Ägyptologische Forschungen zum Gräberberg von Assiut
Nach der Blütezeit der großen ägyptischen Pyramidenbauer im Alten Reich gewann etwa 2000 Jahre v.Chr. ein Fürstengeschlecht Mittelägyptens an politischer Bedeutung und wirtschaftlicher Größe: die Machthaber des Gebiets um Assiut, einem zu Lande und zu Wasser strategisch wichtigen Posten. Die Fürsten standen auf Seiten des neu aufkommenden Herrschergeschlechts der Herakleopoliten im Norden, die die Thebaner im Süden bekämpften, wodurch Assiut zu einem Hauptschauplatz des Kampfgeschehens wurde. Die politische Situation und die Rolle der Fürsten in den Kämpfen sind in Inschriften beschrieben, die sich in ihren groß angelegten Felsgräbern im Westen von Assiut fanden. Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Freien Universität Berlin und der ägyptischen Universität Sohag forschen in der altägyptischen Nekropole von Assiut, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).






