Lina Marguerite Siebert-Preis 2009 geht an Jörg Faber

Kinderarzt der Universitätsmedizin für hervorragende Forschung von Krebserkrankungen ausgezeichnet

02.12.2009

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung hat die Stiftung Kinderkrebsforschung bereits zum elften Mal den Lina Marguerite Siebert-Preis für hervorragende Forschung auf dem Gebiet der Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen verliehen. Der Kinderarzt PD Dr. Jörg Faber vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz erhält den mit 6.000 Euro dotierten Preis für seine Arbeit zur Charakterisierung neuer Strategien für die Therapie von Leukämien im Säuglings- und Kleinkindesalter. Ziel der Arbeit war es, so genannte Leukämie-initiierende Stammzellen, die in dieser Altergruppe häufig mit dem Auftreten eines speziellen Onkogens, des Mixed Lineage Leukemia (MLL)-Onkogens, einhergehen, näher zu analysieren. Faber konnte dabei zeigen, dass bestimmte Stammzellgene für die Entstehung und das ungehemmte Wachstum von Leukämien im Säuglings- und Kleinkindesalter von zentraler Bedeutung sind. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden zurzeit weiterführende Studien entwickelt, um das therapeutische Potenzial dieser Erkenntnisse weiter zu bewerten. "Die Forschungsergebnisse von PD Dr. Faber zeigen eindrücklich, dass eine gezielte Hemmung von Schlüsselmolekülen, die bei der Entstehung von Leukämien eine wichtige Rolle spielen, einen vielversprechenden neuen Ansatz in der Therapie dieser Erkrankung darstellt. Das hat uns als uns als Jury überzeugt", gratulierte Prof. Dr. Peter Gutjahr, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Kinderkrebsforschung Mainz und gleichzeitig Leiter der Pädiatrischen Onkologie und Hämatologie im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Die Stiftung Kinderkrebsforschung Mainz fördert Maßnahmen zur Verbesserung der Situation krebskranker Kinder. Sie wurde 1998 gegründet und basiert auf dem Nachlass von Lina Marguerite Siebert. In dieser Zeit wurden zahlreiche Projekte gefördert, die neue Erkenntnisse zum Thema Kinderkrebs gebracht haben.