Wolfgang-Paul-Diplomstudienpreis für Jens Heilmann
Neue Methode zur direkten Bestimmung des Schwefelgehalts in Kraftstoffen entwickelt
14.03.2005
Dipl.-Chem. Jens Heilmann von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Massenspektrometrie an der Universität Rostock den Wolfgang-Paul-Diplomstudienpreis erhalten. Heilmann erhielt die Auszeichnung, die mit 2.500 Euro dotiert ist, am 8. März für seine Diplomarbeit mit dem Titel „Entwicklung und Validierung massenspektrometrischer Isotopenverdünnungsanalysen zur Bestimmung von Schwefel in Erdölprodukten mittels hochauflösender ICP-MS“. Der Preis ist von der Fa. Bruker-Daltonics gestiftet und wird jedes Jahr für die beste Diplomarbeit auf dem Gebiet der Massenspektrometrie vergeben. Er ist nach dem deutschen Nobelpreisträger Prof. Dr. Wolfgang Paul benannt, der eine spezielle Art von Massenspektrometern, die Ionenfallen, entwickelt hat.Die neuen EU-Richtlinien über den Schwefelgehalt in Kraftstoffen, die Grenzwerte von 50 mg/g für Diesel und Benzin vorsehen, spiegeln die gewachsenen Sorgen über den Einfluss von Schwefelverbindungen auf die Umwelt wieder. Auch sind heute schon steuerbegünstigte "schwefelfreie" Kraftstoffe erhältlich, deren Schwefelgehalt unter 10 mg/g liegt. Zur Bestimmung des Schwefelgehalts in Kraftstoffen sind daher zuverlässige und schnelle Methoden notwendig. Jens Heilmann aus dem Arbeitskreis von Univ.-Prof. Dr. Klaus G. Heumann, Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität, hat in seiner Arbeit erstmals eine massenspektrometrische Isotopenverdünnungsanalyse (MSIVA) zur direkten Bestimmung des Schwefelgehaltes in Kraftstoffen unter Verwendung eines Direkt-Injektions-Zerstäubers (DIHEN) entwickelt.