JGU weiterhin auf Spitzenposition beim Studierendenaustausch in Europa

Studentin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz repräsentiert Deutschland bei ERASMUS-Konferenz in Schweden

09.10.2009

627 Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben 2007/2008 über das ERASMUS-Programm der Europäischen Union einen Teil ihres Studiums im europäischen Ausland absolviert. Die Mainzer Studentinnen und Studenten zeigten damit erneut ein großes Interesse am Studierendenaustausch in Europa und belegten im bundesdeutschen Vergleich den zweiten Platz nach der Universität Münster (644 Studierende) und vor der Universität Leipzig (619 Studierende). "Unsere Studierenden nutzen die Chance, mit dem ERASMUS-Programm einen Teil ihres Studiums im Ausland zu absolvieren, noch immer sehr häufig, auch wenn insgesamt ein leichter Rückgang zu bemerken ist", teilte Rainer Henkel-von Klaß, Leiter der Abteilung Internationales der Johannes Gutenberg-Universität, dazu mit. Nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) konnten im Hochschuljahr 2007/2008 insgesamt 23.556 Studierende aus Deutschland an eine europäische Partnerhochschule vermittelt werden.

Eine Mainzer Studentin, Bianca Daniela Blasig, ist es auch, die Deutschland bei der ERASMUS-Konferenz im schwedischen Lund vertreten hat. Die Veranstaltung "Erasmus - the way forward and the green paper on mobility of young people" wurde am 5. und 6. Oktober von der Europäischen Kommission und der Nationalen ERASMUS-Agentur Schweden ausgetragen. Dabei wurde aus allen 31 am ERASMUS-Programm partizipierenden Ländern je ein Studierender als Repräsentant des eigenen Landes als der zweimillionste ERASMUS-Studierende geehrt. Bianca Blasig hatte sich hierfür mit ihrer Bewerbung qualifiziert. "Es war eine großartige Erfahrung, bei der Veranstaltung die verschiedenen Studierenden aus allen Ländern der EU zu treffen und Kontakte zu knüpfen. Das zeigt auch, dass Europa tatsächlich näher zusammenrückt", bemerkt die Vertreterin der deutschen Studierenden aus Mainz. Die Europäische Kommission wird über den Festakt eine Broschüre und einen Videoclip erstellen.

Außer 627 Studierenden gingen im akademischen Jahr 2007/2008 auch 49 Dozenten der Uni Mainz an eine ERASMUS-Partnerhochschule im Ausland. Damit liegt die Johannes Gutenberg-Universität auch bei der Mobilität von Dozentinnen und Dozenten auf einem der vorderen Plätze.

Das EU-Mobilitätsprogramm ERASMUS besteht seit 1987. Es ist im Hochschuljahr 2007/08 in eine neue Programmphase getreten und ermöglicht nun auch Auslandspraktika von drei bis zwölf Monaten Dauer. Zu den 31 Teilnehmerländern gehören außer den 27 EU-Mitgliedern auch Island, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei.