Universität Mainz beschleunigt Prozess zur Überprüfung der neuen Studiengänge

Land und Universität stellen kurzfristig Sondermittel zur Verfügung

03.12.2009

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz begrüßt, dass die Landesregierung Rheinland-Pfalz kurzfristig fünf Millionen Euro aus dem Programm "Wissen schafft Zukunft II" zur Verfügung stellt, um die Qualität der Studiensituation an den rheinland-pfälzischen Hochschulen weiter zu verbessern. "In sehr konstruktiver Zusammenarbeit begegnen Wissenschaftsministerium und die Präsidenten der Hochschulen des Landes den aktuellen Herausforderungen. Mit den kurzfristig zur Verfügung gestellten Mitteln können wir den an unserer Universität eingeleiteten Prozess zur Überprüfung der neuen Studiengänge beschleunigen", erklärt der Präsident der Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, "wir sind mit den Studierenden und Vertretern der Fächer im Gespräch und können nun konkret und unverzüglich noch besser auf deren Bedürfnisse reagieren." Insgesamt stehen drei Millionen Euro zur Verfügung, finanziert jeweils zur Hälfte aus Landesmitteln und aus Haushaltsmitteln der Universität.

Die Johannes Gutenberg-Universität hat bereits im Sommersemester 2009 mit der ersten Überarbeitung der Curricula derjenigen Bachelor- und Masterstudiengänge begonnen, in denen u.a. eine Reduktion der Studien- und Prüfungsleistungen bzw. der Verschulung angebracht erschien. "Mit den zusätzlichen Mitteln können wir einerseits alle Beteiligten in ihren Anstrengungen unterstützen, diesen Prozess konzentriert und beschleunigt fortzusetzen und die Qualität unserer neuen Studiengänge weiter zu verbessern", so der Präsident, "zudem haben wir die Möglichkeit, beispielsweise mit der Einrichtung von Tutorien und zusätzlichen Lehrveranstaltungen den Studierenden die Bewältigung ihres Studienpensums zu erleichtern."

Gerade den Verbesserungen der Studienbedingungen hat die Universität in den letzten zwölf Monaten besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Johannes Gutenberg-Universität hat so beispielsweise zur Verbesserung der Betreuungssituation in den Geistes- und Sozialwissenschaften ca. 40 zusätzliche Stellen aus dem Sonderprogramm "Wissen schafft Zukunft II" bereitgestellt.

Bereits im Wintersemester 2008/09 wurden universitätsweit 34 Studienbüros und 13 Prüfungsämter eingerichtet, in denen inzwischen rund 150 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fachnah für eine reibungslose und ordnungsgemäße Umsetzung der modularisierten Studiengänge sorgen und Studierenden wie Lehrenden bei allen studien- und prüfungstechnischen Angelegenheiten beratend zur Seite stehen. Auch das integrierte Campus Management-System "CampusNet / JOGU-StIne", das die Johannes Gutenberg-Universität Mainz vorausschauend und vollständig aus eigener Kraft nach einer Vorlaufzeit von nur zwölf Monaten Ende des letzten Jahres in Betrieb genommen hat, trägt wesentlich dazu bei, dass sich der Verwaltungsmehraufwand für Studierende und Lehrende, der sich zwangsläufig aus der Modularisierung der Studiengänge ergibt und bundesweit auf erheblichen Unmut stößt, an der Universität Mainz in vergleichsweise überschaubaren Grenzen hält.

Stark verbessert hat sich im vergangenen Jahr zudem der Service der Bibliotheken: Zwischen 2008 und 2010 werden insgesamt drei Millionen Euro u.a. in die Aktualisierung des Buchbestands und die Einrichtung zusätzlicher studentischer Bildschirm-Arbeitsplätze einschließlich Aufenthaltsmöglichkeiten investiert. Hervorzuheben ist auch die Ausweitung der Öffnungszeiten praktisch aller großen Bibliotheksareale. Zur Neuausstattung von Hörsaaltechnik auf dem neuesten Stand wurden im Jahr 2008 insgesamt 430.000 Euro aufgewendet. Damit war es möglich, in etwa 30 Hörsälen die technischen Bedingungen an die Anforderungen multimedialer Unterrichtsmethoden anzupassen.

"Den Studierenden qualitativ gute Bedingungen für ihr Studium zu bieten, gehört zu den Kernaufgaben einer jeden Universität. Hier stehen wir gemeinsam mit der Politik in der Verantwortung - um ihnen mit einer optimalen Ausbildung eine hervorragende Basis zum Start in Berufsleben zu bieten. Dies gelingt dann, wenn wir die vom Bologna-Prozess gesteckten Ziele auch tatsächlich erreichen", so der Präsident.

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Petra Giegerich
Leiterin Kommunikation und Presse
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