Forschungsgruppe Olympia der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist in Vancouver vor Ort

"Olympic Research Team" führt Fragebogenaktion während der Olympischen Winterspiele durch

12.02.2010

Die XXI. Olympischen Winterspiele werden vom 12.-28. Februar 2010 in Vancouver in der kanadischen Provinz British Columbia ausgetragen. Vor Ort ist auch die Forschungsgruppe Olympia der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die in Kooperation mit dem Internationalen Biathlon-Verband eine Zuschauerumfrage durchführt. Im ausverkauften Olympic Parc von Whistler hoffen Lisa Reithmann, Katharina Galuba und Katie Scholl, das Mainzer "Olympic Research Team" unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Müller, an 4 Wettkampftagen auf eine hohe Teilnahmebereitschaft. "Bei 23 Einzelfragen müssen die Zuschauer schon etwas Zeit und guten Willen mitbringen, aber wir hatten bisher nie Schwierigkeiten, die Sportfans auch für unsere Sache zu begeistern", erinnert sich Müller. "Und zum Glück können wir dieses Mal die Befragung auch direkt in englischer Sprache durchführen - gegenüber Peking 2008 eine erhebliche Erleichterung für unser Team."

Das "Olympic Research Team" des Mainzer Instituts für Sportwissenschaft führt bereits seit 1992 bei allen Olympischen Spielen Fragebogenaktionen durch und gilt auf diesem Gebiet als weltweit führend. Im Mittelpunkt stehen diesmal Fragen wie die nach dem Stellenwert des in Nordamerika wenig praktizierten Biathlons bei den kanadischen im Unterschied zu den europäischen Zuschauern. Außerdem interessiert das Mainzer Team das Bewusstsein der Zuschauer für olympische Werte wie einen dopingfreien Spitzensport und die Vorbildwirkung von Olympioniken. Und das Umfrageteam möchte erfahren, wie das kulturelle Rahmenprogramm, das in diesem Jahr insbesondere die Traditionen der kanadischen Ureinwohnern widerspiegelt, von den Olympiazuschauern angenommen wird. Die Auswertung der Fragebögen nehmen die Sportwissenschaftler dann an der Universität Mainz vor; mit Ergebnissen ist im Mai 2010 zu rechnen. Das Projekt wird aus dem Forschungsfonds der Johannes Gutenberg-Universität bezuschusst, was die Kontinuität dieser weltweit einmaligen Langzeitstudie sicherstellt.