Andreas Kurth, Direktor der Klinik für Orthopädie, läuft gegen Osteoporose

Gemeinsamer Start mit Bundespräsident Horst Köhler beim 11. Berliner Bundestagslauf gegen Osteoporose

04.05.2010

Auch in diesem Jahr gehen Mitglieder und Mitarbeiter des Deutschen Bundestags, unter ihnen Bundespräsident Horst Köhler, in Berlin gemeinsam mit einem Team der Osteologie Akademie (OSTAK) zu einem "Lauf gegen Osteoporose" an den Start. Mit dabei ist 2010 auch der Direktor der Klinik für Orthopädie an der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Andreas Kurth. Als Vorstandsmitglied im Dachverband Osteologie engagiert sich der Mainzer Orthopäde seit vielen Jahren für die gesellschaftliche Sensibilisierung für das Krankheitsbild und das damit verbundene Leid der Betroffenen.

Osteoporose (Knochenschwund) zählt zu den großen Volkskrankheiten unserer Zeit. Allein in Deutschland sind nach aktuellen Erhebungen rund 7,8 Mio. Menschen betroffen. Doch wird die Krankheit häufig zu spät diagnostiziert. Die Folgen sind schwerwiegend: 330.000 Frakturen jährlich, davon ca. 160.000 Wirbelkörper- und hüftnahe Brüche. Für die Betroffenen bedeutet dies nicht selten eine verkürzte Lebenserwartung, Invalidität und Pflegebedürftigkeit. Am Osteologischen Schwerpunktzentrum DVO der Orthopädischen Klinik der Universitätsmedizin Mainz werden jährlich rund 600 Patienten mit Osteoporose operativ und konservativ behandelt. Die Mainzer Orthopädische Klinik bietet Betroffenen in Mainz und Umgebung jeden Freitag eine spezielle Osteoporose-Sprechstunde an.

"Osteoporose rechtzeitig zu diagnostizieren und wirksam zu behandeln, sollte daher das gemeinsame Ziel von Ärzteschaft, Betroffenen und Gesellschaft sein", erklärt Univ.-Prof. Dr. Andreas Kurth, Direktor der Klinik für Orthopädie an der Universitätsmedizin Mainz und Vorstandsmitglied im Dachverband Osteologie. "Leidvolle und für die Solidargemeinschaft kostenintensive osteoporotische Knochenbrüche können verhindert werden. Die hierfür notwendigen ärztlichen Maßnahmen und Handlungsanleitungen sind in der S3-Leitlinie des wissenschaftlichen Dachverbandes Osteologie (DVO) grundgelegt."

Gerade die Hochrisiko-Gruppe der über 70-jährigen Frauen und über 80-jährigen Männer wird in Deutschland selten auf das Krankheitsbild der Osteoporose hin untersucht. Dies ist ein deutliches Indiz für das mangelnde gesellschaftliche Bewusstsein für diese "stille Krankheit", die aufgrund fehlender äußerer Symptome häufig zu spät – erst nach einem ersten Knochenbruch – diagnostiziert wird. Eines der wichtigsten mit dem "Bundestagslauf gegen Osteoporose" verbundenen Ziele des Dachverbands Osteologie ist daher die gesellschaftliche Sensibilisierung für das Krankheitsbild und das mit ihm verbundene Leid der Betroffenen.

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