Michael Grätzel unterstützt Projekt zum Thema Nachhaltigkeit am Gymnasium Gonsenheim

Erfinder der Grätzel-Zelle spendet €1.000 zur Förderung schulischer Projekte

24.06.2010

Der Erfinder der Grätzel-Zelle und Preisträger des Millenium Technology Preises 2010, Prof. Dr. Dr. hc. mult. Michael Grätzel von der ETH Lausanne, unterstützt ein Projekt, bei dem die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und das Gymnasium Mainz-Gonsenheim in der Vermittlung von Nachhaltigkeit kooperieren. Dazu wird Prof. Dr. Stephan Grätzel vom Philosophischen Seminar der Universität am Donnerstag, 1. Juli einen Scheck in Höhe von €1.000, die sein Bruder Michael Grätzel gespendet hat, dem Mainzer Gymnasium übergeben.

Einige Schüler des Gymnasiums Gonsenheim (GyGo) und ihre Lehrer Anja Faatz und Jörg Schmitt hatten im Jahr 2009 auf der Hannover Messe die Grätzel-Zelle präsentiert. Es handelt sich dabei um eine Photovoltaik-Zelle zur Umwandlung von Sonnenenergie in Strom mit Hilfe von organischen Farbstoffen. "Daraufhin habe ich ein Schulprojekt angeregt, das sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt und das nun am GyGo vom 28. Juni bis 1. Juli umgesetzt wird", teilte Stephan Grätzel, Leiter des Arbeitsbereichs Praktische Philosophie, dazu mit. Das Schulprojekt gestalten Eva-Maria Heinze von Seiten der Universität und Beatrice Eberlein-Svensson sowie Dr. Rebecca Schmidt von Seiten des GyGo. Damit soll das Engagement der Schule in den naturwissenschaftlichen Fächern zum Thema Nachhaltigkeit durch ein geistes- und kulturwissenschaftliches Projekt ergänzt werden.

Im Zentrum dieses Projekts steht die vielseitige Persönlichkeit des Friedensnobelpreisträgers Albert Schweitzer. Als Theologe, Philosoph, Musiker und Mediziner nimmt Schweitzer nicht nur eine Vorbildfunktion ein, sondern er hat eine dezidierte ökologische Ethik hinterlassen, die einen wichtigen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit liefert. Mit der Spende von €1.000, die beim Schulfest zum Ende der Projektwoche am 1. Juli überreicht wird, möchte Michael Grätzel sowohl die Nachwuchsforschung zur Grätzel-Zelle als auch die ökologische Ethik am Beispiel Albert Schweitzers unterstützen. Die Begegnung von Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft wird hier also schon auf schulischer Ebene gefördert. "Es geht um die Lösung einer für die Menschheit entscheidend wichtigen Aufgabe: den Umgang mit Ressourcen", macht Stephan Grätzel deutlich.