Technologietransfer
Der Johannes Gutenberg-Universität eröffnet die Zusammenarbeit mit der Industrie die Möglichkeit, zusätzliche Drittmittel für sich einzuwerben. So haben die Wissenschaftler im Jahr 2008 allein durch Kooperationen mit Industrieunternehmen Drittmittel in Höhe von ca. 17,5 Millionen Euro eingeworben. Bei diesen Forschungskooperationen sind in der Regel Absolventinnen und Absolventen eingebunden, die so an industrierelevante Forschungsthemen herangeführt werden und darüber hinaus auch Gelegenheit haben, potentielle Arbeitgeber kennenzulernen.
Aktive Unterstützung leistet bei diesen Prozessen die Stabsstelle Forschung und Technologietransfer der Johannes Gutenberg-Universität Mainz als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Sie ist die zentrale Einrichtung als Ansprechpartner für Unternehmen bei der Kontaktaufnahme mit der Universität und vice versa. Zu den Aufgaben des Technologietransfers zählen die Führung von Kooperationsverhandlungen zwischen Firmen, Verbänden, Körperschaften und Wissenschaft sowie die Mitwirkung bei Vertragsverhandlungen und -formulierungen.
Ganz wesentlich zur Belebung und zum Erfolg des Technologietransfers trägt die enge Vernetzung mit einer Vielzahl von regionalen und überregionalen Einrichtungen aus Wissenschaft und Wirtschaft, aber auch mit Vertretern von Kammern und Verbänden bei.
Neben den genannten Leistungen konzentrieren sich die Aktivitäten des Technologietransfers auf beispielsweise die Unterstützung von Existenzgründern, Messen und Ausstellungen und auf patent- und urheberrechtliche Fragen. Um die Ergebnisse der Forschung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, präsentiert sich die Johannes Gutenberg-Universität Mainz regelmäßig auf Messen und Ausstellungen, die durch den Technologietransfer organisiert und durchgeführt werden. Im Jahr 2009 stellten Wisssenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ihre – zum großen Teil patentrechtlich abgesicherten – Forschungsergebnisse auf den Fachmessen didacta, CeBit, Hannover Messe Industrie und Medica aus. Bei der Verwertung schutzrechtsfähiger wissenschaftlichen Ergebnisse arbeitet die Johannes Gutenberg-Universität eng mit der IMG Innovations Management GmbH zusammen, die die Universität bei Patentierung und Vermarktung von Diensterfindungen unterstützt. In den Jahren 2008 und 2009 wurden der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 60 Erfindungsmeldungen vorgelegt, von denen 30 unbeschränkt in Anspruch genommen und zum Patent angemeldet wurden. Im gleichen Zeitraum konnten durch die Übertragung bzw. die Auslizenzierung von bestehenden Schutzrechten an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft Einnahmen in Höhe von ca. 800.000 Euro erzielt werden.
Ein besonders gelungenes Beispiel für eine enge Kooperation im Hochschulbereich stellt der Verbund Wissens- und Technologietransfer der rheinland-pfälzischen Universitäten dar, in dem die Technische Universität Kaiserslautern, die Universität Koblenz-Landau, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Universität Trier ein ganzheitliches Konzept der Innovationsförderung verfolgen, das sowohl die ökonomisch-technologische, als auch die soziale, politische, ökologische und administrative Dimension gesellschaftlichen Wandels berücksichtigt.Ziel des Zusammenschlusses sind im Wesentlichen die Effektivitäts- und Effizienzsteigerung des Wissens- und Technologietransfers durch abgestimmte Maßnahmen, ein gemeinsames Wissens- und Technologiemarketing sowie ein intensives Technologie- und Know-how-Screening, zunächst vorrangig in den Technologiefeldern Materialwissenschaften und Informations- und Kommunikationstechnologie/Medien.
Ihr Ansprechpartner:
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Dr. Wolfgang Stille
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