Offizielle Eröffnung des Max Planck Graduate Center mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz GmbH

Talentschmiede für kreative junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

16.06.2009

Im Rahmen der Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung Mainz ist die Max Planck Graduate Center mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz GmbH durch die rheinland-pfälzische Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Doris Ahnen, den Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Peter Gruss, und den Präsidenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, offiziell eröffnet worden. "Das Max Planck Graduate Center in Mainz ist ein gutes Beispiel dafür, wie in innovativen Forschungsfeldern bei der Nachwuchsförderung eng zwischen Max-Planck-Instituten und einer Universität zusammengearbeitet wird, um die internationale Sichtbarkeit zu erhöhen und herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler anzuziehen", erklärt Ministerin Ahnen. "Das Graduate Center stellt eine weitere Bündelung wissenschaftlicher Exzellenz in Mainz dar." Institutionalisierte Kooperationen wie diese seien darüber hinaus ein wichtiger Schritt, die vielfach zu Unrecht beklagte Versäulung des deutschen Wissenschaftssystems aufzubrechen.

Die Max-Planck-Gesellschaft will gemeinsam mit den Universitäten und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) die Ausbildungsbedingungen für Doktorandinnen und Doktoranden in Deutschland weiter verbessern und international wettbewerbsfähig machen. Beispielhaft steht hierfür das "Max Planck Graduate Center mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz", dessen Gründung die Senate der Max-Planck-Gesellschaft und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vor etwa einem Jahr zugestimmt hatten. In einem "Memorandum of Understanding" hatten sich zudem Max-Planck-Gesellschaft und HRK darauf geeinigt, dem Erfolgsmodell der International Max Planck Research Schools (IMPRS) ein noch klareres Profil zu geben. In dieser erprobten Kooperation von Max-Planck-Instituten und Universitäten werden Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler künftig noch stärker in Lehre und Prüfungsverfahren eingebunden, um die gemeinsame Leistung transparenter darzustellen. Im Mai 2009 wurden nun der Kooperationsvertrag zwischen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. sowie der Gesellschaftervertrag der Max Planck Graduate Center mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz GmbH unterzeichnet.

Ziel dieser Kooperation ist es, exzellente Doktorandinnen und Doktoranden auf der Basis des hochqualifizierten Angebots in der Graduiertenausbildung zu gewinnen und so den Forschungsstandort Mainz international noch sichtbarer zu machen. "Das Center hat den vielversprechenden Ansatz, eine Talentschmiede für kreative junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu bilden", so der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Peter Gruss, "indem es ihnen schon zum Beginn ihrer Karriere die Möglichkeit eröffnet, fächerübergreifend zu forschen und damit größere Zusammenhänge zu erschließen."


Fokus auf innovative, interdisziplinäre Forschungsfelder

Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung insbesondere mittels interdisziplinärer Lehr- und Promotionsprogramme für den wissenschaftlichen Nachwuchs, thematisch v.a. im Bereich des Zusammenwirkens von Struktur, Dynamik und Funktionen in den Natur- und Lebenswissenschaften. "Das Max Planck Graduate Center bietet mit seinem Fokus auf innovative, interdisziplinäre Forschungsfelder, die den Bogen von den Naturwissenschaften bis zur Medizin spannen, attraktive Möglichkeiten der wissenschaftlichen Ausbildung für herausragende Doktoranden", so der Direktor am Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Prof. Dr. Hans Wolfgang Spiess, Mitinitiator und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Lenkungsausschusses des MPGC.

Das Max Planck Graduate Center wird als rechtlich selbstständige GmbH mit eigenem Haushalt zunächst für 5 Jahre eingerichtet; die Max-Planck-Gesellschaft und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz sind daran jeweils zu 50% beteiligt. Das Promotionsrecht verbleibt bei der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Der Anteil der Max-Planck-Gesellschaft am Promotionsverfahren ist jedoch transparent und sichtbar: Die Max-Planck-Wissenschaftler sind in der paritätisch besetzten gemeinsamen Promotionskommission der Universität Mainz gleichberechtigt am Promotionsverfahren beteiligt. Auf der Promotionsurkunde erscheinen neben dem Siegel der Universität auch das Max-Planck-Logo sowie die Unterschrift der Leitung des Graduate Center. Ziel ist es, die Regelungen für gemeinsame Promotionseinrichtungen deutlich zu vereinfachen, die Leistungen der einzelnen Partner transparent werden zu lassen und vor allem die Einbindung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der Max-Planck-Gesellschaft in die Lehre zu verbessern.


"Neue Qualität der Kooperation in Forschung und Graduiertenausbildung"

Gerade am Standort Mainz pflegen Universität und die beiden Max-Planck-Institute seit Jahrzehnten eine äußerst enge und auch sehr erfolgreiche Partnerschaft. Diese Zusammenarbeit auf sehr hohem Niveau bestätigt u.a. die im Rahmen der "Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder" geförderte Graduiertenschule "Materials Science in Mainz" – konzipiert und errichtet von der Universität in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung. "Das Graduate Center komplettiert somit den Erfolg der Exzellenzinitiative, da die sichtbare Partnerschaft mit der international bekanntesten deutschen Forschungseinrichtung den Zugang zu den weltweit besten Doktorandinnen und Doktoranden verstärkt. Dies wiederum verstärkt die Möglichkeit, herausragende Forscher aus dem Ausland auch als Lehrende einzubinden. Unser Wissenschaftsstandort wird auf diese Weise in seiner internationalen Sichtbarkeit deutlich aufgewertet", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch. "In dem Graduate Center werden wir somit internationale Reputation, Kompetenz und Kapazitäten der Max-Planck-Institute und der Johannes Gutenberg-Universität bündeln – und damit eine neue Qualität der Kooperation in Forschung und Graduiertenausbildung erreichen."

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