lukas Haffert stellten abwechslungsreiche Themen, die stets für Spannung und Debatten auf hohem Niveau sorgten. Leider lief das Turnier etwas unglücklich für Mainz, sofern man die Rednerseite betrachtet. Kein Team breakte, vier Teams scheiterten extrem knapp am Teambreak. Etwas Hoffnung besteht immer noch, eine verpatze Generalprobe und so ; )
Auch wenn kein Team ins Halbfinale breakte, so freute sich der ganze Club besonders für Andrea und Marietta, die beide sich bis ins Finale vorkämpften – Andrea als Jurorin, Marietta in der Ehrenjury.
Im Finale stand sich ein Team aus Hamburg (Kira und Melanie), eins aus Stuttgart (Michael und Igor), eins aus Berlin (Kai und Florian) und ein Team aus München (Wladi und Markus) gegenüber, die zum äußerst schwierigen Thema, ob iranische Nuklearwissenschaftler gezielt getötet werden sollen, debattieren sollten. In einer schwierigen, aber guten Debatte setzte sich Stuttgart durch. Michael gilt hier ein doppeltes Lob, er wurde bester Finalredner. Herzlichen Glückwunsch nach Stuttgart für eine starke Leistung!
Ein besonderes Highlight des Finales war das Grußwort der DDG-Vizepräsidentin Marietta Gädeke. In einer emotionalen und sehr ansprechenden Rede, erzählte sie von Ihrer Debattierkarriere und wie sie „gehört werden wollte“. In beeindruckendem Stile wurde sie gehört, es wurde gelacht und es wurde applaudiert, für eine sehr ehrliche aber gelungene Reflexion, was das Debattieren bedeutet und was es bedeuten kann.
Auch wenn es sportlich nicht optimal lief, schaut der DCJG auf eine tolle ZEIT DEBATTE zurück, die immer wieder ihre Höhepunkte hatte und auf eine Klassenfahrt die mal wieder so richtig Spaß gemacht hat. Vielen Dank an alle Teilnehmer und Gratulation an die professionelle und charmante Gastgeberin Teresa Widlok!
Samstag, den 19. Mai 2012 um 20:24 Uhr
Dresden
Blühende Landschaften hinter einer Berliner Mauer
Am Wochenende vom 28. und 29. April fand in Dresden das „Saggsn Masders“ statt. Da Marietta Chefjurorin in einem hervorragendem Jurorenpool sein durfte, pilgerte ein Team aus Mainz in die Stadt der Frauenkirche, um festzustellen ob man auch mit Hochdeutsch im Osten Erfolg haben kann. Für Mainz „Frauenlobstraße 18“ traten Betty Braun und Willy Witthaut an. Nach einer etwas mühseligen ersten Runde, steigerten sich Themen und Qualität der Debatten von Runde zu Runde. Gerade das Thema „Sollen alle Kinder nach Geburt vertauscht werden“ bot auf der einen Seite zwar etwas Gelächter, aber auf der anderen Seite auch grandiose Debatten.
Nach vier Vorrunden wurde der Break verkündet: Mainz Anton stand als Top of the Tab im Finale des „Saggsn Masders“, dicht gefolgt von drei Berliner Teams. Im Finale zum anspruchsvollen Thema „Dieses Haus würde illegalen Einwanderern Amnestie gewähren“ saß Mainz in der Eröffnenden Opposition einer geschlossenen Berliner Regierung (Mauer) gegenüber. Nach einer guten Debatte mit einigen sehr guten Reden, wurde von der Finaljury das Siegerteam verkündet: Knapp musste sich die Frauenlobstraße dem Team aus der Schließenden Opposition (Georg Sommerfeld und Bruno Davids) geschlagen geben. Herzlichen Glückwunsch an das Siegerteam aus Berlin, besonders an Georg der zusätzlich zum Besten Redner des Finales vom Publikum gekürt wurde.
Blühende Landschaften gab es trotzdem: Mainz konnte mit seinem zweiten Platz die Führung im Teamtab, Willy Witthaut mit seinem 2. Platz im Rednertab die des Einzelrednertabs der FDL übernehmen..
Samstag, den 19. Mai 2012 um 20:21 Uhr
Brauchen wir einen James Bond-Boy?
Das war das Thema unserer Showdebatte im SS 2012.
In einer unterhaltsamen Debatte konnte sich das Professorenteam, bestehend aus Prof. Elke Guhrlit (Jura), Prof. Kai Arzheimer (PoWi) und Prof. Stephan Hirschauer (Soziologie) durch seine stringente und effiziente Argumentation gegen das Studententeam aus Marina Freud, Marcus Ewald und Clemens Fucker durchsetzen und gewann in einer öffentlichen Abstimmung die Showdebatte des DCJG.

Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 10:33 Uhr
Der DCJG ist Mitteldeutscher Debattiermeister 2012!
Am vergangenen Wochenende nahm der Debattierclub Johannes Gutenberg einen dritten Anlauf in Jena: Nachdem 2009 und 2011 jeweils ein Mainzer Team im Finale der ZEIT Debatte Jena der Konkurrenz unterlegen war, kämpften am 21. und 22. April drei Mainzer Teams um den Titel des Mitteldeutschen Meisters. Während der DCJG bislang bei der Westdeutschen Meisterschaft angetreten war, wurde diese aus organisatorischen Gründen ausnahmsweise mit der Ostdeutschen Meisterschaft zur Mitteldeutschen Meisterschaft zusammengelegt.
Tatsächlich sind aller guten Dinge drei: Andrea Gau und Daniil Pakhomenko sind die Mitteldeutschen Debattiermeister 2012! Damit fügten die beiden ihrem Sieg bei der ZEIT Debatte Magdeburg, den sie im Dreierteam mit Willy Witthaut erst vor wenigen Wochen errungen hatten, einen weiteren Erfolg hinzu. Andrea und Daniil hatten bereits bei der Westdeutschen Meisterschaft 2010 in Dortmund im Finale gestanden, waren aber als Vizemeister nach Hause gefahren. Unterstützt vom Klatschen und den Schlachtrufen der mitgereisten Mainzer, setzten sich die beiden zum Thema „Dieses Haus erlaubt, Gerichtsverhandlungen in Ton und Bild aufzunehmen und diese öffentlich zu verbreiten“ souverän im Finale gegen das Team aus Frankfurt am Main und zwei Teams aus Magdeburg durch.

Überhaupt konnte sich das Ergebnis der gesamten Mainzer Delegation sehen lassen. Erstmals stellte der DCJG bei den Regios nicht die größte Gruppe der angereisten Teilnehmer: Während Madgeburg mit immerhin vier Teams anreiste, starteten für Mainz die Teams Anton (Andrea Gau und Daniil Pakhomenko) , Berti (Willy Witthaut, Sarah Kempf) und Conni (Claudia Reimann, Clemens Fucker) sowie als Juroren Marietta Gädecke und Lukas Goßler. Die Organisatoren und Helfer der Debattiergesellschaft Jena wiesen dieses Jahr zwar vereinzelt neue Gesichter auf, die Betreuung des Turniers war jedoch wie in den vergangenen Jahren ausgezeichnet, trotz des bei den Regionalmeisterschaften vergleichsweise geringeren Turnierbudgets: Es gab keine Verzögerungen im Ablauf, die Helfer waren aufmerksam und freundlich, und die weit auswärts liegende Jugendherberge wurde angesichts des kleinen Teilnehmerfeldes durch ein Hostel in der Innenstadt ersetzt. Dementsprechend gut gelaunt waren die Mainzer, als nach dem leckeren Buffet am Samstagabend der Break ins Halbfinale verkündet wurde – und zu Recht zuversichtlich: Mainz Anton war erstes, Mainz Berti zweites Team im Tab. Besondere Freude herrschte angesichts des Breaks von Mainz Conni, da Claudia als „Neuling“ erst ihr zweites Turnier bestritt. Auch das Einzelredner-Tab las sich gut für die Mainzer Delegation: Auf den Plätzen eins bis fünf rangierten Daniil, Andrea, Sarah, Willy und Clemens. Marietta qualifizierte sich als Finaljurorin.
Im ersten Halbfinale trafen Mainz Anton und Mainz Conni aufeinander, Mainz Berti setzte sich im zweiten Raum mit auswärtigen Teams auseinander. Leider ging der Traum von einem „Dreiviertel-Mainz-Finale“ nicht in Erfüllung: Mainz Conni und Berti mussten sich geschlagen geben. So jedoch gab es lautstarke Unterstützer im Finale und Jubel bei der Verkündung des Siegers. Der DCJG war 2006 und 2009 bereits Westdeutscher Meister geworden sowie in den Jahren 2007, 2008, 2010 und 2011 Westdeutscher Vizemeister. Die Ehrenjury kürte Robert Epple aus Frankfurt zum besten Finalredner.
Herzlichen Glückwunsch an Robert sowie an die frischgebackenen Norddeutschen Meister aus Berlin und die Süddeutschen Meister aus Heidelberg. Last but not least: Vielen Dank an die Debattiergesellschaft Jena für eine schöne Mitteldeutsche Meisterschaft!
