Grundsteinlegung Physikalische Chemie

Neubau stärkt die Johannes Gutenberg-Universität

23.09.2009

PRESSEMITTEILUNG DES MINISTERIUMS FÜR FINANZEN UND 
DES MINISTERIUMS FÜR BILDUNG, WISSENSCHAFT, JUGEND UND KULTUR

Für den Neubau des Labor- und Bürogebäudes für die Physikalische Chemie haben Vertreterinnen und Vertreter von Land, Universität und der Studierenden heute auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz den Grundstein gelegt. Das Gebäude hat eine Hauptnutzfläche von 3.950 Quadratmetern (Mietfläche 4.400 Quadratmeter) und soll im Frühjahr 2011 fertig gestellt sein. Die Gesamtkosten liegen bei €31,5 Mio. Der Neubau der Physikalischen Chemie ist Teil des "Bauprogramms 2005 bis 2015 für die Sanierung, Modernisierung und Ausbau der Johannes Gutenberg-Universität". Es umfasst ein Investitionsvolumen von €350 Mio.

Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur sagte: "Der Neubau der Physikalischen Chemie wird die Rahmenbedingungen im Bereich Forschung und Lehre an der Universität Mainz nochmals deutlich verbessern und zu einer Stärkung von inner- und außeruniversitären Kooperationen beitragen. Das Land investiert in eine anspruchsvolle Gebäudeinfrastruktur, in der international konkurrenzfähige Forschung betrieben werden kann."

"Das Institut für physikalische Chemie spielt unter anderem eine wichtige Rolle in dem vom Land geförderten Forschungszentrum COMATT- Center for Complex Materials, an dem Chemiker, Physiker und Biologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gemeinsam forschen", so die Ministerin weiter. "Durch dieses interdisziplinäre Umfeld für materialwissenschaftliche Forschung konnten sich in Mainz ein international sichtbarer Forschungsschwerpunkt und eine nachhaltige Ausbildungsstruktur für junge Spitzenforscher aus aller Welt etablieren. Hier entstehen Materialien, die für jede Anwendung passgenau, ressourcenschonend oder umweltfreundlich entwickelt werden."

Dr. Rüdiger Messal, Staatssekretär im Finanz- und Bauministerium, sagte: "Das Land unternimmt erhebliche finanzielle Anstrengungen, um den Ausbau der Hochschulen voranzubringen." So seien unter finanzieller Beteiligung des Bundes von 1991-2008 für den Ausbau der rheinland-pfälzischen Hochschulen und der Universitätsmedizin Mainz insgesamt €1,3 Milliarden an reinen Bauausgaben investiert worden, ohne Ersteinrichtungskosten und die Kosten für Bauunterhaltung. Messal verwies darauf, dass das Land im kommenden Jahr einen Wettbewerb zur Neustrukturierung des Gutenberg-Campus Mainz (Universität und Fachhochschule) ausloben werde. Ziel des Wettbewerbs sei es, Konzepte zu erhalten, wie das Arbeiten auf dem Campus in Zukunft "angenehmer, effektiver und zeitgemäßer" sein könne.

Hubert Heimann, Geschäftsführer des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), sagte: "Als Immobilien- und Baudienstleister des Landes Rheinland-Pfalz ist es ein erklärtes Ziel des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung, Forschung und Lehre moderne und zeitgemäße Bauten zur Verfügung zu stellen."

Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Universität, sagte, die Physikalische Chemie sei nicht nur ein wesentlicher Bestandteil des Chemie-Studiums, sondern auch einer der forschungsstarken Bereiche der Johannes Gutenberg-Universität und spiele eine bedeutende Rolle auf dem Gebiet der zukunftsweisenden Nanotechnologie: "Das Institut für Physikalische Chemie verfügt unter anderem dank der hohen Drittmittelaufkommen über eine hervorragende apparative Infrastruktur. Der Neubau wird für diese Anlagen und Geräte, vor allem aber für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ihre Mitarbeiter, die für die hohe Reputation dieses Forschungsfeldes stehen, angemessene und anregende Räumlichkeiten bieten."

Prof. Dr. Holger Frey, Prodekan des Fachbereichs Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften, bedankte sich bei der Landesregierung für den Neubau, der ein klares Zeichen für die Unterstützung von Forschung und Lehre in einem hochaktuellen Bereich sei und eine zentrale Zukunftsinvestition darstelle: "Mit diesem Neubau ist gewährleistet, dass die große Tradition der Physikalischen Chemie an der Johannes-Gutenberg Universität auch in heißen Forschungsfeldern wie der Nanotechnologie und Einzelmolekülspektroskopie weiter auf internationalem Niveau fortgesetzt werden kann."

Um bestmögliche Bauergebnisse zu erzielen, sind die Bauleistungen durch den Landesbetrieb LBB gewerkeweise ausgeschrieben worden. Nach derzeitigem Stand werden zwölf Ingenieurbüros und 50 überwiegend mittelständische Baufirmen am Bau beteiligt sein.