Studienangebot der JGU auf Rekordniveau nachgefragt

Universität rechnet mit etwa 35.300 Studierenden / Über 13.000 Studierende in den neuen Bachelor- und Master-Studiengängen eingeschrieben

20.10.2010

Die Studierendenzahlen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) erreichen Rekordniveau: Mit voraussichtlich 35.300 Studierenden verzeichnet die Universität im Wintersemester 2010/11 den höchsten Stand von Einschreibungen in ihrer Geschichte. Zum Vergleich: Im vergangenen Wintersemester waren 34.224 Studierende eingeschrieben. "Damit hat die Universität erstmals die Marke von 35.000 Studierenden überschritten", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch, anlässlich der Erstsemesterbegrüßung. Stark angestiegen ist auch die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger: im Vergleich zum Vorjahr um fast 12% auf mehr als 3.700 Studierende. "Es freut mich sehr, dass unser Studienangebot, insbesondere auch die neuen Studiengänge, so großes Interesse finden", so der Präsident.

Wenn auch die Einschreibungen für das Wintersemester noch bis Ende Oktober laufen: Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass die Studierendenzahlen an der JGU gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen sind. Derzeit sind bereits 35.106 Studierende eingeschrieben; von etwa 200 weiteren Einschreibungen ist auszugehen. Somit rechnet die Universität Mainz im Wintersemester 2010/11 mit einer Gesamtstudierendenzahl von 35.300.

Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger deutlich gestiegen

Im Vergleich zum Wintersemester 2009/10 nach oben gegangen ist auch die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger. Bis zum Beginn der Einführungswoche am 18. Oktober 2010 waren bereits 3.752 Studierende im ersten Hochschulsemester eingeschrieben. Ihre Zahl wird sich voraussichtlich noch leicht erhöhen. Zum Vergleich: Im Wintersemester 2009/10 waren 11,7% weniger Studierende im 1. Hochschulsemester registriert (3.360). "Mit dieser Entwicklung liegt die Johannes Gutenberg-Universität im bundesweiten Trend", erläutert der Präsident.

Bewerberrekord – gestufte Studienstruktur führt zum Anstieg der Bewerberzahlen

Für das Wintersemester 2010/11 gingen mit 21.554 Bewerbungen so viele Anträge ein wie noch nie zuvor. Diese hohe Anzahl hat verschiedene Ursachen. So ist einerseits die Nachfrage bei den Studienanfängerinnen und -anfängern gestiegen: Um knapp 6% liegt die Zahl der Bewerbungen für grundständige Studiengänge höher als im Vorjahr. Vor allem aber führt die enorm gestiegene Nachfrage nach den Masterstudiengängen zu dem Bewerberrekord. So stiegen die Bewerbungen für diese Studiengänge, die einen ersten Hochschulabschluss voraussetzen, innerhalb eines Jahres um das Fünffache - von 458 auf 2.400 Bewerbungen. "Die gestufte Studienstruktur erfordert zwei Bewerbungen, um das Qualifikationsniveau eines Masters zu erreichen", erläutert der Leiter der Abteilung Studium und Lehre, Dr. Bernhard Einig, "eine erste für den Bachelor-, eine weitere später für den Master-Studiengang. Die Anzahl der Bewerbungen wird sich somit dauerhaft stark erhöhen."

86 Bachelor- und 48 Masterstudiengänge im Angebot

Mit der Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge hat die Universität Mainz eine der grundlegendsten Veränderungen seit ihrer Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg durchlaufen. Insgesamt bietet die JGU derzeit 86 Bachelor- und 48 Masterstudiengänge an. 13.155 Studierende sind bislang in diesen neuen Studiengängen eingeschrieben (Bachelor: 12.281; Master: 874 Studierende). 27 der 86 Bachelor- und 7 der 48 Masterstudiengänge sind zulassungsbeschränkt.

Zum Wintersemester 2010/11 sind 3 Bachelor- und 9 Masterstudiengänge neu hinzugekommen. Bis auf wenige Ausnahmen wie die Staatsexamensstudiengänge Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Jura sowie einige Studiengänge im Bereich der Theologien und der Künste ist die Umstellung der Studienstruktur für die Studienanfängerinnen und -anfänger abgeschlossen. Das Angebot wird sich in den kommenden beiden Jahren v.a. im Bereich der Masterstudiengänge deutlich verbreitern: Geplant sind rund 40 weitere Masterstudiengänge in den Fachwissenschaften sowie die Einführung der Masterstudiengänge im Lehramtsstudium.