Gutenberg Lecture Award 2009: Investition in eine saubere Zukunft

Preisträger US-Materialforscher Alex Zunger treibt Fortschritt im Bereich der erneuerbaren Energien voran

12.11.2009

Die Graduiertenschule Materials Science in Mainz (MAINZ) zeichnet jährlich einen international herausragenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Materialwissenschaften mit dem Gutenberg Lecture Award aus. Am Donnerstag erhielt der diesjährige Preisträger Prof. Alex Zunger in einer feierlichen Zeremonie den mit 10.000 Euro dotierten Gutenberg Lecture Award 2009. In seinem Festvortrag an der Universität Mainz berichtete Alex Zunger über seine bahnbrechenden Forschungsergebnisse im Bereich der erneuerbaren Energien. Seine Forschungsaktivitäten stehen im engen Zusammenhang mit den Forschungsgebieten von MAINZ und sind von höchster Aktualität.

Alex Zunger wurde in Israel geboren und promovierte an der Universität von Tel Aviv über die Quantentheorie von molekularen Festkörpern. Danach forschte er an der Northwestern University und in Berkeley als IBM-Fellow. Seit 1978 leitet er eine Abteilung des National Renewable Energy Laboratory (NREL) im US-Bundesstaat Colorado, eine Forschungseinrichtung des US-Energieministeriums für erneuerbare Energien. Wissenschaftlich liegt der Schwerpunkt von Zunger auf Solarzellen, Halbleitern, Nanostrukturen und der Spintronik, zu denen er bedeutende Beiträge liefert. Er hat nahezu 600 wissenschaftliche Publikationen verfasst, welche über 34.000 Mal zitiert wurden. Damit zählt er zu den am häufigsten zitierten Naturwissenschaftlern weltweit. Den Gutenberg Lecture Award 2009 erhält Alex Zunger für seine bahnbrechenden Entwicklungen im Bereich der Halbleiter und optoelektronischen Materialien.

In seiner Laudatio für den Preisträger sagte Dr. Gabriel Bester vom Max-Planck-Institut für Festkörperforschung: "Alex Zunger hat eine historische Rolle in der Entwicklung der Festkörperphysik gespielt und ist noch heute eine der treibenden Kräfte auf diesem Gebiet." Die Direktorin der Graduiertenschule MAINZ, Prof. Dr. Claudia Felser, würdigte Zunger mit den Worten: "Wir freuen uns, dass wir mit der Verleihung des Gutenberg Lecture Award 2009 an Alex Zunger seine herausragenden Leistungen auf fachlichem Gebiet wertschätzen können."

MAINZ ist eine im Rahmen der Exzellenzinitiative ausgezeichnete Graduiertenschule, an der Forscher der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Technischen Universität Kaiserslautern und des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz beteiligt sind. Sie bietet exzellenten Promovierenden aus dem In- und Ausland eine herausragende Ausbildung in den Materialwissenschaften. Erneuerbare Energien sind auch das Thema der wöchentlichen Vorlesung "Materials and Energy" der Graduiertenschule, welche in englischer Sprache angeboten wird. Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen. Weitere Informationen dazu auf der Internetseite von MAINZ.

 

BILDERGALERIE

(v.l.) Prof. Dr. Kurt Kremer, Prof. Dr. Claudia Felser, Preisträger Prof. Alex Zunger, Prof. Dr. Ulrich Förstermann, Dr. Gabriel Bester (Foto: Lena Giovanazzi) Prof. Dr. Claudia Felser vom Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie begrüßt den Preisträger und die Gäste des Abends. (Foto: Lena Giovanazzi) Prof. Dr. Förstermann, Vizepräsident für Forschung an der Universität Mainz, gibt eine kurze Einleitung in die Thematik. Festvortrag von Prof. Dr. Kurt Kremer vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung In seiner Laudatio hebt Dr. Gabriel Bester vom Max-Planck-Institut für Festkörperforschung Stuttgart die historische Rolle Zungers in der Entwicklung der Festkörperphysik hervor. (Foto: Lena Giovanazzi) Prof. Dr. Claudia Felser (Mitte) und Prof. Dr. Ulrich Förstermann (r.) überreichen Alex Zunger (l.) die Urkunde des Gutenberg Lecture Award 2009. (Foto: Lena Giovanazzi) (Foto: Lena Giovanazzi) Prof. Zunger berichtet in seinem Festvortrag über seine bahnbrechenden Forschungsergebnisse. (Foto: Lena Giovanazzi) Prof. Zunger im Gespräch mit Christian Ludwig (r.), Doktorand des Arbeitskreises Felser und Dr. Stanislav Chadov (Mitte), Postdoc des Arbeitskreises Felser (Foto: Lena Giovanazzi)