Mainzer Historische Kulturwissenschaften
Plattform für wegweisende Arbeiten und aktuelle Diskussionen auf dem Gebiet der Historischen Kulturwissenschaften
27.10.2010
In der Reihe Mainzer Historische Kulturwissenschaften veröffentlicht der Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Forschungserträge, die Methoden und Theorien der Kulturwissenschaften in Verbindung mit empirischer Forschung entwickeln. Zentraler Ansatz ist eine historische Perspektive der Kulturwissenschaften, wobei sowohl Epochen als auch Regionen weit differieren und mitunter übergreifend behandelt werden können. Die Reihe führt unter anderem altertumskundliche, kunst- und bildwissenschaftliche, philosophische, literaturwissenschaftliche und historische Forschungsansätze zusammen und ist für Beiträge zur Geschichte des Wissens, der politischen Kultur, der Geschichte von Wahrnehmungen, Erfahrungen und Lebenswelten sowie anderen historisch-kulturwissenschaftlich orientierten Forschungsfeldern offen. Ziel der Reihe Mainzer Historische Kulturwissenschaften ist es, sich zu einer Plattform für wegweisende Arbeiten und aktuelle Diskussionen auf dem Gebiet der Historischen Kulturwissenschaften zu entwickeln.
Band 1: Historische Kulturwissenschaften. Positionen, Praktiken und PerspektivenDer Begriff "Kulturwissenschaften" wird gegenwärtig in Kontexten genutzt, in denen gegen die fortschreitende Spezialisierung insbesondere in den Geisteswissenschaften und gegen die damit einhergehende Fragmentierung des Wissens plädiert wird. Neben einer Perspektivierung der einzelnen Disziplinen als Kulturwissenschaften im Plural wird aber auch eine Art Dachdisziplin "Kulturwissenschaft" als wesentlich für die Modernisierung der Geisteswissenschaften diskutiert. Aus disziplinärer Perspektive loten die Beiträge dieses Bandes Möglichkeiten und Grenzen kulturwissenschaftlichen Arbeitens aus. Sie finden zu einer interdisziplinären Verständigung aus einer dezidiert historischen Sicht, die scheinbar disparate Geisteswissenschaften integriert. |
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Band 2: Räume des Wissens. Grundpositionen in der Geschichte der PhilosophieInsbesondere in kulturwissenschaftlichen Zusammenhängen ist in den letzten Jahren ein verstärktes Forschungsinteresse an der räumlichen Organisation von Wissen festzustellen. Gegenstand einer philosophischen Reflexion kann dabei das etablierte Wissen im breiten Spektrum von Alltagswissen und wissenschaftlichem Wissen sein. Die Beiträge dieses Bandes befragen ausgewählte philosophische Positionen (u.a. Plotin, Alkuin, Pomponazzi, Leibniz, Büchner, Heidegger, Foucault und Flusser) danach, auf welche Weise sie die Verräumlichung des Wissens fassen, wie also jeweils das spezifische Wissen räumlich organisiert, strukturiert und/oder veranschaulicht wird. |
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Band 3: Spielarten einer verlorenen Verortung. Kulturwissenschaftliche PerspektivenSeit mehreren Jahren haben sich Raumtheorien als produktive Katalysatoren kulturwissenschaftlicher Untersuchungen bewiesen. Offen blieb dabei bisher, was die Negation des Räumlichen - ein 'Unort' - in kulturwissenschaftlichen Kontexten zu leisten imstande ist. Die Beiträge dieses Bandes bieten eine nach Michel Foucault, Michel de Certeau und Marc Augé erarbeitete theoretische Auffächerung des Begriffs und erproben sie an Objekten aus verschiedenen Disziplinen. |
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Band 4: Eine Disziplin und ihre Verleger. Disziplinenkultur und Publikationswesen in der Mathematik in Deutschland, 1871-1949Am Beispiel der Mathematik werden in diesem Buch die Wechselwirkungen zwischen wissenschaftlichem Verlagswesen und der Entwicklung einer wissenschaftlichen Disziplin in Deutschland zwischen 1871 und 1949 analysiert. Die Studie untersucht die Funktion unterschiedlicher Publikationsformen für die Scientific Community, die Profilierungsstrategien der Verlage angesichts steigender Konkurrenz in ihrem Marktsegment sowie wissenschafts- und branchenexterne Rahmenbedingungen des mathematischen Publizierens. |
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Die Reihe wird herausgegeben vom Koordinationsausschuss des FSP Historische Kulturwissenschaften. Sie erscheint im transcript-Verlag Bielefeld.
