IAK "Kurmainz und der Erzkanzler des Reiches" stellt Online-Datenbank für das Reichserzkanzlerarchiv vor

Präsentation öffentlich-zugänglicher Online-Datenbank

15.07.2009

Das Archiv des Mainzer Reichserzkanzlers, der die Kaiser- und Königswahl in Frankfurt zu leiten und das Krönungshochamt zu zelebrieren hatte, befindet sich heute in Wien. Im Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz lagern Mikrofilme der Bestände. Dank eingeworbener Mittel der Gisela und Reinhold Häcker Stiftung ist es jetzt unter der Leitung von HD Dr. Ludolf Pelizaeus vom Historischen Seminar der Universität Mainz gelungen, einen Teil dieser Mikrofilm-Bestände in einer Online-Datenbank zu erfassen und so der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Datenbank für das Reichserzkanzlerarchiv ist im Internet für Interessierte kostenfrei verfügbar.

Seit 1979 wurden vom Interdisziplinären Arbeitskreis "Kurmainz und der Erzkanzler des Reiches" die im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien liegenden Wahl- und Krönungsakten und die Reichstagsakten für den Zeitraum 1495 bis 1792 auf Mikrofilm verfilmt. Die Benutzung dieser Bestände war bisher lediglich mithilfe von Karteikarten möglich. Durch die Datenbank kann nun ein erster Teil der Regesten für die Filme mit Volltextsuche durchsucht werden.

Getragen wird dieses Datenbankprojekt vom Interdisziplinären Arbeitskreis "Kurmainz und der Erzkanzler des Reiches". Er hat die Zielsetzung, innerhalb der Universität Mainz alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenzuführen, die sich der Erforschung des Mainzer Reichserzkanzleramtes und der Rolle von Kurmainz im Rahmen der Reichspolitik, der Reichsverfassung und der europäischen Diplomatie widmen. Durch die diversen Aktivitäten des Arbeitskreises wird die Johannes Gutenberg-Universität Mainz weiter als Forschungsstätte zum Thema "Reichserzkanzler" gestärkt.