Johannes Gutenberg-Universität Mainz duldet keine Gewalt auf dem Universitätscampus
Universität exmatrikuliert Studierenden wegen Gewaltanwendung / Diskriminierende Haltungen finden an der Mainzer Universität keinen Platz
14.01.2009
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz widerruft die Einschreibung eines Studierenden mit Ablauf des Wintersemesters 2008/09. Innerhalb einer Frist von sechs Monaten ist eine erneute Einschreibung an der Johannes Gutenberg-Universität ausgeschlossen. Der Studierende hatte als Mittäter durch Anwendung von Gewalt oder durch Bedrohung mit Gewalt die Durchführung einer Hochschulveranstaltung behindert und hat ebenfalls durch Gewaltanwendung einen Kommilitonen von der Ausübung seiner Rechte und Pflichten abgehalten. "Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz steht für Vielfalt, Toleranz und Mitmenschlichkeit", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, "wir dulden keine Gewalt an unserer Hochschule. Es liegt daher im Interesse der Universität, derartige disziplinarische Maßnahmen in aller Entschiedenheit und Konsequenz durchzuführen."Durch sein Verhalten habe der Studierende das Ansehen der Universität und der Studierendenschaft sowie den universitären Frieden nachhaltig gestört, so der Präsident weiter. Aus diesem Anlass hatte sich die Hochschulleitung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz an den Exmatrikulationsausschuss gewandt. Dieser Ausschuss unter externer Leitung mit auch externen Mitgliedern prüfte und bestätigte, dass die Voraussetzungen des § 69 Hochschulgesetz vorliegen, die zur Aufhebung der Einschreibung erforderlich sind. An die Entscheidung dieses unabhängigen Ausschusses ist die Hochschulleitung rechtlich gebunden.
In diesem Zusammenhang weist die Hochschulleitung zudem mit Nachdruck darauf hin, dass auf dem Universitätscampus keinerlei extremistische Aktivitäten geduldet werden. In diesem Sinne hat auch der Senat der Johannes Gutenberg-Universität Mainz einstimmig eine Resolution für Toleranz auf dem Universitätsgelände verabschiedet. "Diskriminierende Haltungen gegenüber Personen auf Grund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder ihrer sexuellen Identität, extremistische und radikale Bestrebungen, antisemitische oder gegen andere Religionsgemeinschaften gerichtete Bestrebungen, ausländerfeindliche und homophobe oder gegen Minderheiten gerichtete Ideologien finden an unserer Universität keinen Platz - und das soll auch so bleiben", erklärt der Präsident.