Georg Friedrich Händel in Rom
Neuer Band in der Schriftenreihe Analecta musicologica / Sabine Ehrmann-Herfort, Matthias Schnettger (Hg.)
21.12.2010
Vermutlich nur knappe zwei Jahre hielt sich Georg Friedrich Händel in Rom auf. Dieser kurzen, jedoch kompositorisch äußerst fruchtbaren Zeit widmen sich die Beiträge des Bandes "Georg Friedrich Händel in Rom". Das Buch beleuchtet vor dem Hintergrund der politisch-gesellschaftlichen Umstände die spezifische Erfahrung eines Protestanten in seinem Kontakt mit dem Zentrum der römisch-katholischen Kirche, richtet den Blick auf die in Händels römischen Kompositionen wirksamen künstlerischen Transferprozesse und fragt nach unterschiedlichen Einflüssen auf Händels römische Musik, zu denen deutsche ebenso wie in Rom wirkende Komponisten beitrugen. Eine besondere Rolle spielten für Händel wichtige Adlige in der Tiberstadt wie Francesco Maria Ruspoli, Benedetto Pamphilj und Pietro Ottoboni.Herausgeber der neuen Händel-Publikation sind Sabine Ehrmann-Herfort vom Deutschen Historischen Institut (DHI) in Rom und Matthias Schnettger von Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Die Beiträge sind aus der Internationalen Konferenz "Georg Friedrich Händel in Rom" hervorgegangen, die 2007 am DHI in Rom anlässlich der 300.Wiederkehr von Händels Rom-Aufenthalt stattfand. Die Veröffentlichung der Tagungsakten mit musikhistorischem Schwerpunkt ist interdisziplinär ausgerichtet und vereint neben musikwissenschaftlichen auch historische, kunsthistorische und theologische Beiträge.
