Hochschulpakt

Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger wird sich in den kommenden Jahren deutlich erhöhen. Prognostiziert werden von der Kultusministerkonferenz deutschlandweit rund 310.000 zusätzliche Studierende. Diese Zahl wird sich u.a. durch die Aussetzung der Wehrpflicht noch erhöhen. Mit den Vereinbarungen zum Hochschulpakt I und Hochschulpakt II wollen Bund und Länder deshalb zusätzliche Studienkapazitäten schaffen und möglichst vielen jungen Menschen ermöglichen, ein Studium aufzunehmen. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat in der ersten Phase des Hochschulpakts (2007 bis 2010) mit mehr als 2.500 zusätzlichen Studienplätzen die mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz vereinbarte Zielzahl von 1.300 zusätzlichen Studienanfängerinnen und -anfängern deutlich übertroffen. Mit den durch den Hochschulpakt zur Verfügung gestellten Mitteln wurden 81 zusätzliche Stellen finanziert.

Für die zweite Phase des Hochschulpakts (2011 bis 2015) sind nochmals 3.250 zusätzliche Studienplätze an der JGU geplant. Davon sollen 1.000 auf naturwissenschaftliche und 2.250 auf geistes- und sozialwissenschaftliche Studiengänge entfallen. Darüber hinaus fördert das Land Rheinland-Pfalz im Rahmen des Hochschulpakts II fächer- und fachbereichsübergreifende Projekte an der JGU zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in Studium und Lehre sowie zur Erhöhung des Anteils von Wissenschaftlerinnen. Darunter fallen:

  • die Einrichtung des Gutenberg-Lehrkollegs,
  • die Fortführung und der Ausbau eines Career-Service für die Studierenden der JGU,
  • der Ausbau des fächerübergreifenden Wahlpflicht-Lehrangebots für Bachelor- und Masterstudiengänge,
  • ein Mentoring-Programm für Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen,
  • ein Coaching-Center für Nachwuchswissenschaftlerinnen.