Forschungspreis für Mainzer Immunologen
Dr. Tobias Bopp erhält den mit €1.500 dotierten Fritz-und-Ursula-Melchers Preis der Deutschen Gesellschaft für Immunologie
18.10.2010
Der Fritz-und-Ursula-Melchers-Preis der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI) geht in diesem Jahr an einen Immunologen der Universitätsmedizin Mainz. Dr. Tobias Bopp vom Institut für Immunologie erhielt den mit €1.500 dotierten Preis während der Jahrestagung der DGfI Ende September in Leipzig. In mehreren wissenschaftlichen Publikationen beschäftigte sich Bopp mit der Rolle sog. regulatorischer T-Zellen - also Bestandteilen des körpereigenen Immunsystems - bei der Entstehung von Autoimmun-Erkrankungen und Allergien.Regulatorische T-Zellen sind die Schlüsselspieler des Immuntoleranz-Netzwerks, das die Entstehung von Autoimmun-Erkrankungen oder allergischen Reaktionen verhindert. Die zugrunde liegenden Mechanismen dieser Inhibition waren jedoch weitestgehend unbekannt. "Unsere Befunde zeigen erstmals, dass diese regulatorischen T-Zellen Zellkontakt-abhängig durch Transfer des Botenstoffes 'cAMP' über kleinste Kanäle zwischen den Zellen, sog. gap junctions, die Entstehung autoaggressiver, krankmachender Zellen des Immunsystems verhindern können", erläutert der Preisträger. Diese Befunde liefern die Grundlage für neue immuntherapeutische Interventionsstrategien zur Behandlung von allergischen und autoimmunen Erkrankungen.