Qualitätsmanagement

An deutschen Hochschulen stellt die Akkreditierung mittlerweile ein etabliertes externes Qualitätssicherungsinstrument für Studium und Lehre dar. Neben der Akkreditierung auf der Ebene einzelner Studienprogramme (Programmakkreditierung) besteht für Hochschulen seit 2008 die Möglichkeit, die Qualität ihrer Studiengänge über eine Akkreditierung des internen Qualitätssicherungssystems zu demonstrieren (Systemakkreditierung).

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat den Prozess der Systemakkreditierung im Frühjahr 2011 als erste deutsche Hochschule erfolgreich abgeschlossen. Das Verfahren der Systemakkreditierung, das u.a. auf das an der JGU durchgeführte namensgleiche Modellprojekt zurückgeht, folgt einem vom deutschen Akkreditierungsrat festgelegten Kriterienraster sowie Ablaufplan und wird von Akkreditierungsagenturen angeboten. Begutachtet wurde die JGU mit einem Peer-Review-Verfahren von einem fünfköpfigen externen Expertenteam – bestehend aus Mitgliedern verschiedener Hochschulen und Akteuren mit Kenntnissen von Qualitätsmanagementsystemen sowie einem Vertreter der Praxis und einer Studierendenvertreterin. Zwei Vor-Ort-Begehungen, Analysen ausgewählter Aspekte von Studium und Lehre (Merkmalsstichprobe) sowie eine Überprüfung von 14 Studiengängen der JGU (Programmstichprobe) zeigten im Ergebnis, dass die JGU über ein angemessenes Steuerungs- und Qualitätssicherungssystem verfügt, um das Erreichen der Qualifikationsziele und die Qualitätsstandards ihrer Studiengänge zu gewährleisten.