Universitätsmedizin Mainz bietet ambulante osteopathische Behandlung
Institut für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation erweitert Angebot um neue Therapieform
12.05.2010
Das Institut für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation der Universitätsmedizin Mainz erweitert das Angebot. Ambulante Patienten können sich hier nun auch osteopathisch behandeln lassen. Im Vordergrund der osteopatischen Therapie steht die Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Drei Osteopathen behandeln am Institut für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation nach diesem ganzheitlichen Ansatz. Sie überprüfen manuell die Beweglichkeit der verschiedenen Körperstrukturen und stellen bestehende Funktionsstörungen fest. In der Therapie tragen sie zur Wiederherstellung der ursprünglichen, natürlichen Beweglichkeit in und zwischen den Körperstrukturen bei. Da diese Therapieform keine Standardleistung der Krankenversicherungen ist, empfiehlt es sich vor Beginn der Behandlung die Kostenübernahme zu klären. Voraussetzung für eine Behandlung im Institut für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation ist eine entsprechende ärztliche Verordnung. Termine können telefonisch unter 06131 17-2085 vereinbart werden.Für die Osteopathie zeigt sich Leben in Form von Bewegung. Ist in einem Körpergewebe die Bewegung eingeschränkt, so sieht die Osteopathie auch dessen Funktion beeinträchtigt. Begründet wurde diese Therapieform Mitte des 19. Jahrhunderts von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still. Seither wurde sie beständig weiterentwickelt. Heute ist die Osteopathie in vielen Ländern als Therapieform anerkannt. In Deutschland fasste die Heilmethode erst in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Fuß. In Abhängigkeit von der individuellen Situation und Problematik stellt die Osteopathie eine eigenständige Therapie oder eine sinnvolle Erweiterung anderer Therapieformen dar. Bevor der Therapeut mit den Händen die Beweglichkeit und die Spannungen der Körperstrukturen überprüft, wird eine ausführliche Anamnese erstellt. Untersucht werden nicht nur die symptomatischen Gewebe, sondern der Körper in seiner Gesamtheit. Stellt der Therapeut Störungen fest, mobilisiert und entspannt er sie sanft. Ziel ist es, der minderbeweglichen Struktur zu helfen, zu ihrer ursprünglichen Bewegung zurückzufinden und Beschwerden dadurch abklingen zu lassen.
Speziell ausgebildete Physiotherapeuten, Ärzte und Heilpraktiker üben die Osteopathie aus. "Osteopath" ist in Deutschland jedoch keine geschützte Berufsbezeichnung. Die Ausbildung erfolgt an privaten Osteopathie-Schulen. Die drei Osteopathen der Universitätsmedizin Mainz sind Physiotherapeuten, die eine qualifizierte fünfjährige Ausbildung absolviert haben und sich regelmäßig weiterbilden.