Die Themen des Turniers, gestellt durch die Chefjuroren Pauline Leopold (Streitkultur Tübingen) und Patrick Ehmann (Berlin Debating Union), lauteten sinngemäß:
VR1. DHW den staatlich vorgeschriebenen Denkmalschutz abschaffen.
VR2. Es gibt Staaten in denen Frauenquoten für Vorstände vorgeschrieben sind. DHW es in diesen Staaten verbieten, dass Unternehmen aus anderen Staaten sich an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen, wenn diese nicht die entsprechende Anzahl an Frauen im Vorstand haben.
VR3. DHW die Medienberichterstattung über Amokläufe einschränken.
VR4. Wenn ein Schiff ein UN-Waffenembargo zu brechen droht, würde DH es allen Staaten erlauben, das Schiff gewaltsam aufzuhalten.
Halbfinale: Dieses Haus glaubt, dass jede Person das Recht hat, von Kunstwerken und Performances Fotos zu machen und diese öffentlich als eigene Kunstwerke auszustellen.
Finale: Dieses Haus erlaubt, Gerichtsverhandlungen in Ton und Bild aufzunehmen und diese öffentlich zu verbreiten
Mittwoch, den 25. April 2012 um 12:06 Uhr
„Helau Helau Helau“
Mainz gewinnt ZEIT DEBATTE Magdeburg
Am Wochenende vom 16. bis 18. März reiste eine Delegation Mainzer nach Magdeburg, um sich der Frage der Veranstalter zu stellen: Sind wir hart genug für den Osten?
Als Team Mainz Anton reisten Daniil, Andrea und Willy, als Team Mainz Berti reisten Thore, Betty und Clemens nach Magdeburg, unterstützt wurden diese Teams von den Juroren Marietta und Torsten, der in den vergangenen Wochen in Mainz eingebürgert wurde.
Angespornt voneinander und hoch motiviert begann das Turnier, das während der gesamten Zeit durch eine unglaubliche Gelassen- und Freundlichkeit der Organisatoren und Helfer glänzen konnte. Am Samstag wurde der St. Patricks Day in einer unbewohnten / besetzten Kultlokalität Magdeburgs gefeiert, zu der passend die Teilnehmer immer etwas Grünes angezogen hatten oder grün bemalt waren. Gespannt auf den Break, der durch die Chefjuroren Mario Dießner, Miriam Hauft und Peter Croonenbroeck verkündet wurde, sollten sich die Gefühle nach der Verkündung überschlagen. Auf der eine Seite freute sich alle, dass Mainz Anton als bestes Team nach den Vorrunden gebreakt war, zudem durfte Marietta das Halbfinale jurieren und Willy wurde Top oft he Tab. Auf der anderen Seite jedoch waren alle traurig darüber, dass Thore das Glück nicht gepachtet hatte, er durfte nach Losentscheid nicht als Freier Redner am Halbfinale teilnehmen. Schnell wurden aber alles vergessen, denn um 12 feierten wir alle Andreas Geburtstag, die es nun selbst in der Hand hatte, sich das schönste Geburtstagsgeschenk zu machen.
So verging auch der Samstag und mit Müdigkeitserscheinung ging es ins Halbfinale für Mainz gegen Potsdam. Genau hier wurde über so eine Kultlokalität, in der gestern alle hausten, gesprochen. In einer sehr guten Debatte konnte sich hier das Team Mainz Anton durchsetzen, auf das nun Berlin im Finale wartete.
Ex-Bundespräsident Christian Wulff mag unfreiwillig Pate gestanden haben für das Finalthema der ZEIT DEBATTE Magdeburg, denn im Finale debattierten die Mainzer in der Opposition zum Thema „Sollen Politiker und Diplomaten keine generelle Immunität mehr genießen?“ In einer knappen Debatte gewannen die Mainzer mit nur 9 Punkten Vorsprung vor Berlin, die somit zum Sieger der ZEIT DEBATTE gekürt wurden. Zusätzlich kürte die Ehrenjury, der unter anderem die sachsen-anhaltinische Kultusministerin Prof. Birgitta Wolff angehörte, Willy Witthaut zum besten Finalredner.

Zwei Dinge lassen sich abschließend feststellen:
- Mainz ist hart genug für den Osten!
- Stellvertretend für den gesamten Club, gebührt den Cheforganisatoren Christan Landrock und JD Capelle ein ganz besonderer Dank für eine hervorragende ZEIT DEBATTE!
Mittwoch, den 04. April 2012 um 16:53 Uhr
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