Sportlich und wirtschaftlich ein Gewinn: Kaiserslautern und Rheinland-Pfalz profitieren nachhaltig vom 1. FCK

Sportökonomen der JGU erfassen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Fußballvereins auf seine Heimatstadt

14.05.2010

Durch den 1. FC Kaiserslautern sind zuletzt pro Zweitliga-Saison etwa €18 Mio. zusätzlich in die Stadt Kaiserslautern geflossen bzw. dort verblieben. Bezogen auf das Bundesland Rheinland-Pfalz betrug die Summe ca. €11 Mio. pro Saison. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Fachgebiet Sportökonomie und Sportsoziologie des Instituts für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) erstellt hat und nun anlässlich der Erringung der Meisterschaft der 2. Fußball-Bundesliga durch den 1. FC Kaiserslautern und dessen Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga veröffentlicht. Die den Berechnungen zugrunde liegenden Daten beziehen sich hierbei auf die Saison 2008/09, sodass angenommen werden kann, dass der untersuchte Effekt für 2009/10 signifikant höher ausgefallen sein dürfte und durch den Aufstieg noch einmal nachhaltig steigen sollte.

Im Rahmen der Studie "Ökonomische Auswirkungen des 1. FC Kaiserslautern für Kaiserslautern und Rheinland-Pfalz" wurde untersucht, welche zusätzlichen finanziellen Mittel durch die Teilnahme des 1. FC Kaiserslautern am Spielbetrieb der 2. Fußball-Bundesliga und seine Existenz als Wirtschaftssubjekt im Verlauf einer Saison in die beiden Betrachtungsregionen Kaiserslautern und Rheinland-Pfalz fließen. Zur Bestimmung dieses sogenannten Primärimpulses, also der primären wirtschaftlichen Auswirkungen des Vereins auf die Betrachtungsregionen, wurden die zwei bedeutendsten Quellen von Mittelflüssen betrachtet, die mit dem Spielbetrieb des Vereins direkt zusammenhängen: die Konsumausgaben der Besucher von Spielen der Bundesliga-Mannschaft, die anhand von Befragungen bei drei Heimspielen bestimmt wurden; und das wirtschaftliche Handeln des Vereins an sich, welches durch Analyse von Finanzdaten, die der 1. FC Kaiserslautern zur Verfügung stellte, quantifiziert wurde.

Bei der Erstellung der Studie wurden erstmals Analysewerkzeuge, die bisher für die Erforschung der wirtschaftlichen Auswirkungen von sportlichen Mega-Events wie der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland oder der Olympischen Spiele eingesetzt wurden, auf einen am Ligenbetrieb teilnehmenden deutschen Verein angewendet.

Anlässlich der Erringung der Meisterschaft der 2. Fußball-Bundesliga und des Aufstiegs des 1. FC Kaiserslautern in die 1. Fußball-Bundesliga gibt das Fachgebiet Sportökonomie und Sportsoziologie unter Leitung von Prof. Dr. Holger Preuß nun in Zusammenarbeit mit dem Verein eine Ergebniszusammenfassung zur Studie heraus. Diese Zusammenfassung kann auf der Homepage des Fachgebiets heruntergeladen werden.