JuniorForscherTage an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gestartet

Herausragende Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland experimentieren und forschen im NaT-Lab der JGU

09.11.2010

Zum ersten Mal findet in diesem Jahr ein Experimentalseminar der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Internationalen JuniorScienceOlympiade (IJSO) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) statt. 19 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland sind noch bis zum 11. November 2010 zu Gast im NaT-Lab für Schülerinnen und Schüler der Mainzer Universität, um sich hier in ausgewählten Experimenten mit naturwissenschaftlichen Zusammenhängen und Phänomenen rund um das Thema "Farbstoffe" zu beschäftigen. Außerdem führt ein buntes Rahmenprogramm die jungen Besucher unter anderem ins Gutenberg-Museum Mainz, wo sie die praktische Arbeit an historischen Druckpressen nachempfinden können. Zum Abschluss des Programms erwartet die jungen Nachwuchsforscher im Alter von 9-12 Jahren eine Führung durch das ZDF-Sendezentrum auf dem Mainzer Lerchenberg. Betreut werden die Schülerinnen und Schüler während ihres Aufenthalts von 4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, das den deutschlandweiten Auswahlwettbewerb der Internationalen JuniorScienceOlympiade leitet und betreut. "Wir hoffen, diese Veranstaltung auf Dauer etablieren und weiter ausbauen zu können, um so schon möglichst früh die Nachwuchsförderung in den Naturwissenschaften voranzutreiben", erklärt PD Dr. Heide Peters vom IPN der Universität Kiel.

Die Internationale JuniorScienceOlympiade fand zum ersten Mal 2004 in Jakarta statt. Damit ist die IJSO das jüngste Familienmitglied im Kreis der ScienceOlympiaden. Sie verfolgt das Ziel, junge Spitzentalente in den Naturwissenschaften zu entdecken und die Jugendlichen frühzeitig mit attraktiven Angeboten für eine naturwissenschaftliche Ausbildung zu begeistern. Der Weg ins deutsche Olympiadeteam führt ab 2008 wie bei den großen Schwestern der Biologie-, Chemie- und Physikolympiade über einen 4-stufigen nationalen Auswahlwettbewerb. Für die IJSO werden "Allrounder" gesucht, die sich fächerübergreifend für Fragestellungen aus Biologie, Chemie und Physik interessieren. Beim Wettstreit um die Olympischen Medaillen sind nicht ausschließlich Einzelleistungen bei der Lösung theoretischer Aufgabenstellungen gefragt. Teamarbeit und fächerübergreifendes Problemlösen sind beim Experimentieren im Labor ein wesentliches Element des Schülerwettbewerbs.