Deutsch-Französische Hochschule zeichnet Absolventin der Uni Mainz mit Exzellenzpreis 2009 aus
Preisverleihung an Christine Beneke durch Molitor Luxembourg
13.11.2009
Anlässlich des 11. Deutsch-Französischen Forums, der europäischen Stellenbörse und Studienmesse, hat die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) heute in Straßburg die Exzellenzpreise 2009 verliehen. In diesem Jahr werden 7 Studierende ausgezeichnet, darunter Christine Beneke - Absolventin der Rechtswissenschaft an der Universität Mainz und der Université Paris XII. Den Preis in Höhe von 1.500 Euro sponsort das Unternehmen Molitor Luxembourg.Christine Beneke studierte von 2003-2009 am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nach erfolgreichem Auswahlverfahren wurde sie 2006 in den Integrierten Studiengang aufgenommen und verbrachte das akademische Jahr 2006/07 an der Partneruniversität Paris XII, gefördert durch ein Stipendium der Deutsch-Französischen Hochschule. Dort erwarb sie die Maîtrise, den französischen Abschluss des Integrierten Studiengangs, mit der Gesamtnote "Bien". Zurück in Deutschland, legte sie die Abschlussprüfung für den Studiengang "Magister des deutschen und ausländischen Rechts" als deutschen Teil des Doppeldiploms ab. Hierfür verfasste sie eine rechtsvergleichende Magisterarbeit in deutsche und französischer Sprache zum Thema "Das Werkzerstörungsrecht des Werkeigentümers im deutschen und französischen Urheberrecht", die mit "sehr gut" bewertet und inzwischen auch in Frankreich veröffentlicht wurde. Sie schloss die Magisterprüfung als Jahrgangsbeste mit der Gesamtnote "Gut" ab. Neben ihrem hervorragenden akademischen Engagement wirkte Christine Beneke mehrere Semester als Tutorin für französische Rechtsmethodik im Rahmen des Vorbereitungsprogramms für den Integrierten Studiengang. Parallel zum deutsch-französischen Doppeldiplom legte sie die Erste juristische Prüfung ebenfalls als eine der Besten ihres Jahrgangs ab. Sie setzt nun ihre Ausbildung in Frankreich an der Ecole Nationale d’Administration fort.
Der Integrierte deutsch-französische Studiengang Mainz-Paris wird seit 2001/2002 angeboten. Die Studierenden absolvieren zunächst neben dem Mainzer Jurastudium ein Vorbereitungsprogramm mit Kursen zur französischen Rechtssprache und zum französischen Recht; durch gemeinsame juristische und soziale Veranstaltungen mit den französischen Programmteilnehmern wird die Bildung einer binationalen Studierendengruppe gefördert. Nach einem Auswahlverfahren zur Aufnahme ins Integrierte Programm studieren die Mainzer Teilnehmer ein Jahr in Paris und erwerben dort ein nationales französisches Diplom, die Licence oder Master 1 (die ehemalige Maîtrise). Zusätzlich sind 10 Wochen Praktikum in Frankreich zu absolvieren. Zurück in Mainz, schließen die Studierenden mit der Magisterprüfung zum Magister des deutschen und ausländischen Rechts den deutschen Teil des Integrierten Studiengangs ab. Weiterhin legen die Studierenden die Erste juristische Prüfung ab, wobei der französische Abschluss als Schwerpunkt Französisches Recht anerkannt wird.
Die Exzellenzpreise wurden auf Initiative der DFH und des Club des Affaires Sarre-Lorraine ins Leben gerufen. Sie belohnen die besten Absolventen der DFH für ihre herausragenden fachlichen und interkulturellen Kompetenzen. Das Deutsch-Französische Forum ist eine Veranstaltung der Deutsch-Französischen Hochschule und verfolgt das Ziel, europäische Unternehmen, Hochschulen und die bedeutendsten Institutionen aus Forschung und Bildung sowie am Partnerland interessierte Studierende und Absolventen an einem Ort zu versammeln. Das Deutsch-Französische Forum findet seit 11 Jahren jeden Herbst in Straßburg statt.
Die Deutsch-Französische Hochschule ist eine internationale Einrichtung und wurde 1997 anlässlich des deutsch-französischen Gipfels von Weimar gegründet. Die DFH ist ein Netzwerk von über 180 Hochschuleinrichtungen aus Deutschland und Frankreich, die rund 150 integrierte binationale und trinationale Studiengänge mit jährlich ca. 4.800 Studierenden anbieten. Ziel der DFH ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich in den Bereichen Hochschule, Forschung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.