Magdalena Czajka übernimmt Gastprofessur an der Hochschule für Musik
Polnische Organistin kommt im Rahmen des "Schwerpunkts Polen" an die Hochschule für Musik
28.05.2010
Magdalena Czajka, Professorin für Orgel und Cembalo an der Warschauer Musikuniversität Fryderyk Chopin, übernimmt im Sommersemester 2010 eine Gastprofessur an der Hochschule für Musik Mainz. Im Rahmen ihrer Dozentur an der Mainzer Hochschule für Musik wird Czajka u. a. ein Seminar Orgelstilkunde: "Unbekannte Orgelsonaten des 20. Jahrhunderts" und ein Seminar Orgelmethodik: "Ist wirklich eine Orgel zum Üben nötig?" geben. Ihr Aufenthalt wird ermöglicht durch den "Schwerpunkt Polen" an der Johannes Gutenberg-Universität, einer einzigartigen universitären Einrichtung, die sich zum Ziel gesetzt hat, den wissenschaftlichen interdisziplinären Austausch zwischen polnischen und deutschen Hochschullehrern und den Studierenden beider Länder zu fördern und zu pflegen. 1982 wurde erstmals eine Gastprofessur am Schwerpunkt Polen eingerichtet. Seither waren 77 polnische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zahlreichen Disziplinen in Mainz zu Gast.Magdalena Czajka studierte an der Musikakademie in Warschau Tonregie (Diplom mit Auszeichnung 1980) und Orgel (bei Andrzej Chorosinski, Diplom mit Auszeichnung 1983). 1983-85 folgte eine weitere Vertiefung als Stipendiatin des französischen Staates und des Rotary Club Strasbourg bei Daniel Roth. 1985 gewann sie den Premier Prix Superieur Interregional d'Orgue in Strasbourg und wurde danach Preisträgerin des 3. Schweizer Orgelwettbewerbs Johann Sebastian Bach. Sie besuchte Meisterkurse bei Michael Schneider, Flor Peeters, Gustav Leonhardt, Guy Bovet, Zsigmond Szathmáry, Monserrat Torrent und Christiane Jaccottet. Konzertreisen führten Magdalena Czajka durch ganz Europa. 1987 wurde sie Dozentin, 1999 Professorin und seit 2005 ist sie Leiterin des Lehrstuhls für Orgel und Cembalo an der Universität für Musik in Warschau. Magdalena Czajka ist zudem die Übersetzerin der polnischen Ausgaben von Büchern Nikolaus Harnoncourts ("Musik als Klangrede" 1995, "Musikalischer Dialog" 1999).
