Von Anfang bis Zukunft: Die Brennstoffzelle schreibt Geschichte

Themenabend zur Brennstoffzellentechnologie in der Reihe [polymer populär] des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung

09.07.2009

Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz veranstaltet in seiner Vortragsreihe [polymer populär] am Donnerstag, 9. Juli, einen Themenabend zur Geschichte der Brennstoffzellentechnologie, deren Nutzen und Potenzial für zukünftige Entwicklungen in Technologie und Industrie. Ab 17 Uhr kommen Experten aus Grundlagenforschung, chemischer Industrie und Automobilbranche zusammen, um über die drängenden Fragen der zukunftsweisenden Brennstoffzellentechnologie zu informieren und zu diskutieren. Der besondere Höhepunkt des Abends: Besucher können das HydroGen4-Fahrzeug von General Motors nicht nur besichtigen, sondern mit etwas Glück auch eine Probefahrt gewinnen.

Strom erzeugen und dabei kostengünstige Wärme für das Haus produzieren? Laptop benutzen und (fast) nie mehr aufladen müssen? Auto fahren ohne teuren Spritverbrauch, ohne stinkende Abgase, ohne laute Motorengeräusche? Genau das verspricht die Brennstoffzellentechnologie: Aus Wasserstoff und Luft wird saubere Energie hergestellt – ohne die herkömmliche Kraftstoffverbrennung im Motor, ohne den Verbrauch fossiler Rohstoffe und ohne CO2-Belastung. Denn außer gewöhnlichem Wasser produzieren mit Brennstoffzellen betriebene Autos keine weiteren Emissionen. Auch wenn Erdgas zum Betrieb einer stationären Brennstoffzelle genutzt wird, ergibt die gleichzeitige Umwandlung in Strom und Wärme eine positive Umweltbilanz.

Seit über zwanzig Jahren arbeiten Grundlagenforscher und Ingenieure daran, diese vielversprechende Technologie von ihren Kinderkrankheiten zu befreien und bezahlbar zu machen. Nun endlich trägt die Forschung Früchte. Das wird besonders deutlich bei Automobilanwendungen, denn die führenden Hersteller versprechen, in absehbarer Zeit Serienfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb herzustellen. Damit kann die Abhängigkeit vom Erdöl gebrochen und CO2-Emissionen deutlich reduziert werden. Doch welche wissenschaftlichen und technischen Probleme müssen auf dem Weg zur Serienproduktion noch gelöst werden? Und welchen Beitrag kann die chemische Grundlagenforschung dazu leisten?